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Augsburger Panther

10.01.2020

3:1 gegen Schwenningen: Panther sind mittendrin im Rennen um die Play-offs

Die Augsburger Panther haben im Rennen um die Play-offs einen wichtigen Sieg errungen. Adam Payerl setzt sich hier gegen einen Gegenspieler der Schwenninger Wild Wings durch.
Bild: Siegfried Kerpf

Gegen Schwenningen gelingt Augsburg ein hoch verdienter 3:1-Sieg. Schon vor dem ersten Drittel gab es eine gute Nachricht.

Der Kampf um die Teilnahme an den Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wird zum Krimi. Mittendrin: die Augsburger Panther. Sie gewannen am Freitagabend 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) gegen Tabellenschlusslicht Schwenningen und verteidigten damit Platz zehn, der zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen würde. Punktgleich Elfter ist Nürnberg, das nach acht Niederlagen in Folge gegen Krefeld gewann. Wolfsburg als Neunter hat drei Punkte Vorsprung. Eine Niederlage der Panther hätte in dieser Konstellation einen herben Rückschlag bedeutet. So aber herrschte Feierstimmung unter den 6179 Zuschauern im erneut ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion. 

Highlight des Abends: Olivier Roy verlängert seinen Vertrag beim AEV

Das hatte auch mit dem ersten Highlight des Abends zu tun, das ein paar Minuten vor dem Spiel auf dem Videowürfel zu sehen war. Die Medienabteilung der Panther zeigte dort die fünf besten Paraden der Saison von Panther-Torwart Olivier Roy. Ungewöhnlich. Vorsichtiger Applaus von den Rängen. Dann tauchte eine Hand auf, die ein Schriftwerk unterzeichnete. Es dauerte kurz, bis die Bedeutung klar war, dann brandete Jubel auf.

Olivier Roy hat seinen Vertrag verlängert - und bleibt eine weitere Saison in Augsburg. Unter der Woche hatte der Kanadier schon betont, dass er gerne bleiben würde. Er sagte: "Es wäre großartig, in Augsburg zu bleiben." Die Verhandlungen zwischen seinem Berater und Panther-Boss Lothar Sigl liefen aber noch. Am Freitag hatte das Warten ein Ende.

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Auffällig in all dem Jubel aber auch: Als der Stadionsprecher kurz darauf den Trainer Tray Tuomie vorstellte, übertönten Pfiffe den Beifall. Um es vorweg zu nehmen: Es waren die einzigen Unmutsbekundungen des Abends (ausgenommen die unvermeidlichen gegen die Unparteiischen). 

Auf diese Panther-Spieler muss Tray Tuomie derzeit verzichten

Personell musste Tuomie gegen Schwenningen auf den angeschlagenen Steffen Tölzer und den erkrankten Thomas Holzmann verzichten. Wieder auf dem Eis standen Daniel Schmölz und Henry Haase. Mitch Callahan dagegen war am Freitag am Knie operiert worden, für ihn ist die Saison beendet. In seiner Karriere hat der Stürmer bereits einen Kreuzbandriss erlitten und längerer Zeit pausieren müssen. „Ich war schon einmal an diesem Punkt und bin zurück gekommen“, hatte er vor kurzem auf Instagram gepostet und angekündigt, dass er auch diesmal das Comeback schaffen werde.

Zunächst aber musste er aus dem Krankenbett dabei zusehen, wie seine Kollegen ein bärenstarkes erstes Drittel gegen Schwenningen spielten. In Unterzahl brachte Thomas J. Trevelyan die Panther nach einem schnellen Konter mit 1:0 in Führung (6.). War dieser Treffer schon sehenswert, lieferte Adam Payerl kurz darauf einen Beitrag aus der Kategorie „hohe Eishockeykunst“. Durch die Beine spielte er den Puck auf engstem Raum alleredelst zurück zu Schmölz, der ohne Mühe auf 2:0 erhöhte (15.).

So überlegen die Panther waren, sie kamen nicht ohne Gegentreffer in die erste Pause. Troy Bourke brachte die Gäste auf 1:2 heran (17.).

Simon Sezemsky gelingt im zweiten Drittel der 3:1-Treffer

Das zweite Drittel konnte nicht halten, was das erste hatte erhoffen lassen. Schwenningen schaffte es jetzt besser, die Augsburger Kombinationen zu stören. Es bedurfte des gröberen Bestecks. Experte dafür ist Simon Sezemsky. Mit einem satten Schlagschuss erhöhte er auf 3:1 (35.). Es war der zehnte Saisontreffer des Allgäuers, der erste bei numerischer Gleichheit. Vorher hatte der Verteidiger stets in Überzahl getroffen.

Im letzten Drittel änderte sich nichts mehr an den Kräfteverhältnissen. Augsburg brachte den Sieg sicher über die Zeit - und ist mitten drin im Kampf um de Play-offs.

Augsburg Roy - Valentine, Sezemsky; Rogl, Lamb; Haase, McNeill - Hafenrichter, LeBlanc, Schmölz; Kosmachuk, Gill, Payerl; Trevelyan, Stieler, Fraser; Mayenschein, Ullmann, Sternheimer; Lambacher

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