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Bundesliga
03.10.2020

Götze oder England-Sternchen: Big Player Hertha im Transfer-Finale

Fordert von Hertha BSC eine Transferoffensive: Trainer Bruno Labbadia.
Foto: Andreas Gora, dpa

Vor dem Duell beim FC Bayern sind die Kräfteverhältnisse zugunsten der Münchner eindeutig. Für eine Transferoffensive bei Hertha ist nur noch wenig Zeit.

Für den großen Transferknaller kurz vor dem Ende der Wechselfrist war oft genug der FC Bayern zuständig. Diesmal ranken sich die Gerüchte um einen Last-Minute-Coup mit Ex-Weltmeister Mario Götze oder England-Sternchen Ryan Sessegnon um Hertha BSC. Zumindest da haben die Berliner dem Rekordchampion vor dem sportlich weiterhin ungleichen Bundesliga-Duell am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) in der Münchner Allianz Arena ausnahmsweise einmal den Rang abgelaufen. 

Die gestiegenen Ansprüche beim Hauptstadt-Club und das von Investor Lars Windhorst gut gefüllte Konto spiegeln sich noch nicht in der Transferbilanz wider. Und Bruno Labbadia vermisst einen energischen Kampf um die Startplätze. "Konkurrenzkampf stelle ich mir anders vor. Ich sehe es nicht so, dass wir einen riesigen Kader haben", sagte der Trainer angesichts weiter fehlender Verstärkungen und neuer verletzter Profis. Das 1:3 gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche hat dem Hertha-Coach schnell die Augen geöffnet.

Götze könnte sogar noch nach Ende der Transferfrist geholt werden

Dem erneuten Wirbel um eine mögliche Verpflichtung von Götze wollte Manager Michael Preetz schnell die Kraft nehmen. Mit Blick auf die "letzten Zentimeter eines langen Transferfensters" sagte er nur: "Spätestens Montag wird es mit den Spekulationen auch vorbei sein." Zuvor hatte die Sport Bild von Kontakten zwischen Preetz, Herthas Sportdirektor Arne Friedrich und dem Ex-Dortmunder berichtet. 

Götze könnte - da vereinslos - sogar noch nach Ende der Transferfrist am Montag geholt werden. Anders ist es bei dem hochtalentierten Flügelspieler Sessegnon, der unter José Mourinho bei Tottenham Hotspur nicht zum Zuge kommt, oder Bayer Leverkusens Wendell. Bis spätestens Montag müssten Einkauf oder Leihgeschäft besiegelt sein. Gleiches gilt für den Franzosen Jeff Reine-Adélaïde von Olympique Lyon, mit dem sich die Berliner schon handelseinig sein sollen.

Labbadia gestand, dass er sich die Transferperiode "anders gewünscht" hätte. Bislang sind in diesem Sommer außer Lucas Tousart, der schon im Winter zuvor aus Lyon verpflichtet wurde, Torwart Alexander Schwolow vom SC Freiburg, Außenverteidiger Deyvaisio Zeefuik vom FC Groningen und Stürmer Jhon Cordoba vom 1. FC Köln gekommen.

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Hertha-Chefs: Keine ausufernden Gehälter oder Ablösesummen von 30 Millionen Euro

Das Geld war in dem komplizierten Corona-Transferfenster schon häufiger Herthas Problem. Ungewöhnlich dabei nur: Nicht weil zu wenig da war, sondern zu viel. Das auf 374 Millionen Euro gekletterte Gesamtvolumen von Windhorsts Investitionen machte die Berliner zu beliebten Verhandlungspartnern. "Überall, wo ein Spieler verkauft wird, sollen wir ihn holen. Da wird ein falsches Bild gemalt", mahnte Labbadia. Die Konkurrenz will am vermeintlichen Hertha-Reichtum partizipieren, dabei wurde ein Großteil in die Schuldentilgung gesteckt.  

Die Hertha-Chefs hatten mehrmals betont, dass sie für einen einzelnen Spieler das Gehaltsgefüge nicht sprengen werden. Ausufernde Gehälter und Ablösesummen von 30 Millionen Euro oder mehr - "das wird es bei Hertha BSC nicht geben", beteuerte Preetz. Labbadia wiederholt immer wieder, dass andere Bundesliga-Clubs bei der Kaderplanung noch Jahre voraus sind. Die Bayern sind das sowieso. Deren Last-Minute-Transfers wie einst Arjen Robben oder Xabi Alonso sind auch noch nicht die Berliner Größenordnung. (dpa)

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