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Augsburger Panther

20.02.2020

AEV-Verteidiger Simon Sezemsky: "Das Wichtigste ist Play-off-Eishockey"

Die teilweise artistische Direktabnahme von Simon Sezemsky ist gefürchtet. 13 seiner bisher 15 Saisontore erzielte der AEV-Verteidiger in Überzahl.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Simon Sezemsky vom AEV spricht im Interview über den nächsten Gegner, seine Treffsicherheit und den dicht gedrängten Spielplan, der nur für drei Dinge im Leben Zeit lässt.

Sie haben mit den Augsburger Panthern am Dienstagabend nach den Toren von Scott Kosmachuk und ihrem Überzahltreffer zum 2:2 bis zur 58. Minute ein Unentschieden gehalten und am Ende doch mit 2:5 verloren. Woran hat es gelegen, dass es nicht zu einem oder mehreren Punkten in Nürnberg gereicht hat?

Sezemsky: Klar hat uns das späte 3:2 durch Patrick Reimer in der 58. Minute zumindest den sicheren Punkt gekostet, der uns in die Verlängerung gebracht hätte. Die beiden Treffer ins leere Tor waren dann nur noch die Dreingabe. Aber wir haben vor dem 3:2 zu viele Chancen liegen gelassen um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Schon vom Eröffnungsbully weg hatten wir die ersten Chancen und hätten schnell zwei Tore schießen können. Das rächt sich hintenraus. In Überzahl haben wir auch zu viele Möglichkeiten ausgelassen. Zwei Tore gegen eine im Sturm so stark besetzte Mannschaft wie Nürnberg zu kassieren ist okay. Damit muss man rechnen.

AEV-Verteidiger Sezemsky: "Punktverluste werden sehr weh tun"

Dabei haben die Panther zuletzt in Bremerhaven mit dem 6:2 eine ihrer vielleicht besten Auswärts-Leistungen gezeigt...

AEV-Verteidiger Simon Sezemsky: "Das Wichtigste ist Play-off-Eishockey"

Sezemsky: Ja, auch beim 2:4 gegen Wolfsburg haben wir uns nach einem 0:2-Rückstand gut zurückgekämpft. Aber wir tun uns unheimlich schwer, Tore zu schießen. Wenn wir da keinen Weg finden, uns zu verbessern, dann werden uns die Punktverluste sehr weh tun im Kampf um die Play-offs.

Die Panther zählen im Spiel fünf gegen fünf zu den schwächeren DEL-Teams. Woran liegt das?

Sezemsky: Ich finde, dass wir uns gute Chancen erarbeiten. In der Videoanalyse heute hat uns Trainer Tray Tuomie acht Clips gezeigt, in denen wir uns beste Möglichkeiten bei gleicher Spielstärke erarbeitet haben, aber wir haben sie eben nicht verwertet. Ich kann es auch nicht erklären. Wir können nichts anderes machen, als weiter hart zu arbeiten, noch mehr zu schießen, noch mehr Scheiben zum gegnerischen Tor zu bringen. Irgendwann muss ja mal eine reinfallen.

Augsburg liegt mit 62 Punkten auf Rang zehn. Auf den Plätzen davor liegen Wolfsburg, Ingolstadt und Nürnberg mit jeweils 67 Zählern. Sechs Spiele stehen noch aus. War es das mit dem Heimrecht in der ersten Play-off-Runde? Dazu müssten sie zwei Teams überholen und mindestens auf Rang acht landen.

Sezemsky: Nein, das ist noch nicht entschieden. Ein Blick auf den Spielplan verrät, dass uns noch einige harte Brocken erwarten. Aber wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir alle schlagen können. Wir müssen allerdings auch darauf hoffen, dass die direkten Konkurrenten mal ausrutschen. Ob Heimrecht oder nicht: das Wichtigste ist, das wir die Chance auf Play-off-Eishockey bekommen.

Für den AEV-Spieler hat "jedes Spiel Play-off-Charakter"

In der K.-o.-Runde können die Panther, zumindest war das in der vergangenen Saison so, noch eine Schippe drauflegen, oder?

Sezemsky: Das sehe ich genauso. In uns steckt mehr drin, als wir manches Mal zeigen. Trainer Tuomie hat es im Teammeeting heute angesprochen, dass schon jetzt jedes Spiel für uns Play-off-Charakter hat. Wir müssen mit einem absoluten Siegeswillen in die letzten sechs Partien gehen, sonst wird es schwierig.

Der augenblickliche Rhythmus mit drei Partien pro Woche entspricht bereits dem der K.-o.-Phase. Wie gehen sie mit der hohen Belastung um?

Sezemsky: Viel mehr als Essen, Eishockey und Schlafen steht momentan nicht auf dem Plan. Man muss sehen, zwischen den Einsätzen sich zu pflegen und so viel Ruhe wie möglich zu bekommen. Heute hatten wir nur eine freiwillige Eiszeit, jeder darf selbst entscheiden, was er macht.

Was haben Sie gemacht?

Sezemsky: Ich saß für dreißig Minuten auf dem Fahrrad, danach Behandlung und Massage. Jetzt bin ich zu Hause und kümmere mich ein wenig um meinen Sohn Luis.

Das 2:2 gegen Nürnberg war bereits ihr 13. Powerplay-Treffer. Ihre Torgefährlichkeit sollte sich doch allmählich in der Liga herumgesprochen haben oder das ist das nicht zu verteidigen?

Sezemsky: Schwer. Die gegnerische Mannschaft muss sich in so einer Situation entscheiden ob sie mich aus dem Spiel nimmt oder meinen Verteidiger-Kollegen Brady Lamb, sonst spielen wir vor dem Tor beinahe eine Zwei-gegen-Null-Situation. Von wem letztendlich der Schuss kommt, spielt keine Rolle. Wir können beide ordentlich draufhalten. Das 13. Powerplay-Tor freut mich, aber drei Punkte wären mir lieber gewesen.

Wie schätzen sie den nächsten Gegner Berlin ein?

Sezemsky: Die Eisbären stehen auf Platz vier, haben sechs der vergangenen sieben Partien und alle bisherigen drei Duelle gegen uns gewonnen. Berlin wird ein harter Brocken, aber wenn wir die Räume eng machen und mit unseren Fans im Rücken, wird uns der erste Saisonsieg gelingen.

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