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Finalserie Basketball
03.06.2016

Bamberg gegen Ulm: Gegen den Überflieger

Das Punktspiel in Bamberg verloren die Ulmer Anfang April haushoch mit 67:100. Hier stopft Patrick Heckmann den Ball in den Korb, Raymar Morgan (links) und Pierria Henry können nicht mehr eingreifen.
Foto: Imago/Zink

Basketball-Deutschland diskutiert darüber, wie einseitig die Serie zwischen Bamberg und den Ulmern wird. Die halten trotzdem am einzigen verbliebenen Ziel fest.

Vor etwa zwei Wochen hat sich Per Günther sinngemäß so geäußert: Wer mit zehn Punkten führt und dann Zisis und Miller als siebten und achten Mann bringt, der gewinnt oft. Der Kapitän von Ratiopharm Ulm bezog sich mit dieser Bemerkung beim Kurznachrichtendienst Twitter auf ein Spiel der Halbfinalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft zwischen Bamberg und dem FC Bayern München.

Jetzt stehen die Ulmer in der Finalserie gegen Bamberg und schon in Spiel eins am Sonntag (15 Uhr) könnte es in der Brose-Arena ganz ähnlich laufen: Irgendwann kommen Nikolaos Zisis und Darius Miller als siebter und achter Mann, eine deutliche Bamberger Führung zu diesem Zeitpunkt ist ebenfalls gut vorstellbar. Womit schon eine Menge gesagt ist zu den Rollenverteilung im Duell zwischen dem Hauptrundenersten, der in der ganzen Saison noch kein Heimspiel verloren hat und dem Siebten aus Ulm.

Ulm gegen Bamberg: Die Quoten

Wer noch mehr Indizien braucht, der kann sich die Quoten der diversen Wettanbieter zu Gemüte führen. Wer auf Ulm als Meister oder auch nur als Sieger in einem der Spiele tippt, der kann den achtfachen Gewinn einstreichen. Verteidigen dagegen die Bamberger ihren Titel, dann gibt es für einen Euro Einsatz genau einen Euro und drei Cent zurück. Thorsten Leibenath weiß natürlich, dass große Teile von Basketball-Deutschland nur darüber diskutieren, wie einseitig diese Finalserie wohl wird. Der Ulmer Trainer sagt selbst: „Man kann den Bambergern nichts weg nehmen. Ich bin nicht in der Lage, bei ihnen eine Schwäche auszumachen.“ Nicht auf den kleinen Positionen, wo der wertvollste Bundesligaspieler Brad Wanamaker, Zisis und der Lette Janis Strelnieks Jagd auf Per Günther und Pierria Henry machen werden. Und auch nicht auf den großen Positionen, auf denen der haushohe Favorit mit Daniel Theis, Elias Harris, dem Italiener Nicolo Melli und Leon Radosevic mindestens quantitativ ebenfalls besser besetzt ist als die Ulmer mit Augustine Rubit, Raymar Morgan und Da‘Sean Butler.

Man kann den Bambergern also nichts weg nehmen, aber man kann es ihnen nach der Überzeugung von Günther und Leibenath zumindest sehr schwer machen. Der Kapitän will dem Gegner am Sonntag ein „dreckiges Spiel“ aufzwingen und setzt dann bei der Fortsetzung der Serie am Mittwoch „auf die Kraft der Arena“, der Trainer fordert: „Herausragende Verteidigung, perfekte Hilfen und gutes Foulmanagement.“ Und natürlich sagt Thorsten Leibenath: „Wir wollen deutscher Meister werden.“ Einfach deswegen, weil es für seine Mannschaft in einer Finalserie gar kein anderes Ziel mehr geben kann als den Titel als Krönung der schon bisher perfekten Play-offs.

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