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Augsburger Panther

25.12.2020

Analyse: AEV-Kapitän Brady Lamb ist jetzt besonders gefragt

In der Abwehr als Abräumer, als Torschütze und als Kapitän in der Kabine – überall ist Verteidiger Brady Lamb (links) gefragt.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die Augsburger Panther starten mit zwei Niederlagen in die Punktrunde. Als Mannschaftsführer ist jetzt der Kanadier Brady Lamb gefordert.

Die meiste Arbeit wartet auf das Trainerteam und den Kapitän, wenn es nicht läuft. Oder zumindest noch nicht, wie bei den Augsburger Panthern in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nach dem 2:3 in München verlor die Mannschaft von Coach Tray Tuomie auch die Heimpremiere im Curt-Frenzel-Stadion gegen Schwenningen mit 2:3.

Immer wieder mussten die Gastgeber einem Rückstand hinterherlaufen. Zunächst glich Dennis Miller zum 1:1 aus, später stellte Brady Lamb auf 2:2. Doch am Ende standen die Augsburger mit leeren Händen vor den leeren Tribünen da. Das letztjährige Schlusslicht aus dem Schwarzwald bot vor allem im dritten Spielabschnitt eine beherzte Vorstellung. „Wir haben uns in die eigene Zone hereindrücken lassen und die Jungs konnten nicht wechseln“, sagte Lamb nach der Schlusssirene und fügte an: „Das hat viel Zeit von der Uhr genommen und uns den Schwung gekostet.“

Brady Lamb: Der 32-jährige Kanadier ist der AEV-Spieler mit der längsten Eiszeit

Lamb ist an allen Ecken gefordert. Mit durchschnittlich 21:18 Minuten ist der 32-Jährige schon wieder der AEV-Profi mit der längsten Eiszeit im Panther-Team. Hinten schubst er Gegner wie lästige Hindernisse in die Bande, vorne glänzt er als Torschütze und nach den Spielen muss der Mann aus Calgary auch noch in der Umkleide die Scheiben an seine Mannschaftskollegen verteilen. Den Spielpuck darf jeder DEL-Neuling, der zum ersten Mal getroffen hat, mit nach Hause nehmen.

AEV-Kapitän Brady Lamb und die Augsburger Panther warten noch auf den ersten Saisonerfolg. Als nächster Gegner wartet Ingolstadt.
Bild: Ulrich Wagner

In München feierte der ehemalige Zweitligastürmer Maximilian Eisenmenger gleich eine zweifache Premiere: erster Treffer im ersten DEL-Match. Gegen Schwenningen hüpfte Dennis Miller nach seiner Tor-Premiere zum 1:1 über das Eis. „Das ist ein gutes Zeichen für unser Team. Die jungen Spieler halten das Tempo hoch. Wir Älteren müssen ihnen manchmal lediglich den Weg weisen und sie führen“, sagt Lamb über die Jugendabteilung bei den Profis.

Auch der finanziellen Not gehorchend – der Saisonetat musste von sieben Millionen auf knapp 2,5 Millionen Euro mehr als halbiert werden – setzt Trainer Tuomie auf den Nachwuchs. Im Sturm wurden lediglich zwei Ausländerlizenzen an Spielmacher Drew LeBlanc aus den USA und den kanadischen Torjäger Adam Payerl vergeben. Der in der vergangenen Saison nur sporadisch eingesetzte Miller und der aus Frankfurt gekommene Maximilian Eisenmenger dürfen regelmäßig aufs Eis und zahlen das Vertrauen mit Toren zurück. Selbst in Überzahl bekommen Eisenmenger wie auch der aus Memmingen gewechselte Samir Kharboutli Verantwortung zugesprochen.

Zudem hat AEV-Eigengewächs Marco Sternheimer, der nicht nur mit seinen bisher zwei Torvorlagen glänzte und Akzente setzte, einen Leistungssprung gemacht. Der 22-jährige Stürmer zeigt immer öfter seine Qualitäten aus den Jugendjahren in der DNL – Übersicht und Torgefahr.

AEV gegen ERC Ingolstadt: Das Duell der Panther in der DEL

Bisher hatte es der AEV mit eingespielten Teams zu tun, München wie auch Schwenningen hatten sich beim Magentasport-Cup vor dem späten Punktspielstart in Form gebracht. Lamb will das nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Das kann nur ein kleiner Teil der Erklärung sein. Wir sind gut in Form. Wir wissen, wie man Hockey spielt. Wir müssen es als Mannschaft nur über die gesamte Spielzeit zusammenbekommen“, sagt der 32-Jährige vor der nächsten Partie am Sonntag um 14.30 Uhr in Ingolstadt. In der Vorbereitung siegte der AEV 1:0 in eigener Halle gegen die Oberbayern und verlor auswärts mit 2:5.

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