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Deutsches Kanuteam paddelt um WM-Tickets – Der Augsburger Eiskanal bietet dafür perfekte Bedingungen

Kanuslalom

Kanu-Qualifikation: Augsburger wollen Heimvorteil auf dem Eiskanal nutzen

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    Der zweite Teil der deutschen Kanu-Qualifikation steigt am Wochenende am Augsburger Eiskanal.
    Der zweite Teil der deutschen Kanu-Qualifikation steigt am Wochenende am Augsburger Eiskanal. Foto: Andrea Bogenreuther

    Die gute Nachricht vorweg: Der Augsburger Eiskanal führt vor dem ersten großen Kanuslalom-Wettkampf in diesem Jahr ausreichend Wasser. So konnten die deutschen Spitzenkanutinnen- und kanuten in dieser Woche uneingeschränkt trainieren, um sich auf den zweiten Teil der WM-Qualifikation von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Mai, optimal vorzubereiten. Blauer Himmel, Sonnenschein, leichter Wind und klares Wildwasser – die Augsburger Olympiastrecke präsentiert sich derzeit in ihrer ganzen Pracht. Und ihren Heimvorteil wollen die Lokalmatadore nutzen, um sich für Weltcup-Starts und die Weltmeisterschaft im Herbst zu empfehlen. Die WM wird schließlich in Oklahoma in den USA auf der Olympiastrecke von 2028 ausgetragen.

    Ein hoher Anreiz für die deutschen Paddlerinnen und Paddler, sich einen der drei begehrten Plätze im Nationalteam zu sichern. Zwei, die schon nah dran sind, sind Noah Hegge von Kanu Schwaben Augsburg und die Wahl-Augsburgerin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach. Im ersten Teil der deutschen Sichtung im Kanupark Markkleeberg gelangen Funk bereits vier Siege, Hegge kam auf drei Siege und einen zweiten Platz. Nach dem neuen Qualifikationsmodus, bei dem die besten sechs von acht Rennen zählen, bedeuten vier Top-Platzierungen schon einen großen Schritt. „Der neue Modus ist fairer“, sagt Ricarda Funk. „Gerade international zählt auch jeder Lauf, da kann man sich nicht in einem Vorlauf die Strecke mal anschauen und erst im Finale aufs Risiko gehen“, so die Kajak-Olympiasiegerin von Tokio. Im K1 weiblich ist die 32-Jährige einmal mehr das Maß aller Dinge.

    Noah Hegge will sich auch im Kajak Cross qualifizieren

    Zwei Top-Ergebnisse aus vier Rennen braucht Noah Hegge von den Kanu Schwaben Augsburg noch, dann ist seine Qualifikation im Kanuslalom in trockenen Tüchern und er kann sich auf den Sonntag und die Disziplin Kajak Cross konzentrieren. Nach den Ergebnissen von Markkleeberg liegt er derzeit auf Rang drei hinter Felix Sachers (LKC Leipzig) und Stefan Hengst (KR Hamm). „Mit dem Kanuslalom bin ich sehr zufrieden, im Kajak Cross gilt es, am Sonntag den Deckel drauf zu machen.“ In beiden Disziplinen international anzutreten, sei „definitiv herausfordernd. Aber mit den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren kann man auf alle Fälle mit zwei Disziplinen durch die Saison kommen. Und das ist mein Ziel.“

    Der Sonntag steht am Eiskanal im Zeichen der Kajak-Cross-Wettbewerbe

    Eine befreiende Wirkung bescheinigt der Augsburger der Disziplin Cross, die in der Zuschauergunst vor allem seit den Olympischen Spielen von Paris, als Hegge dort die Bronzemedaille gewann, enorm gestiegen ist. In Augsburg wird der ganze Sonntag im Zeichen der Kajak-Cross-Qualifikation und der Kopf-an-Kopf-Rennen stehen. „Gerade der Mix macht es spannend. Jede Disziplin hat ihre eigene Schwierigkeit. Im Kanuslalom geht es um enge Fahrlinien, wenige Prozent, die man rauskitzeln muss. Der Cross ist robuster und situativer. Man muss sehr wachsam sein, sehr im Moment leben, um auch die anderen Sportler auf dem Wasser einschätzen zu können.“

    Sideris Tasiadis beeinträchtigt immer noch seine Ellenbogenverletzung

    Auch der Augsburger Canadier-Routinier Sideris Tasiadis hat sich als Neuntplatzierter im vorläufigen Kajak-Cross-Klassement für den Sonntag qualifiziert. Auch wenn er nach seiner Ellenbogenverletzung im vergangenen Jahr noch nicht vollumfänglich trainieren kann. Im Kanuslalom geben ihm ein Sieg und ein dritter Platz in Markkleeberg berechtigte Hoffnung, dass die Qualifikation erneut gelingt, auch wenn die junge nationale Konkurrenz stärker wird. „Dass die Jungs rankommen, ist ok. Aber noch alles offen und ich will meinen Heimvorteil nutzen“, sagt Tasiadis, der 2022 auf seiner Heimstrecke Weltmeister geworden ist.

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