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DEL

01.10.2020

Verschiebt die Eishockey-Liga ihren Start erneut?

Am Freitag will die DEL beratschlagen, ob die Eishockey-Saison wie geplant beginnen kann.
Bild: Siegfried Kerpf

Am Freitag will die DEL beratschlagen, ob die Saison wie geplant beginnen kann. Vieles spricht allerdings schon jetzt dafür, dass es am 13. November nicht losgeht.

Starten oder warten, das ist die spannende Frage im Eishockey. Die Deutsche Eishockey-Liga hatte sich selbst eine Frist bis zum Freitag gesetzt, um zu entscheiden, ob die Saison wie geplant am 13. November beginnen kann. Die meisten Klubs, darunter auch die Augsburger Panther, haben ihre Mannschaft in den Monaten August und September komplett in Kurzarbeit geschickt. Sollte die Spielzeit am 13. November beginnen, dann müssten die Profis ab Oktober wieder ihre Arbeit aufnehmen. Die Vorbereitungszeit wird in Deutschland mit sechs Wochen angesetzt. In Nordamerika trainieren die Profis üblicherweise länger individuell und die Teams kommen erst kurz vor den ersten Punktspielen zusammen.

Augsburger Panther geben sich zurückhaltend

Unter den gegeben Bedingungen ist für die Mehrheit der 14 Klubs ein Spielbetrieb jedoch „wirtschaftlich nicht darstellbar“, sagt Lothar Sigl, Hauptgesellschafter der Augsburger Panther. Vorerst bis Ende Oktober dürfen nur 20 Prozent der Zuschauerkapazität bei Sportveranstaltungen genutzt werden. In Berlin gilt bis Ende des Jahres, dass lediglich höchstens 1000 Fans in die Hallen dürfen. Die DEL bat die Politik um Unterstützung. Rund 60 Millionen Euro für alle 14 Klubs seien nötig, um den Spielbetrieb sicherzustellen.

Nun deutet sich eine weitere Verschiebung des Saisonstarts als wahrscheinlichste Option an. Ligenchef Gernot Tripcke schließt diese Möglichkeit nicht aus. Das Problem: Irgendwie müssen die Klubs ihre 52 Hauptrundenspieltage in die Zeit bis Mitte Mai 2021 quetschen. Dann beginnt die Vorbereitung auf die WM (ab 21. Mai) in Lettland und Belarus.

DEL-Ligenleiter Gernot Tripcke kann sich eine Verschiebung des Saisonstarts in den Dezember vorstellen.
Bild: Uwe Anspach, dpa

Die Lage in der DEL ist nicht einheitlich

Da die TV-Einnahmen verschwindend gering sind, benötigen die meisten Klubs die Einnahmen aus Ticketverkauf und Catering der 26 Heimspiele. Allerdings ist die Lage in der deutschen Eliteklasse nicht einheitlich. Der EHC München mit dem Großsponsor Red Bull im Rücken, Wolfsburg mit dem Volkswagen-Konzern als Geldgeber und offenbar auch Bremerhaven mit der Stadt als Sportförderer könnten auch unter den jetzigen Bedingungen beginnen. In München trainiert der komplette Kader seit Wochen und der EHC hat bereits mehrere Testspiele bestritten. Doch die Mehrzahl der DEL-Mitglieder hat die Saisonvorbereitung noch nicht gestartet. Da offensichtlich die Politik keine klaren Signale an die Profiliga senden konnte oder wollte, wird nun über neue Starttermine diskutiert. Der 11. oder 18. Dezember sind im Gespräch. Möglich scheint auch eine Modusänderung. Ziel wird es sein, die Zahl der Punktspiele möglichst hoch zu halten, da garantierte Heimspiele mehr Planungssicherheit geben als Play-offs.

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