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Bundestrainer: Warum sich Julian Nagelsmann bei Deniz Undav entschuldigte

Nationalmannschaft

„Das war blöd von mir“: Julian Nagelsmann bedauert bei Heimatbesuch Kommentar zu Deniz Undav

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    Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde bei seinen Entschuldigungsplänen von seiner Partnerin Lena Wurzenberger bestärkt.
    Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde bei seinen Entschuldigungsplänen von seiner Partnerin Lena Wurzenberger bestärkt. Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

    Es passiert nicht alle Tage, dass ein Bundestrainer bei einer Kreisklassen-Mannschaft vorbeischaut. Es sei denn, er heißt Julian Nagelsmann (38) und hat früher mal für diesen Verein gespielt. Und so bekam der FC Issing (Landkreis Landsberg am Lech) am vergangenen Mittwoch hohen Besuch – weil sich Nagelsmann für ein Interview in der Talk-Reihe „Bestbesetzung“ bei Magenta TV als Location das Vereinsheim des Klubs ausgesucht hatte, für den der gebürtige Landsberger von 1990 bis 1999, bis zu seinem Wechsel zum FC Augsburg, in der Jugend und später sogar mal im Männerbereich (2011 bis 2013 fünf Einsätze und fünf Tore in der Kreisklasse Zugspitze) selbst die Fußballschuhe geschnürt hatte. Issing ist er immer noch eng verbunden: Mutter Burgi lebt in Landsberg und bekommt immer wieder Besuch von Julian.

    Johannes B. Kerner interviewte Julian Nagelsmann

    Der Bundestrainer kam aber nicht allein in seinen ehemaligen Wohnort: Das Interview führte Johannes B. Kerner (61), einer der renommiertesten deutschen Sport-Journalisten. „Julian hat Issing für den Dreh gewählt, weil er wusste, dass er da ein ruhiges Umfeld hat und sie da nicht gestört werden“, erzählt FC-Fußball-Abteilungsleiter und Frauen-Trainer Bernhard Zach.

    Aber so ganz ungeschoren kam Nagelsmann in der alten Heimat nicht davon: Gut 120 Kinder aus den Issinger Jugendmannschaften, das Frauen-Team und Vorstand Günther Fent kamen nach der Aufzeichnung des Interviews, um sich Autogramms zu holen und Fotos und Selfies mit dem prominenten Gast zu machen. „Das war für alle Mal etwas Neues, eine ganz coole Sache für unseren Verein“, berichtet Zach. „Julian erfüllte alle Wünsche, war richtig gut drauf.“ Bis er dann zur nächsten Station und zum nächsten Termin musste: Beim Champions League-Krimi zwischen den Bayern und Real Madrid saß er auf der Tribüne der Allianz-Arena in München.

    Sein Interview in Issing hatte eine gute Stunde, von 14.30 bis 15.30 Uhr, gedauert. Dabei sprach Nagelsmann, im beigefarbenen Hoodie, nicht nur über Fußball und hier im Speziellen über den „Fall Undav“, es gab auch spannende Einblicke in sein Privatleben mit Ehefrau Lena Wurzenberger (33), einer früheren Boulevard-Reporterin, die er während seiner Zeit als Bayern-Trainer kennengelernt und im Januar 2026 geheiratet hatte. Sie gebe ihm „extreme Rückendeckung auch im Sport“ und sage ihm „auch ins Gesicht, wenn irgendwas nicht gut war.“

    Nagelsmann bedauert Aussage über Undav

    So war sie es auch, die ihm geraten hatte, sich bei Stuttgart-Stürmer Deniz Undav (29) zu entschuldigen, nachdem er den eingewechselten Siegtorschützen beim 2:1-Testspielerfolg gegen Ghana öffentlich kritisiert hatte: „Wenn er vorher 70 Minuten marschiert, weiß ich nicht, ob er ihn so reinmacht. Es war schon ein langer Schritt, der nach 70 Minuten – auch im Hinblick auf den Sommer bei 42 Grad – für ihn schwierig sein kann.“ Eine Aussage, die Nagelsmann heute bedauert – und für die er sich, offenbar auch auf Lenas Rat hin, bei Undav entschuldigt hat. „Ich habe ihr gesagt, ich werde ihn anrufen und dann hat sie gesagt: Ja, das rate ich dir auch.“ Auch mithilfe seiner Ehefrau, die in den Stadien fast immer mit dabei ist, kam der Bundestrainer zu der Erkenntnis: „Das war blöd von mir, tut mir leid. Es war ein unnötiger Satz, für den ich mich auch direkt am nächsten Tag bei Deniz entschuldigt habe. Das hat er Gott sei Dank angenommen und es ist auch alles in bester Ordnung zwischen uns“, erzählt er in dem Interview.

    Im Hinblick auf die WM in diesem Sommer sieht er den Stuttgarter Stürmer als „Herausforderer“. Undav habe gezeigt, „dass er als Joker eine gute Rolle spielen kann“- aber daran könne sich „immer auch was ändern.“

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