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Playoff-Finale
05.06.2016

Ulmer Basketballer können den Meister nicht stoppen

Nicht nur stark als Einpeitscher von der Bank, sondern vor allem als Werfer: Darius Miller (stehend) traf acht von neun Dreiern.
Foto: Imago/Zink

Ulm erwischt einen starken Start, aber dann läuft die Bamberger Basketball-Maschine auf Hochtouren. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf dem Heimspiel.

Bamberg hat im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft mit einem 101:82-Sieg gegen Ratiopharm Ulm die Kräfteverhältnisse im deutschen Basketball eindrucksvoll untermauert.

Der Bamberger Trainer Andrea Trinchieri hatte schon vorab ausgeschlossen, dass der haushohe Favorit den Gegner länger als für vielleicht fünf Minuten auf die leichte Schulter nehmen könnte. Ein paar mehr waren es dann allerdings doch. Die Ulmer kamen ausgezeichnet in die Partie, verteidigten stark und kamen vorne immer wieder zu guten Würfen. Kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts stellte Raymar Morgan sogar auf 18:13 für den Außenseiter. Darius Miller beendete dieses Viertel allerdings mit zwei seiner insgesamt acht Dreier zur Bamberger 23:22-Führung und die Foulstatistik war schon zu diesem frühen Zeitpunkt wenig verheißungsvoll für die Ulmer: Die zwei von Da‘Sean Butler mussten wohl in Kauf genommen werden, die zwei von Raymar Morgan waren wieder einmal überflüssig.

Aber die Fouls spielten in der Folge nicht mehr die große Rolle, denn die Bamberger Basketball-Maschine lief hinten und vorne inzwischen auf Hochtouren. Brad Wanamaker traf zum 28:22 und schloss damit viertelübergreifend einen 11:0-Lauf ab und ausgerechnet der gebürtige Söflinger Lucca Staiger besorgte von draußen den ersten Bamberger Zehnpunkte-Vorsprung (39:28). Die insgesamt sieben Bamberger Dreier bei zehn Versuchen in der ersten Halbzeit waren nur eines der nunmehr immensen Probleme der Ulmer. Die kamen jetzt außerdem selbst kaum mehr zu guten Schüssen und versenkten ihrerseits nur einen von elf Würfen von draußen. Der Rückstand wuchs zwischenzeitlich auf beinahe 19 Zähler an, den Pausenstand von 54:39 sicherte mit dem letzten Ulmer Korb in Halbzeit eins David Krämer. Eine starke Aktion des 19-jährigen Nachwuchsspielers, aber insgesamt nach Einschätzung von Per Günther trotzdem kein gutes Omen. „Wenn die jungen Kerle schon im zweiten Viertel ins Feuer geschickt werden, dann wird es schwer gegen eine der besten Bundesliga-Mannschaften aller Zeiten“, sagte der Ulmer Kapitän.

Es wurde nicht nur schwer, es wurde erwartungsgemäß ein Ding der Unmöglichkeit in Halbzeit zwei. Die Bamberger mussten nicht an ihr Limit gehen, um den sicheren Vorsprung gefahrlos über die Runden zu gehen, Ulm blieb damit eine Packung erspart, wie sie die Bayern im dritten Halbfinalspiel kassiert hatten. Es ist nach diesem Auftakt der Finalserie trotzdem ganz schwer vorstellbar, dass die Ulmer ein Spiel in der Brose-Arena klauen und das müssten sie ja, um deutscher Meister zu werden. Ein Sieg im Heimspiel am Mittwoch (20.30 Uhr) wäre bereits ein riesiger Achtungserfolg für sie.

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