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So sehe ich die WM

07.05.2015

Dennis Endras: Freundin ist da, aber ich bleibe Benedikt treu

Dennis Endras steht bei der WM im Tor der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft.
Bild: Peter Steffen (dpa)

Dennis Endras mit seinem eigenen Blick auf die WM. Heute: Tschechische Extrawürste und die schwierige Wahl zwischen Kollegen und Freundin.

"Auch für uns Profis ist so eine Weltmeisterschaft eine ganz eigene Welt. So sind alle Mannschaften, bis auf die Tschechen, in einem Hotel untergebracht, etwa zehn Gehminuten von der O2-World entfernt. Wahrscheinlich wollen sie ihren Heimvorteil noch mehr nutzen. Ich habe mal einen Taxler gefragt, wo die Gastgeber wohnen, aber er hat es nicht gewusst.

Dass alle anderen in nur einem Gebäude untergebracht sind, ist selten, aber das Clarion ist ja auch ein Riesenbau. Dadurch, dass jede Mannschaft zu unterschiedlichen Zeiten trainiert und spielt, sieht man die Sportler anderer Nationen nicht so oft. Gegessen wird aber zusammen im riesigen Speisesaal.

Wir haben einen eigenen Konferenzraum, den wir vor den Spielen zur Taktikbesprechung und danach für Analysen nutzen. Hier findet auch jeden Morgen ein Bodycheck mit Wiegen, Sprung- und Dehnübungen statt.

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Besonders das Wiegen ist interessant, weil wir in der warmen Halle unglaublich viel Schwitzen. So überprüft man, ob wir genügend trinken. Nach dem Spiel ist die komplette Ausrüstung patschnass und obwohl ich wirklich viel in mich hineinschütte, wiege ich nach einem Match zweieinhalb Kilo weniger.

Meine Freundin Lisa ist am gestrigen Mittwoch hier in Prag eingetroffen. Ich habe mit ihr im Hotel eingecheckt und wir waren zusammen Essen. Sie ist natürlich in einem nahe liegenden Hotel untergebracht – ich bleibe meinem Zimmerpartner Benedikt Kohl aber treu. Wir kennen uns aus gemeinsamen Zeiten bei den Augsburger Panthern.

Worauf ich mich auch freue: am Samstag kommen meine Eltern und sie bleiben bis Montag.

Sportlich erwarten uns ganz dicke Brocken. Gegen die Schweden wird es wohl genauso so schwer wie am Sonntag gegen Gastgeber Tschechien. Auf solche Auftritte freut man sich als Profi: gegen den WM-Gastgeber mit dem überragenden Jaromir Jagr vor ausverkaufter Halle mit 17300 Zuschauern auflaufen. Und natürlich wollen wir uns da ordentlich präsentieren und ein gutes Spiel abliefern."

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