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Augsburger Panther

05.02.2021

AEV-Stürmer Alex Lambacher gelingt Tor-Premiere

Abklatschen mit den Teamkollegen: Alex Lambacher erzielte seinen ersten Treffer für die Augsburger Panther.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Im 30. DEL-Einsatz für die Augsburger Panther trifft Alex Lambacher erstmals. Auch in der italienischen Nationalmannschaft hat der Südtiroler eine spezielle Aufgabe.

Alexander Lambacher nimmt einen langen Anlauf bis zu seiner Premiere. In seinem 30. DEL-Spiel für die Panther durfte sich der Stürmer über seinen ersten Treffer im Augsburger Dress freuen. Sieben Einsätze in der Champions Hockey League stehen ebenfalls in seiner Statistik. Aber in dem europäischen Wettbewerb der vergangenen Saison steht noch eine Null hinter seinem Namen. Gegen Mannheim war es so weit. Nach dem Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen die Adler Mannheim klatschte der Südtiroler die Mannschaftskollegen ab und freute sich nach dem Duschen. „Es war schon wie verhext und wurde langsam Zeit, dass das Ding mal reingeht. Jetzt hat es endlich geklappt.“

Augsburger Panther führen komfortabel 3:0 gegen die Adler Mannheim

Im Duell mit dem Titelfavoriten lief es nicht nur für den Mann mit der Rückennummer 63 anfangs perfekt. Nach den Treffern von Daniel Kristo, David Stieler und Lambacher hatten die Gastgeber scheinbar komfortabel mit 3:0 geführt. Doch die Mannschaft von Pavel Gross kämpfte, checkte und spielte sich wieder heran. Nach Toren von Ben Smith (2) und Valentino Klos stand es in der 59. Minute 3:3.

Anders als im ersten Duell, das die Adler in Augsburg mit 4:3 nach Verlängerung für sich entschieden hatten, erwischten die Panther jetzt das bessere Ende. Im Doppelpass mit AEV-Spielgestalter Drew LeBlanc erzielte Spencer Abbott den 4:3-Siegtreffer in der Overtime . Bei Lambacher bleibt nicht nur die Erleichterung über das Ende der Durststrecke, sondern die Gewissheit, eine, wenn nicht sogar die stärkste Mannschaft der Deutschen Eishockey-Liga besiegt zu haben.

20.12.2020, Bayern, München: Eishockey: DEL, EHC Red Bull München - Augsburger Panther, Hauptrunde, Hauptrunde-Partien, 1. Spieltag im Olympia-Eissportzentrum. Alex Lambacher von Augsburg l und Mark Voakes von München im Zweikampf um den Puck. Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Matthias Balk

„Mannheim zählt jedes Jahr zu den besten Teams in Deutschland. Sie spielen körperlich sehr hart und haben einige Maschinen im Team“, sagt der Stürmer über seinen Ex-Klub, für den er in der Saison 2017/18 in der Liga debütiert und in fünf Einsätzen sein erstes DEL-Tor erzielt hatte. Mit „Maschinen“ meint der AEV-Angreifer den Ex-Nationalverteidiger Dennis Reul, der 112 Kilo auf eine Körpergröße von 1,93 Meter verteilt. Stürmer David Wolf (1,89 Meter) ist ebenfalls für seine harten Checks bekannt.

Die Panther hielten dagegen. Das war auch die Aufgabe des 1,91 Meter großen Lambacher. Der 24-Jährige spielt seine zweite Saison in Augsburg und kommt auch deshalb erst auf 30. Einsätze, weil er in der vergangenen Spielzeit als überzähliger Stürmer einige Male zusehen musste oder verletzt war. Der in Brixen geborene und im Grödnertal aufgewachsene Italiener führt meist die vierte Reihe an, die zuvorderst eine Aufgabe hat: Die Null muss stehen.

Stürmer der Augsburger Panther Alex Lambacher nahm an zwei Weltmeisterschaften teil

„Natürlich wollen auch wir nach vorne arbeiten, wie die anderen Reihen. Aber zuerst einmal sollen wir den anderen Linien Luft verschaffen“, schildert Lambacher den Auftrag seiner Formation. In der italienischen Nationalmannschaft hat der Angreifer den gleichen Job – erst einmal Tore verhindern. „Defensivstürmer“ nennen das die Eishockey-Experten. Entsprechend steht nach zwei WM-Teilnahmen und 13 Einsätzen für die Azzurri noch eine Null in Lambachers Scorerwertung.

Abklatschen mit den Teamkollegen: Stürmer Alex Lambacher erzielte seinen ersten Treffer für die Augsburger Panther.
Bild: Siegfried Kerpf

Die nächste Gelegenheit, das zu ändern, könnte sich im Frühjahr bieten, wenn Italien bei der WM in Lettland unter anderem mit Deutschland in einer Gruppe spielt. Sofern die WM, die am 21. Mai starten soll, tatsächlich stattfindet. Seine Nationalmannschaftskollegen hat der Südtiroler jedenfalls lange nicht gesehen, da Lehrgänge oder auch die Olympia-Qualifikation wegen der Corona-Pandemie gestrichen wurden.

Zunächst will sich Lambacher bei den Panthern etablieren. In der aktuellen Saison verpasste der Mittelstürmer erst eine Partie. Am Sonntag in Schwenningen (Spielbeginn 17 Uhr/ live in Magentasport) soll er wieder die vierte Reihe anführen. Gegen die Wild Wings warten die Panther nach zwei Duellen (2:3 und 0:4) noch auf den ersten Saisonsieg. Der erste Torerfolg gibt Lambacher Auftrieb. Und: Wer dem Spitzenteam Mannheim die Stirn bietet, sollte auch dem Tabellenvierten Punkte abknöpfen können.

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