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Eishockey

12.03.2021

AEV-Torwart Kickert: "Jeder Fehler wird sofort bestraft"

Kassierte in seinem ersten Spiel für die Augsburger Panther gleich fünf Gegentore: Neuzugang David Kickert.
Foto: Siegfried Kerpf

Plus Torwart David Kickert erlebte gegen Schwenningen eine DEL-Premiere der unangenehmeren Art. 0:5 unterlagen die Augsburger Panther und präsentierten sich vor allem im Mitteldrittel erschreckend schwach.

So richtig fassen konnten sie es nicht, was da gerade passiert war. 0:5 hatten die Augsburger Panther am Donnerstag gegen Schwenningen verloren. Vor allem im Mitteldrittel war die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie chancenlos. Und das im Duell gegen einen direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze. Die Defensive geriet ein ums andere Mal ins Schwimmen, Schwenningen präsentierte sich läuferisch überlegen.

Österreichs Nationaltowart David Kickert: "Das war ein guter Welcome-to-the-league-Moment"

Leidtragender war Panther-Torwart David Kickert, denn der hätte sich seine Premiere in der DEL sicherlich anders vorgestellt. Erstmals hatte der Neuzugang aus Österreich spielen dürfen, Markus Keller bekam eine Pause. An der klaren Niederlage konnte aber auch Kickert nichts ändern. Tuomie war denn auch zufrieden mit dessen Leistung. Die Situation sei schwierig gewesen, gegen eine starke Schwenninger Mannschaft. "Er hat seine Arbeit im Großen und Ganzen gut gemacht. Sicherlich hätte er gerne den ein oder anderen gehabt. Aber es war eine gute Erfahrung für ihn und wir werden ihn den Rest der Saison brauchen", sagte Tuomie.

Am Tag danach hatte Kickert selbst die Ereignisse des Donnerstagabends schon einigermaßen verarbeitet. "Ich würde sagen, das war ein guter Welcome-to-the-league-Moment. Ich habe auf jeden Fall gleich einmal gemerkt, dass jeder Fehler sofort bestraft wird. Ob das jetzt ein Mannschaftsfehler ist oder einer von mir", sagte der österreichische Nationaltorwart.

Kickert über die deutsche Liga: "Ich habe mir das Niveau hier nicht so vorgestellt"

Aus solchen Spielen müsse man aber den Lerneffekt mitnehmen und sich fragen: Was kann man das nächste Mal besser machen. Der Unterschied zur österreichischen Liga sei deutlich größer, als er das gedacht habe. "Ich habe mir das Niveau hier ehrlich gesagt nicht so vorgestellt." Vor dem Tor sei viel mehr Verkehr, was die Sicht für ihn als Torwart natürlich stark beeinträchtige. Am Freitagvormittag habe man das Spiel im Videostudium mit den Trainern aufgearbeitet. Kickert: "Ich muss wirklich lange warten und versuchen, die Sicht aufrechtzuerhalten, weil man sonst keine Chance hat." Das betrifft vor allem Situationen, in denen die Gegner von der blauen Linie schießen, während sich vor dem Torwart jede Menge Menschen aus beiden Teams tummeln. Gegnerische Stürmer wollen dort die Scheibe abfälschen, die eigenen Verteidiger genau das verhindern. "Ich muss auf meine Schnelligkeit vertrauen und nicht zu früh schon Entscheidungen treffen."

Als nächstes geht es für den AEV nach Mannheim zum deutschen Meister

Kickert war erst vor kurzem aus Linz, das in der ersten österreichischen Liga spielt, zu den Panthern gewechselt. Der Grund dafür war, dass Augsburgs Stammtorwart Olivier Roy mit einer schweren Knieverletzung länger ausfällt. In Augsburg will er die Chance nutzen, um sich für weitere Engagements in der DEL zu empfehlen. Wann er das nächste Mal Gelegenheit dazu bekommt, war am Freitag noch nicht bekannt. Die Entscheidung darüber trifft Tuomie immer erst am Tag vor dem nächsten Spiel. Das findet am Sonntag um 14.30 Uhr in Mannheim statt. In der Halle der derzeit besten Mannschaft aus der Süd-Gruppe also. Von der Spitzenposition sind die Adler vor dem Beginn der Duelle gegen die Teams aus dem Norden nicht mehr zu vertreiben. Die bisherigen drei Partien zwischen Augsburg und Mannheim waren aber allesamt eng. Zweimal gewann der deutsche Meister (4:3 nach Verlängerung und 21:1), dann die Panther (4:3 nach Verlängerung). Vor allem die Leistung in der siegreichen Partie war allerdings mit der aus dem Schwenningen-Spiel nicht zu vergleichen.

Das Hauptproblem der Panther ist immer noch das Powerplay

Vor allem das Hauptproblem ist immer noch das gleiche: Das Powerplay funktioniert nicht. Auch gegen Schwenningen verstrichen alle vier Überzahlsituationen ungenutzt. In der DEL-Statistik zieren die Panther weiterhin die letzte Position mit einer Erfolgsquote von gerade mal 9,47 Prozent. Selbst Nürnberg, das eine desolate Saison spielt, bringt es auf 13,58 Prozent. Spitzenreiter ist Bremerhaven, das 31,82 Prozent seiner Powerplays in Tore verwandelt.

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12.03.2021

Immerhin hat Nürnberg "das eine desolate Saison spielt" gegen die Augsburger Panther, 8 von 12 möglichen Punkten geholt ;-)

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