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Eishockey-WM
29.05.2023

"Mit der Zeit haben wir gemerkt, was wir da geschafft haben"

Angeführt von Dominik Kahun gingen die deutschen Nationalspieler durch das Spalier der Fans am Münchner Flughafen.
Foto: Siegfried Kerpf

Nur kurz schmerzte die Final-Niederlage gegen Kanada. Dann machte sich in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft Stolz über die Silbermedaille breit.

Irgendjemand beim Deutschen Eishockeybund hatte es für eine gute Idee gehalten, zum Empfang seiner WM-Silber-Helden eine bayerische Blaskapelle ins Terminal 2 des Münchner Flughafens zu beordern. Also standen die in Tracht gewandeten Musiker dort am frühen Montagmorgen und warteten auf die Ankunft der deutschen Nationalmannschaft. Ein paar japanische Touristen nutzten die Gunst der Stunde und machten eifrig Bilder. Bayerische Folklore fürs Fotoalbum. Ein paar Meter weiter, direkt am Ausgang des Gates, hatten Mitarbeiterinnen einen roten Teppich ausgerollt. Das DEB-Maskottchen Urmel lungerte auch im Empfangsbereich herum, ebenso wie rund 100 Eishockeyfans, teils trotz früher (möglicherweise auch später) Stunde mit Bier in der Hand.

Rund 1700 Kilometer weiter nordöstlich, im finnischen Tampere, hatte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Vorabend Historisches geschafft und WM-Silber geholt. 2:5 war die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis am Sonntagabend im Finale den Kanadiern unterlegen. Trotzdem war die Begeisterung am Münchner Flughafen groß. Immerhin 70 Jahre hatte bis zu diesem Sonntag der Gewinn einer WM-Medaille zurückgelegen. Für Kanada dagegen, das Mutterland des Eishockeys, bedeutete der Sieg gegen Deutschland den Gewinn des inzwischen 28. Weltmeistertitels.

Video: SID

Maskottchen Urmel machte den Weg für die müden WM-Helden frei

Mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung schoben dann die Spieler ihr Gepäck durch das Spalier aus deutschlandfahnen – schwenkenden Menschen. Zuvor waren schon mehrfach arglose Passagiere aus anderen Flugzeugen frenetisch bejubelt worden, die irrtümlich in dem ganzen Durcheinander gelandet waren. Irgendwann stellte sich Urmel an den Anfang des Spaliers und riegelte diesen ab. Erst als Dominik Kahun, Silbermedaille um den Hals, auftauchte, ging das Maskottchen zur Seite und machte den Weg frei für Jubel, Trubel, Konfettikanonen. 

Panther-Stürmer Soramies hatte eine kurze Nacht in Tampere

Ziemlich übermüdet sahen die Helden aus. Der Zeitplan nach dem Finale war straff. "Wir haben erst in der Kabine gefeiert, sind dann noch in eine Bar gegangen, und um 4.15 Uhr ging der Shuttle zum Flughafen. Im Flugzeug habe ich ein bisschen geschlafen, das war's", erzählte Samuel Soramies von den Augsburger Panthern und kaute auf einer Butterbreze herum, die der DEB für den Empfang geordert hatte. Der Stürmer berichtete von einer Achterbahn der Gefühle. "Irgendwie ist man megastolz und hat ja was erreicht. Auf der anderen Seite hat man eben gerade ein Finale verloren. Am Anfang waren alle sehr down, aber mit der Zeit haben wir gemerkt, was wir da geschafft haben." So schnell sei das in den vergangenen Tagen, in den vergangenen Stunden gegangen, so viele Eindrücke seien auf ihn und die ganze Mannschaft eingeprasselt. Erst das 3:1 gegen die favorisierten Schweizer im Viertelfinale, dann das spektakuläre 4:3 nach Verlängerung gegen die ebenfalls favorisierten US-Amerikaner. Und eben das 2:5 gegen die, natürlich, favorisierten Kanadier. Soramies sagte dann auch den Satz, den es oft zu hören gibt, wenn Außergewöhnliches geschehen ist: "Das wird jetzt erst einmal ein paar Tage dauern, alles zu verarbeiten." Selten war er so passend. 

Ein paar Meter weiter stand Bundestrainer Kreis und wirkte, als sei er mit dem Verarbeiten der Eindrücke schon ein bisschen weiter. Fantastisch sei der Empfang in München, sagte er mit einem müden Lächeln in die Fernsehkameras, die sich um ihn drängten. Selten, dass Eishockey derart im Rampenlicht steht, noch dazu an einem Wochenende, das doch eigentlich der FC Bayern beherrschte. Wie kurz die Nacht gewesen sei, fragte ein Reporter gerade, als die Blaskapelle begann, einen Marsch zu intonieren. Kreis grinste noch ein bisschen breiter, wippte kaum merklich im Takt mit und antwortete, dass er sich zwischen all den Feiern und der Rückreise ein halbes Stündchen habe hinlegen können. 

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Bundestrainer Kreis lobt den Zusammenhalt innerhalb der Nationalmannschaft

Dann ging es darum, wie denn das Ergebnis nun einzuordnen ist. Ein wenig enttäuscht seien alle nach der Niederlage gegen Kanada gewesen, sagte Kreis. "Aber allmählich realisiert man, was man erreicht hat. Ich denke, dass die Freude über diese Vizeweltmeisterschaft bald überwiegen wird." Vor allem ihr Zusammenhalt habe die deutsche Mannschaft ausgezeichnet. "Sie hatte auch immer den Glauben an sich gehabt, unheimlich viel Vertrauen in sich und das Spielsystem. Das hat uns durch das ganze Turnier getragen." 

Langsam leert sich die Vorhalle. Hektisch laufen Flugreisende durch die goldenen Konfetti. Die Mitarbeiterinnen rollen den Teppich wieder ein. Zwei Bundespolizisten mit Maschinenpistole patrouillieren vorbei. Die Teller mit den Butterbrezen sind leer geräumt. "Jetzt erst einmal Urlaub", sagt Soramies noch. Ausruhen, abschalten, Kopf freibekommen. Dann steht auch schon das Sommertraining in Augsburg an. Vorbereitung auf die neue Saison. An deren Ende auch wieder eine WM steht. 

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