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09.11.2016

Ulm stopft und trifft aus allen Lagen

Locker rum um den früheren NBA-Star: Augustine Rubit umkurvt Amare Stoudemire.
Foto: Felix Oechsler

Basketball-Eurocup Hapoel Jerusalem geht im Angriffswirbel des Bundesligisten unter. Was der frühere NBA-Superstar Amare Stoudemire in der Arena zu bieten hatte

Von Pit Meier

Dass sie mit ihrer Offensivpower so ziemlich jede Bundesligamannschaft in Bedrängnis bringen und schlagen können, das haben die Basketballer von Ratiopharm Ulm in dieser Saison schon hinlänglich bewiesen. Dass es auch im Eurocup gegen eine vermeintliche Spitzenmannschaft wie Hapoel Jerusalem problemlos reichen würde, das war nicht unbedingt zu erwarten. Mit dem 103:77-Heimsieg gegen die Israelis vor 5000 Zuschauern hat der deutsche Vizemeister die Tür zur nächsten Runde in diesem Wettbewerb weit aufgestoßen.

Für Jerusalem war es im vierten Spiel die erste Niederlage im Eurocup und schon in der ersten Halbzeit ging die Mannschaft um den früheren NBA-Superstar Amare Stoudemire förmlich unter im Angriffswirbel des deutschen Vizemeisters. Für den höchsten Unterhaltungswert aus Ulmer Sicht sorgte ein Mann, der nach Augustine Rubits Genesung jetzt siebter Amerikaner ist und der deswegen in erster Linie im internationalen Wettbewerb ran darf. Bei seinem Dunking mit dem Rücken zum Korb im Eröffnungsviertel baute Dominique Sutton eine 180-Grad-Drehung ein, im zweiten Spielabschnitt stopfte er den Ball zum Entzücken der Galerie nach einer kompletten Rotation um die eigene Achse in die Reuse. Weil er und seine Kollegen insgesamt vor der großen Pause 64 Prozent aus dem Feld und somit fast nach Belieben trafen, weil außerdem sogar Center Tim Ohlbrecht einen Dreier einstreute, führte der Bundesligist bereits zur Halbzeit klar mit 53:37.

Ein Aufbäumen der Israelis fand in der Folge nicht einmal in Ansätzen statt. Ulm erhöhte den Vorsprung gegen eine lethargische, lustlose und sich in der Verteidigung kaum wehrende Mannschaft von Jerusalem im Gegenteil bis zum Ende des dritten Viertels auf 76:52 und führte den prominenten Gegner bis Spielende phasenweise vor. Letztes Leckerli für die Zuschauer war der Alley-Oop von Tim Ohlbrecht nach Pass von Braydon Hobbs, ähnliche Aktionen hatte auch Stoudemire nicht zu bieten.

Der Mann mit seiner Erfahrung aus 14 Jahren NBA lieferte mit zehn Punkten und vier Rebounds eine bestenfalls solide Leistung ab, an der Leistung seiner Mannschaft gab es hinterher für Stoudemire nichts zu beschönigen: „Wir waren schlecht und haben keine Verteidigung gespielt.“

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