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Basketball: Warum Dennis Schröder schon wieder den Klub wechseln muss

Basketball

Schröder auf unfreiwilliger Rekordjagd

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    Von den Sacramento Kings zu den Cleveland Cavaliers: Dennis Schröder muss in der Profiliga NBA umziehen – mal wieder.
    Von den Sacramento Kings zu den Cleveland Cavaliers: Dennis Schröder muss in der Profiliga NBA umziehen – mal wieder. Foto: Scott Marshall, AP/dpa

    Nomaden führen ein chaotisches Leben, zumindest nach unserer Vorstellung. Mobil zu sein, ist Teil ihrer Überlebensstrategie. Weil sie wegen der Jahreszeiten und dem wechselnden Nahrungsangebot durch die Gegend ziehen. Bekannt ist die Spezies der Hirtennomaden, die mit Ziegen, Schafen oder Kamelen auf der Suche nach Weideflächen durch die Gegend streift. Arbeitsnomaden ziehen nicht nur durch die afrikanischen Steppen, sondern auch durch den Dschungel der Großstädte. Weit verbreitet sind sie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie heißen: Profisportler. Im Basketball oder Eishockey ist es üblich, mit dem Personal zu handeln wie auf dem orientalischen Bazar. Tausche drei meiner mittelmäßigen Angestellten gegen einen Superstar. So oder ähnlich gehen die „trades“ über die Bühne. Das Tauschobjekt wird in der Regel nicht nach seinen Vorlieben oder Wünschen gefragt. So erging es gerade Dennis Schröder.

    Schröder ist Teil eines Deals zwischen drei Klubs

    Er ist Teil eines Deals mit insgesamt vier Spielern zwischen drei Klubs. Mit dem 32 Jahre alten deutschen Welt- und Europameister wechselt auch Keon Ellis von den Sacramento Kings zu den Cleveland Cavaliers. Wer in der NBA sein Arbeitspapier unterschreibt, weiß, dass in den meist üppigen Gehältern ein Schmerzensgeld eingepreist ist. Flexibilität ist Teil des Jobs. Für Schröder heißt es, von einem Tag auf den anderen ins 4000 Kilometer entfernte Cleveland umzuziehen.

    Für Schröder ist das inzwischen Alltag. Der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft kennt das, seit er 2013 seine Heimat Braunschweig verließ und in die USA zog. Anfangs wurde er sesshaft bei den Hawks in Atlanta. Nach den fünf Jahren dort wurde Schröder ein NBA-Nomade. Oklahoma, Los Angeles, Boston, Houston, noch mal Los Angeles, Toronto, New York, San Francisco, Detroit, Sacramento – und nun also Cleveland.

    Zwei Wechsel vom Nomaden-Rekord entfernt

    Es ist Schröders elfte Station in der NBA. Der Motor der deutschen Nationalmannschaft ist nur noch zwei Wechsel entfernt vom Rekord. Die Bestmarke wird gehalten von Ish Smith: Er spielte in seiner Karriere bis 2024 für 13 verschiedene Klubs. Immerhin wurde Schröder persönlich über seine berufliche Zukunft informiert. Eishockey-Verteidiger Korbinian Holzer erfuhr dereinst von seiner Freundin, dass er sofort die Koffer packen muss. Sie habe gerade im TV-Newsticker gesehen, dass er verkauft worden sei. Leider habe sie das Logo seines neuen Klubs nicht erkennen können. Erst ein Fernsehsender informierte den NHL-Profi, dass es für den damaligen Nationalverteidiger vom kanadischen Toronto ins kalifornische Anaheim geht. Nomaden müssen flexibel sein und dorthin ziehen, wo die Fleischtöpfe stehen.

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