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AEV
29.03.2019

Nervenschlacht! Panther geben den Sieg gegen Düsseldorf aus der Hand

Augsburgs Trainer Mike Stewart reagierte während der Partie fassunglos: Die Panther verloren in der Overtime gegen Düsseldorf.
Foto: Marius Becker

Die Augsburger Panther führen in Düsseldorf mit 3:1 - unterliegen am Ende aber trotzdem. Am Sonntag geht es in Augsburg nun um alles.

Jubel, Dramatik und am Ende eine bittere Niederlage. Über 300 Eishockey-Fans aus Augsburg hatten Düsseldorf angesteuert, um das sechste Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft zwischen der Düsseldorfer EG und den Augsburger Panthern live zu sehen. Die Anhänger bekamen hochklassigen Eishockey ohne ein glückliches Ende geboten. In der Verlängerung setzte sich die DEG mit 4:3 (2:0, 1:1, 0:2, 1:0) durch. Torjäger Jaedon Descheneau mit drei Treffern war der entscheidende Mann. Damit steht es 3:3 in der Best-of-Seven-Serie und am Sonntag folgt das siebte und entscheidende Match im Curt-Frenzel-Stadion. Sollten die Panther erstmals seit 2010 ins Halbfinale einziehen, heißt der Gegner EHC München. Der deutsche Meister setzte sich gegen Berlin durch.

Die Augsburger Panther hatten gegen Düsseldorf einen perfekten Start

Einen perfekten Start legten die Augsburger im ISS Dome hin. Bereits das zweite Überzahlspiel nutzte Matt Fraser nach einer traumhaften Vorlage von David Stieler zum 1:0 in der sechsten Minute. Der Tscheche mit deutschem Pass entwickelt sich zu einem Premium-Play-off-Profi, schließlich war es bereits sein sechster Scorerpunkt. Ein Stimmungskiller in der mit lediglich 8534 Zuschauern lange nicht ausverkauften Halle war das 0:2. LeBlanc eroberte hinter dem Tor von DEG-Schlussmann Mathias Niederberger die Scheibe, kurvte vor den Kasten und drückte im Liegen einen Nachschuss über die Linie.

Im Curt-Frenzel-Stadion verfolgten rund 1000 Zuschauer das Spiel der Panther gegen Düsseldorf auf der Großbildleinwand.
Foto: Siegfried Kerpf

Düsseldorf drängte in Überzahl und checkte härter als bisher, doch Augsburg hielt dagegen und blockte wie immer viele Pucks. Einen Kracher auf die Füße musste AEV-Verteidiger Scott Valentine wegstecken. Der Kanadier fuhr in der 18. Minute humpelnd auf die Bank, doch die Nummer 22 schnürte den Schlittschuhe nicht auf, um den Knöchel keine Chance zu geben anzuschwellen, sondern kam schnell wieder.

AEV: Düsseldorf war schon fast geschlagen, kam aber zurück

Im zweiten Drittel fischte zunächst der überragende AEV-Keeper Olivier Roy nach einem Alleingang von DEG-Torjäger Jaedon Descheneau den Puck sicher aus der Luft. Doch einen Konter später stöpselte der Kanadier den Puck irgendwie zum 1:2 (32.) über die Linie. Augsburg wackelte nun und einen Welle nach der anderen rollte auf Torhüter Olivier Roy zu. Auf der anderen Seite checkte DEG-Stürmer John Henrion den Augsburger Christoph Ullmann eigentlich viel zu spät. Ullmann blieb benommen liegen und musste mit einer Trage vom Eis gefahren werden. Ullmann hatte die Zunge verschluckt und war zwischenzeitlich bewusstlos. Kurze Zeit später ging es dem Ex-Nationalspieler zwar wieder besser, er wurde aber trotzdem ins Krankenhaus eingeliefert.

Augsburgs Sahir Gill l und Steffen Tölzer sehen nach dem verletzten Christoph Ullmann.
Foto: Marius Becker, dpa

Für Henrion war das Match mit fünf Strafminuten plus einer Spieldauerstrafe ebenfalls beendet. Die folgende Überzahl nutzte Brady Lamb mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zu 3:1 (36.). Auch im Curt-Frenzel-Stadion jubelten über 1000 Fans. Der DEL-Klub übertrug das Match auf Großbildleinwand als besonderen Service für die Anhänger, die nicht ins Rheinland reisen konnten.

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Im letzten Drittel feuerten die AEV-Anhänger pausenlos ihr Team an. Alexander Barta verkürzte auf 2:3 (50.) und 52 Sekunden vor Schluss glich erneut Descheneau zum 3:3 aus. Der Mannschaft von Harold Kreis gelang das gleiche Kunststück wie den Augsburgern in Spiel fünf einen 1:3-Rückstand in der eigenen Halle aufzuholen. Es ging ins vierte Drittel und in der Verlängerung traf wieder Descheneau nach nur 36 Sekunden. Den Kanadier konnten die Augsburger nie komplett ausschalten.

Die Panther traten nach dem Spiel nicht gleich die Heimreise an, sondern übernachteten in Düsseldorf, um am Samstag mit dem Flugzeug nach Hause zu fliegen. "Damit wir besser regenerieren können und fit sind für Spiel sieben", sagte Panther-Teammanager Duanne Moeser. Das entscheidende Play-off-Spiel wird am Sonntag laut AEV erst um 16.30 Uhr beginnen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.03.2019

Trotz allem ein geiler Ausflug nach Düsseldorf. Super Stimmung im Bus, auch wenn s ein paar Tränchen gab.
Jetzt schiessen wir die DEG halt morgen raus. Kämpfen und siegen AEV !!!!

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29.03.2019

Dejà-vu, kann ich da nur sagen. Genau so unglaublich, wie im Spiel davor. Da ist eben Eishockey. Du weißt bis zur letzten Sekunde nicht, wie's läuft. Hoffentlich kriegen die Jungs vom AEV den Kopf bis zum Sonntag wieder frei!

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