Newsticker

WHO: Steigende Coronazahlen sind kein Anzeichen für zweite Welle
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. Augsburger Panther
  5. AEV-Torwart Markus Keller: "Ich will endlich gewinnen"

Augsburger Panther

29.11.2019

AEV-Torwart Markus Keller: "Ich will endlich gewinnen"

So grimmig wie in dieser Szene sieht Markus Keller selten drein.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Der Schlussmann erlebt eine Saison mit Höhepunkten in der Champions League und Tiefen in der Liga. Wo der 30-Jährige die Schwächen sieht.

Nachdem die Stürmer ihre zusätzliche Schieß-Einheit auf ihren Torwart absolviert haben, stapft Markus Keller am Donnerstagmittag vom Eis. Verschwitzt und abgekämpft geht der 30-Jährige in Richtung Umkleide. Nachdem er seine Gittermaske abgenommen hat, lächelt er wie so oft. Die positive Lebenseinstellung kann dem Eishockey-Torwart keiner nehmen. Keller verzichtet auf eine Leichenbittermiene, auch wenn die Panther in der Krise stecken. "Wir stehen nicht auf dem Tabellenplatz, auf dem wir sein wollen. Und die Ergebnisse zuletzt mit dem 3:4 nach Verlängerung gegen Bremerhaven und dem 0:4 in Berlin haben auch nicht gepasst", sagt der Schlussmann. Doch noch sei genügend Eishockey zu spielen. "Zum Glück ist alles noch eng beieinander", sagt der Mann mit der Nummer 35.

In beiden AEV-Spielen am Wochenende wird die Nummer zwei auf jeden Fall das Panther-Tor hüten. Stammkeeper Olivier Roy konnte wegen seiner Muskelverletzung an den Adduktoren die ganze Woche über nicht auf dem Eis trainieren. Der Ersatzmann ist deshalb gesetzt. Keller spürt den Druck, aber in erster Linie freut sich der gebürtige Augsburger auf seinen Einsatz. Sein sehnlichster Wunsch: "Ich will endlich gewinnen. In der DEL bin ich in dieser Saison noch ohne Sieg." Wie die gesamte Mannschaft zeigt auch der Schlussmann bislang zwei Gesichter. In der Champions Hockey League (CHL) überzeugte Keller und führte sein Team zweimal zum Sieg. In der Liga sind seine Statistiken so schlecht, dass er die Werte derzeit ignoriert.

Minimalziel für Augsburger Panther bleibt der zehnte Platz

Die Panther rangieren nach 21 Spieltagen mit 22 Punkten auf Platz elf. Minimalziel bleibt der zehnte Platz, den die Wolfsburger belegen. Zum Tabellenneunten Bremerhaven mit 30 Punkten klafft bereits eine Lücke. Doch so weit nach oben will Keller nicht blicken, sondern auf die sportlichen Aufgaben am Wochenende, und die sind herausfordernd genug. Am Freitag um 19.30 Uhr tritt der AEV bei den Nürnberg Ice Tigers an. Am Sonntag um 16.30 Uhr kommt der EHC Red Bull München ins Curt-Frenzel-Stadion.

Während die Oberbayern wie erwartet in der DEL Spitze sind und auf den Überraschungs-Zweiten Straubing bereits zehn Punkte Vorsprung haben, verwundert der Höhenflug der Franken ein wenig. Vor der Saison kündigte Geldgeber Thomas Sabo seinen Rückzug nach der aktuellen Spielzeit an. Der Schmuckdesigner hat offenbar keine große Freude mehr an seinem teuren Spielzeug. Der Etat wurde bereits heruntergefahren.

Seitdem geht die Sorge um, dass sich eines von nur noch sechs verbliebenen Gründungsmitgliedern der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) neben Augsburg, Mannheim, Köln, Eisbären Berlin und Krefeld bald aus der Eliteklasse verabschieden könnte. Zwar kündigte Nürnbergs Geschäftsführer Wolfgang Gastner in dieser Woche an, dass die Tigers auch in der Saison 2020/21 der DEL angehören werden, doch hinter den Kulissen herrscht zumindest eine gewisse Anspannung. Die Mannschaft lässt sich von den Diskussionen um die Zukunft nicht verunsichern und legt eine bislang starke Saison hin.

AEV gewinnt das erste Duell gegen Nürnberg 5:1

Während die Panther nur einen Erfolg in den vergangenen sieben Spielen feierten, legten die Tigers eine Serie von vier Siegen hin. Das erste Saisonduell der bayerischen Klubs entschieden die Panther für sich. Nach Treffern von Drew LeBlanc, Thomas J. Trevelyan, Brady Lamb, Daniel Schmölz und David Stieler feierte der AEV Mitte Oktober mit 5:1 seinen höchsten Saisonsieg.

Markus Keller schaut allerdings nicht so sehr auf den Gegner. Er nennt einige Schwachstellen und fordert mehr Konzentration auf den eigenen Auftritt: "Mal kassieren wir zu viel Tore in Unterzahl, dann tun wir uns beim Toreschießen schwer. Wir spielen zu selten unser Panther-Hockey, das uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat. Da müssen wir wieder hin", sagt die Nummer zwei, die am Wochenende gesetzt ist.

Lesen Sie dazu auch: Auch dank der Panther: DEL erhält wohl zusätzlichen CHL-Platz

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren