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Augsburger Panther

12.02.2020

AEV-Abwehrchef Brady Lamb: "Mein Manager spricht mit mehreren Klubs"

Was ist dran an den Gerüchten um Brady Lamb und die Kölner Haie?
Bild: Ulrich Wagner

Plus Bleibt Brady Lamb beim AEV? Im Interview spricht der 31-Jährige über die Köln-Gerüchte, die anstehende Auswärtsreise mit dem AEV und seine neue Rolle als Vater.

Hinter Brady Lamb liegen aufregende Tage: Am 5. Februar wurden er und seine Frau Lizz Eltern eines kleinen Sohnes - es ist das erste Kind des Paares. Unterdessen halten sich die Spekulationen darüber, dass Ex-Trainer Mike Stewart seinen einstigen Führungsspieler zu den Kölner Haien holen möchte. Aus sportlicher Sicht geht es für die Augsburger Panther nach der Länderspielpause mit dem Auswärtsspiel in Düsseldorf weiter. Im Interview spricht der Kanadier über seine Zukunftsplanung.

Gratulation, Sie sind vor wenigen Tagen Vater geworden, Ihre Frau Lizz hat Sohn Callaghan Earl am vergangenen Mittwoch zur Welt gebracht, genau in der Länderspielpause. Wer ist für das perfekte Timing verantwortlich?

Brady Lamb: Das war Callaghan selbst. Eigentlich hätte er jetzt am Dienstag kommen sollen, genau am Abreisetag zu unserer viertägigen Auswärtsfahrt nach Düsseldorf und Bremerhaven. Das hätte schwierig werden können. Aber so konnte ich bei der Geburt dabei sein, viel Zeit mit meinem Sohn verbringen und die beiden entspannt aus der Klinik nach Hause bringen. Meine Schwiegermutter ist hier und hilft uns ein wenig. Das war ein perfektes Timing, um Vater zu werden.

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Wie viel Schlaf haben Sie in den vergangenen Nächten bekommen?

Lamb: Natürlich ist es nachts etwas turbulenter, aber wir bekommen viel Hilfe und es ist okay.

Wie gut sind Sie im Windeln wechseln?

Lamb: Das müssen andere beurteilen, aber ja, das ist mein Job. Nachdem Lizz jetzt für das Füttern zuständig ist und das Baby mit ihrer Hilfe auch besser einschläft, übernehme ich so oft es geht das Windeln wechseln.

TOR: Olivier Roy steht auch in der kommenden Saison für die Panther im Tor. Der AEV sicherte sich mit der Vertagsverlängerung eine starke Nummer eins im Tor.
11 Bilder
Der bisherige AEV-Kader für die Saison 2020/21
Bild: Siegfried Kerpf

Jetzt also volle Konzentration auf den Endspurt in der Deutschen Eishockey-Liga. Wie viele der zehn noch ausstehenden Partien müssen die Panther gewinnen, um sicher die Play-offs zu erreichen?

Lamb: Das ist in dieser Saisonphase schwierig vorherzusagen, weil alle Mannschaften noch verbissener um jeden Zentimeter Eis, um jeden Punkt kämpfen. Wenn wir zwei Drittel der möglichen Punkte einfahren sollten, also 20 von 30, dann sollten wir in der K. o.-Phase dabei sein. Im Augenblick sind wir auf dem zehnten Platz, also in den Play-offs. Wir haben es selbst in der Hand und das ist im Augenblick das Wichtigste. Wenn wir da anknüpfen, wo wir vor der Länderspielpause waren, das wäre sehr hilfreich.

Die Kölner Haie mit dem ehemaligen AEV-Trainer Mike Stewart liegen bereits sieben Punkte hinter den Panthern. Wie beurteilen Sie die Serie von 13 Niederlagen am Stück des direkt hinter Ihnen liegenden Play-off-Konkurrenten?

Lamb: Die Kölner haben vor dem Jahreswechsel bewiesen, dass sie gewinnen können, und lagen deutlich vor uns. Ihre Schwächephase hilft uns, deswegen werde ich mich nicht beschweren. Aber wir schauen nicht auf unsere Kontrahenten, sondern auf uns.

Was erwartet die Mannschaft am Mittwoch bei der Düsseldorfer EG?

Lamb: Wir hatten eine gute Rivalität mit ihnen im Play-off-Viertelfinale der vergangenen Saison. Sie spielen ein offensives Eishockey. Das müssen wir versuchen zu stoppen und selbst kreativ agieren.

Gegen Bremerhaven kommen die Panther in dieser Saison nicht zurecht, alle bisherigen drei Duelle gewann das Team von Trainer Thomas Popiesch. Warum sind die Norddeutschen so schwer zu knacken?

Lamb: Sie haben keine festgelegte Struktur in ihrem Spiel und agieren sehr kreativ. Jeder übernimmt bei ihnen fast jede Aufgabe. Das macht es jedem Gegner schwer, aber ich hoffe, dass wir sie dieses Mal packen.

T. J. Trevelyan (Mitte) und Marco Sternheimer (rechts) haben schon ihre Verträge verlängert - was ist mit Brady Lamb?
Bild: Ulrich Wagner

Die Panther geben im Drei-Tage-Rhythmus Vertragsverlängerungen bekannt. Wie sieht Ihre sportliche Zukunft aus?

Lamb: Ich warte noch ab und schaue mich um. Mein Fokus im Augenblick liegt darauf, mit der Mannschaft in die Play-offs einzuziehen. Je besser wir als Team abschneiden, desto besser ist es für jeden einzelnen Spieler. Entweder man verlängert seinen Vertrag oder schließt einen neuen ab.

Was ist an den Gerüchten dran, dass Sie zu ihrem Ex-Trainer Mike Stewart nach Köln wechseln?

Lamb: Ich weiß davon. Freunde haben mir Screenshots von entsprechenden Artikeln geschickt. Ich kann dazu nichts sagen, weiß auch nicht, woher das kommt. Ich habe bisher nirgendwo unterschrieben.

Mit wie vielen anderen Klubs spricht Ihr Manager?

Lamb: Konkret kann ich dazu nichts sagen. Er spricht mit mehreren Klubs und sieht sich um, wo mein Marktwert ist. Das ist sein Job.

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