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AEV
15.11.2016

Augsburger Panther entzaubern Wolfsburg

Adrian Grygiel (Mitte) bringt den Puck nicht an Wolfsburgs Torhüter Sebastian Vogl vorbei.
Foto: Siegfried Kerpf

Die Augsburger liefern beim 3:0-Sieg eine ihrer besten Saisonleistungen ab. Darüber hinaus haben sie sich noch einiges einfallen lassen, um das Publikum ins Stadion zu locken.

So sieht normalerweise der Albtraum eines DEL-Kassierers aus. Ein Heimspiel am Dienstag im November und dann mit den Grizzlys Wolfsburg ein Gegner, dessen Zugkraft weit entfernt ist vom Leistungsvermögen der Mannschaft. Das VW-Werksteam gehört zur Elite der Eishockey-Liga, entfaltet jedoch kaum Sogwirkung auf das zahlende Publikum. Die Augsburger Panther hatten die Partie deshalb zur Happy Hockey Hour erklärt, und Studenten sowie Schüler zum Sonderpreis ins Curt-Frenzel-Stadion gelockt. Zusätzlich waren die Nachwuchsspieler des AEV von der Profi-Abteilung eingeladen worden, weil am heutigen Mittwoch schulfrei ist.

Die Zuschauerzahl (4110) konnte sich deshalb sehen lassen, doch auch die Leistung der Augsburger war überaus ansprechend. Mit einer der besten Saisondarbietungen und einem 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) entzauberte das Team von Trainer Mike Stewart eine Spitzenmannschaft mit bislang nahezu makelloser Auswärtsbilanz.

"Boutins Beinverletzung nicht so schlimm"

Dabei mussten die Panther, die bislang fast immer ihren kompletten Kader zur Verfügung hatten, am Dienstag auf ihren angeschlagenen Torhüter Jonathan Boutin verzichten. Ersatzmann Ben Meisner agierte fehlerlos. „Boutins Beinverletzung ist nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet“, gab Sportmanager Duanne Moeser vorsichtige Entwarnung.

Sein Team begann gegen die Niedersachsen eindrucksvoll. Bereits im ersten Überzahlspiel traf Evan Trupp zum 1:0 (4. Minute). Die Panther agierten druckvoll und scheibensicher im Powerplay. Der einzige Haken: ihnen gelang im ersten Drittel nicht der zweite Treffer.

Der zweite Abschnitt begann mit dem frühen Aus eines der beiden Hauptschiedsrichter. Lars Brüggemann ging verletzt vom Eis, Kollege Willi Schimm führte die Partie zusammen mit den beiden Linienrichtern fort.

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Wolfsburg drängte, Augsburg kämpfte aufopferungsvoll

Augsburg bewies Effektivität: Nach einem schönen Pass von Derek Dinger lenkte Gabe Guentzel die Scheibe zum 2:0 ins Tor (25.). „Wenn wir unser Spiel weiter so durchziehen, gehen wir als Sieger vom Eis“, war sich Angreifer Alexander Polaczek nach 40 Minuten sicher, während Wolfsburg-Trainer Pavel Gross mit den Unparteiischen diskutierte.

Es blieb spannend – auch weil Schiedsrichter Schimm in der 47. Minute einen Panther-Treffer von Michael Davies nicht anerkannte, weil er das Spiel zuvor unterbrochen hatte. Wolfsburg drängte, Augsburg kämpfte aufopferungsvoll und 13 Sekunden vor Schluss traf Mark Cundari zum 3:0 ins leere Wolfsburger Tor.

Augsburger Panther Meisner – Lamb, Rekis, Cundari, Tölzer, Guentzel, Dinger, Valentine – Thiel, Polaczek, Grygiel; Parkes, Leblanc, Holzmann; Hafenrichter, Stieler, Davies; Hanowski, Trupp, Trevelyan

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17.11.2016

Die Studentenaktion war eine tolle Idee der Pantherverantwortlichen. Mit 4110 Zuschauern hätte ich trotz dieser Aktion nicht (und ohne Aktion schon gar nicht) gerechnet. Trotzdem bleiben hier Verbesserungsvorschläge und wünsche übrig, die man der Panther GmbH aber sicher in einer kurzen Email erklären kann. Zum Spiel selbst: Das war beste Werbung fürs Eishockey, und obendrein doch wichtig für die Tabellensituation. Gewinnst du jetzt morgen noch gegen Schwenningen, hast du aus den letzten 4 Begegnungen 9 Punkte geholt und bist absolut im Soll!

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