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Augsburger Panther

12.09.2019

AEV gegen München - eine große Rivalität geht in die nächste Runde

In München endete für die Panther die vergangene Saison im Play-off-Halbfinale. Über 1000 mitgereiste AEV-Fans feierten ihre Mannschaft trotzdem. Zum Saisonauftakt kommen die Oberbayern nun nach Schwaben.
Bild: Jan Huebner/eduard Martin

Zum DEL-Auftakt erwarten die Panther gleich den EHC München. Die meisten Beteiligten haben noch die beeindruckenden Bilder des Play-off-Halbfinales im Kopf.

Daniel Schmölz hat den Auftakt gemacht. Seine Freundin Cinzia brachte am Montag in Salzburg Sohn Lion zur Welt. In den kommenden Wochen und Monaten blicken mit Brady Lamb, Markus Keller, Sahir Gill und Drew LeBlanc gleich vier weitere Panther-Profis Vaterfreuden entgegen. Als Nächstes ist Torwart Keller dran, der mit seiner Freundin Satu Ende Oktober Nachwuchs erwartet.

Schmölz stand am Donnerstag schon wieder auf dem Eis und absolvierte das Abschlusstraining vor dem DEL-Auftakt am Freitagabend (19.30 Uhr/Sport1) im Curt-Frenzel-Stadion. "Allen geht es gut. Wir sind sehr glücklich", sagte Schmölz nach der Einheit. Den Wechsel vom Kreißsaal zurück in die Kabine hat er problemlos hinbekommen. "Klar schaut man jetzt vielleicht nach dem Training als Erstes aufs Handy, ob alles gut ist. Ansonsten kann ich mich voll auf Eishockey konzentrieren." Seine kleine Familie kommt nächsten Montag aus Salzburg, woher Schmölz’ Freundin stammt, nach Augsburg.

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Am Montag kommt die kleine Familie von Schmölz nach Augsburg

Vorher steht für den Stürmer und seine Kollegen das erste DEL-Wochenende der neuen Saison an. Und der Spielplan will es, dass diese genau dort ansetzt, wo die alte aufgehört hat: mit einem Duell gegen München. Über sieben Partien ging das Halbfinale im April dieses Jahres. Mit 504:46 Minuten war es das längste Play-off-Duell in der Geschichte der DEL. München setzte sich durch, um dann im Finale gegen Mannheim zu verlieren. Das Wort Revanche wollte am Donnerstag niemand bei den Panthern in den Mund nehmen. Aber, sagt Schmölz: "Spiele gegen München sind immer etwas Besonderes. Die wissen wie wir spielen. Wir wissen, wie die spielen. Das wird wieder für alle ein geiles Eishockeyspiel."

München ist gegen den AEV der haushohe Favorit

Dabei sind die Rollen zumindest auf dem Papier klar verteilt: München ist der haushohe Favorit. Das zeigt allein ein Blick auf die Etats, mit denen die beiden Klubs planen. Während Augsburg rund 6,5 Millionen Euro zur Verfügung hat, können die Münchner 15,5 Millionen Euro ausgeben – einem österreichischen Brausehersteller sei Dank. Nur Mannheim hat mit 16 Millionen Euro einen geringfügig höheren Etat. Trotz dieser finanziellen Unterschiede hatten die Augsburger aber in den Play-offs den damals noch amtierenden Meister am Rande einer Niederlage.

Hinter der Bande stand im April auch schon Tray Tuomie, damals noch als Assistent von Cheftrainer Mike Stewart. Letztgenannter ist mittlerweile in Köln, Tuomie wurde bei den Panthern zum Chef befördert. "Die Vorfreude ist riesig", sagt Tuomie. "Auf der DEL liegt unser Fokus." Die vier bislang absolvierten Partien in der Champions Hockey League seien ein willkommener Bonus und eine perfekte Vorbereitung gewesen, "aber diese Türe ist für uns jetzt erst einmal geschlossen. Das lassen wir hinter uns und konzentrieren uns voll auf die DEL."

Sahir Gill (links) und Matt Fraser harmonierten in der Vorbereitung und der CHL bestens.
Bild: Siegfried Kerpf

Sahir Gill und Matt Fraser harmonieren im Panther-Sturm derzeit perfekt

Tuomie nutzte die komplette Vorbereitung dafür, verschiedenste Zusammenstellungen seiner Sturmreihen zu testen. Wie diese gegen München aussehen könnten, verriet Tuomie am Donnerstag natürlich nicht. Sicher ist nur, dass Matt Fraser und Sahir Gill zusammen spielen werden. Die beiden harmonieren perfekt, wovon vor allem Fraser profitiert. In der CHL traf der Torjäger schon sechsmal. "Letztendlich muss jeder mit jedem zusammen spielen können. Aber sicherlich gibt es ein paar Kombinationen, wo die Chemie besonders gut ist", sagte Tuomie. Genau das müssten aber er und sein Assistent Jamie Bartman austesten. "Die Saison hat 52 Spiele. Es wird nicht so sein, dass wir immer mit den gleichen Reihen spielen können."

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27 Bilder
Augsburger Panther: Der AEV-Kader für die Saison 2019/20
Bild: Ulrich Wagner

Wer gegen München im Tor der Panther stehen wird, wollte Tuomie ebenfalls noch nicht verraten. "Ich kann nur sagen, dass wir einen guten Torwart haben werden", sagte er mit einem Schmunzeln. Olivier Roy, die nominelle Nummer eins, scheint aber seine Fingerverletzung auskuriert zu haben. Zumindest absolvierte er am Donnerstag das komplette Training. Am vergangenen Wochenende hatte Keller beide Partien in der CHL absolviert.

Sicher ist, dass der Mann im Panther-Tor gegen München einiges zu tun bekommen wird. "Es ist ein Spiel, in dem wir punkten wollen", sagte Tuomie. Von Revanche wollte aber auch er nicht sprechen. "Es ist nur eines von 52 Spielen." München habe sich punktuell verstärkt und strebe sicherlich an, Mannheim den Titel wieder abzujagen.

EHC-Trainer Don Jackson sorgte zuletzt mit einem Wutausbruch für Schlagzeilen

Das Team aus der Landeshauptstadt hatte ebenfalls einen ausgezeichneten Start in die CHL und führt seine Gruppe mit neun Punkten an. Für Aufsehen sorgte allerdings Trainer Don Jackson mit einem Wutausbruch während des Spiels gegen HC Ambrì-Piotta. Der erfolgreichste Trainer in der DEL-Historie (acht Titel) beschimpfte den Schiedsrichter massiv und wurde vom Sports Disciplinary Board zu zwei CHL-Spielen auf Bewährung und einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt.

Der meist sehr souveräne Jackson ist ein Wiederholungstäter. Obwohl seine Mannschaft vergangene Saison das vierte Play-off-Halbfinale gegen die Panther gerade 2:1 gewonnen hatte, stürmte Jackson auf das Eis. Er beschimpfte die Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Aleksi Rantala, zupfte einen am Ärmel, bis er mit einer deutlichen Geste vom Eis geschickt wurde. Damals hatte der Münchner Trainer 1000 Euro Strafe zahlen müssen.

Hören Sie sich auch unseren Podcast mit dem AEV-Kapitän an: Steffen Tölzer erzählt – über Dorfleben, Faustkämpfe und die CHL

 

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