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Augsburger Panther

24.01.2020

AEV-Verteidiger Rogl kam nur durch Zufall zum Eishockey

Das 1:0 in Köln war ein besonderer Treffer für Panther-Verteidiger John Rogl.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Erst in seinem 121. Spiel schoss John Rogl sein erste DEL-Tor. Während der 23-Jährige zu Beginn seiner AEV-Karriere nur selten auf dem Eis stand, sieht man ihn nun immer häufiger.

In der Umkleide der Kölner Lanxess-Arena muntern die Teamkollegen John Rogl vor Spielbeginn auf: „Komm, jetzt mach endlich dein erstes Tor.“ Wird ja auch Zeit. 120 Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga hat der baumlange Abwehrspieler für München, Mannheim und Augsburg absolviert, aber noch nie ein Tor geschossen. In der 14. Minute zieht der Defensivspezialist per Handgelenkschuss von links außen ab und die Scheibe landet zum 1:0 im Netz. Es ist nur einer von bislang 102 Saisontreffern der Panther, doch für den AEV-Verteidiger seine lange herbeigesehnte Premiere. „Klar habe ich mich gefreut. Es ist aber auch Zeit geworden, dass es endlich geklappt hat“, blickt der Verteidiger zurück. Die Augsburger siegen am Ende mit 3:2 in Köln.

AEV-Spieler Rogl: Landshuter Mayenschein ist sein bester Kumpel

Nach seinem 121. DEL-Einsatz steht keine Null mehr in der Torstatistik. Als Verteidiger sieht sich Rogl nicht unter Druck, das sei bei seinem besten Freund Jakob Mayenschein anders: „Der war immer schon ein Knipser, aber jetzt ist er auf der Suche nach seinem Torriecher“, erzählt Rogl. Mayenschein wartet noch auf seine Torpremiere im AEV-Dress. In der Jugend des EV Landshut spielten die beiden Niederbayern zusammen, jetzt im Curt-Frenzel-Stadion wieder. Während Mayenschein im Sommer 2019 aus München kam, spielt Rogl bereits seine zweite Saison in Augsburg. Es sei ein gute Entscheidung gewesen: „Ich bekomme immer mehr Eiszeit und versuche das Vertrauen des Trainers zu rechtfertigen.“

Seine Maße sind beeindruckend: 1,95 Meter, 100 Kilo. International geht der Trend schon lange zu den Hünen. Die Nummer 28 der Panther erzählt warum: „Mit meinen langen Armen und dem langen Schläger habe ich eine enorme Reichweite.“ Und seine Masse ist nicht so leicht aus dem Weg zu räumen. Die Riesen auf Kufen sollten allerdings auch wendig sein, wenn sie beispielsweise auf Supertechniker wie Drew LeBlanc treffen. „Da kann die Größe zum Nachteil werden. Denn LeBlanc macht 80 Drehungen und du kommst nicht hinterher, wenn du einen Wendekreis wie ein Öltanker hast“, übertreibt Rogl ein wenig. Noch hat der Niederbayer aus Gündlkofen bei Landshut Zeit zu reifen. Erst mit 25 oder 26 Jahren gelten Verteidiger als ausgebildet.

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Auch Fußball hat der Panther-Spieler Rogl ausprobiert - für zwei Wochen

Am Anfang steht der Zufall. Der Nachbar nimmt den kleinen John zum Publikumslauf mit und bald faszinieren ihn Puck und Schläger. „Ich habe es zwei Wochen lang mit Fußball probiert, bin aber schnell zum Eishockey zurückgekehrt.“ Er durchläuft die Landshuter Nachwuchsschule. Nach seinem Wechsel 2015 zum EHC München feiert Rogl in seinem DEL-Premierenjahr die deutsche Meisterschaft mit dem Red-Bull-Klub. „Der Titelgewinn war eine coole Erfahrung. Aber der Höhepunkt bisher sind für mich die Play-offs mit den Panthern gegen Düsseldorf und München“, erzählt Rogl, der im vergangenen Jahr zwei Länderspiele mit dem Perspektivteam des Deutschen Eishockey-Bundes für die Olympischen Spiele 2022 bestreitet. Vom EHC über Mannheim führt ihn im Sommer 2018 der Weg nach Augsburg.

AEV-Kapitän Steffen Tölzer fällt gegen Düsseldorf aus

Während Rogl in seinem ersten AEV-Jahr als siebter Verteidiger oft nur sporadisch zum Einsatz kommt, bringt Trainer Tray Tuomie seinen jüngsten und größten Abwehrspieler nun immer öfter. Auch im Heimspiel am Freitag gegen die Düsseldorfer EG zählt der Niederbayer zu den drei Verteidigerpaaren, auch weil Kapitän Steffen Tölzer verletzt ausfällt. Das Duell mit der DEG weckt bei den AEV-Fans Erinnerungen an die packende Viertelfinal-Serie der vergangenen Saison. Der 23-Jährige blickt nur nach vorne: „Für uns ist das abgehakt. Wir brauchen die Punkte gegen Düsseldorf.“ Seine sportliche Zukunft ist noch offen, Vertragsgespräche mit den Panthern haben noch nicht stattgefunden.

Immerhin hat sich das Thema Torpremiere erledigt. Den Puck aus Köln hat Teamkollege Adam Payerl verwahrt, um den Hartgummi zu beschriften. „Und den Schläger, mit dem ich mein erstes DEL-Tor geschossen habe, den hebe ich mir gut auf.“

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