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Bundesliga
07.01.2022

FC Bayern verliert mit Rumpf-Mannschaft gegen Gladbach

Malik Tillman hat sich sein Startelfdebüt anders vorgestellt. Die Münchner verloren den Rückrundenauftakt mit 1:2.
Foto: Lennart Preiss, Witters

Sie haben es getan: Gladbach und der FC Bayern haben tatsächlich gespielt – am Ende mit dem besseren Ende für die Borussia.

Als Daniel Siebert um 20.30 Uhr in seine Pfeife blies, war dann auch endgültig klar, dass die Rückrunde der Saison in München ihre Fortführung finden sollte. Bis zum Anpfiff des Schiedsrichters durfte es ja noch nicht als gesichert gelten, dass die Partie des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach auch tatsächlich stattfinden würde. Schließlich hatten die Münchner aufgrund von neun Corona-Infektionen ihrer Spieler bei der DFL vorsichtig wegen einer Spielverlegung angefragt. Doch weder Ligaverband noch Gesundheitsamt sahen ausreichend Gründe, die Partie abzusagen. Letztlich feierte die Borussia einen glücklichen 2:1-Erfolg in München.

FC Bayern und Mönchengladbach hatten zahlreiche Ausfälle

Dass das Aufeinandertreffen sich nicht der Wettbewerbsverzerrung schuldig machte, lag auch an den zahlreichen Absenzen, die die Gladbacher zu beklagen hatten. Coach Adi Hütter musste allein wegen Corona-Infektionen auf vier Spieler verzichten. Die Bezeichnung einer Verlegenheitsmannschaft traf allerdings auf beide Teams nur bedingt zu. So stellten unter anderem Thomas Müller, Serge Gnabry und Robert Lewandowski die Offensive der Münchner und der polnische Torjäger machte auch sogleich da weiter, wo er nie aufgehört hatte. In der 18. Minute drehte er sich gewandt um Gegenspieler Niko Elvedi und vollendete wuchtig zur Führung.

Die Münchner schienen früh auf einem guten Weg, die von Trainer Julian Nagelsmann geäußerten Revanchegelüste zu befriedigen. Schließlich hatte seine Mannschaft beim 0:5 im Pokal eine überaus schmerzhafte Niederlage erlitten.

Die Gladbacher aber drehten wenig später die Partie unter gütiger Mithilfe ihres Gegners. Zuerst profitierte Florian Neuhaus von einem unzureichenden Klärungsversuch Joshua Kimmichs und überwand Torwart Sven Ulrich (27.) und nur vier Minuten später sorgte Stefan Lainer per Kopf nach einem Eckball für die überraschende Führung.

Diese Mannschaft des FC Bayern hatte zu wenig Routine

Den Bayern war fortan anzumerken, dass eine intensive Abstimmung der Abläufe in der Vorbereitung nicht einzustudieren war. So lief Marcel Sabitzer auf der für ihn ungewohnten Position des Linksverteidigers auf. Vor ihm kam der 19-jährige Malik Tillman zu seinem Startelfdebüt in der Bundesliga. Hätte allerdings Lewandowski in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Ball statt an den Pfosten ins Tor gesetzt, hätten sich beide Mannschaften trotzdem mit einem Unentschieden in die Halbzeit verabschiedet. So aber gingen die Gladbacher mit dem Vorteil einer Führung in die zweite Hälfte.

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Ein Vorteil, den die Borussen nur unzureichend verwalteten, doch Jamal Musiala, Thomas Müller und Kimmich scheiterten kurz hintereinander trotz bester Einschussmöglichkeiten, schließlich traf Lewandowski nur die Latte (62.). Weil die Gladbacher das Spiel aber nach der Münchner Drangphase wieder fernab des eigenen Tores halten konnten, stand am Ende ein Erfolg, der in Anbetracht der Umstände nur wenig überraschte.

Am kommenden Samstag in Köln bietet sich den Bayern die nächste Chance auf die ersten drei Zähler des Jahres – wahrscheinlich.

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