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Augsburger Panther
15.08.2021

AEV verliert 0:2 gegen Biel und verpasst sechsten Sieg im Dolomiten-Cup

Die Augsburger Panther hatten im Finale des Dolomiten-Cup gegen den starken EHC Biel das Nachsehen. Der AEV verlor am Ende mit 0:2 gegen die Schweizer.
Foto: Siegfried Kerpf

Die Augsburger Panther haben das Finale des Dolomiten-Cup mit 0:2 gegen den EHC Biel verloren. Pechvogel Trevelyan humpelt in die Umkleide.

Mitte August reist der Panther-Fan bevorzugt über den Brenner. Sein Ziel ist nicht der Gardasee oder Jesol -, nein das beschauliche Städtchen Neumarkt nahe des Kalterer Sees. Denn dort zeigen die Eishockey-Profis seit Jahren ihr mehr oder weniger umgekrempeltes Team beim Dolomitencup.

Selbst als das Turnier 2020 der Corona-Krise zum Opfer fiel, kamen rund 50 AEV-Anhängerinnen und Anhänger auf Einladung von Turnierorganisator Christian Bassani in die Bar der Würth-Arena, um ein spontanes Fest zu feiern. Bier und Burger schmecken auch ohne Eishockey. Der AEV-Fan ist eben eine treue Seele und die Panther-Profis normalerweise höchst erfolgreich.

Augsburger Panther verlieren Finale des Dolomitencup: EHC Biel siegt mit 2:0

Auch bei der 15. Auflage schaffte es die neu formierte Mannschaft von Mark Pederson nach einem 4:1 am Freitag gegen das italienische Nationalteam ins Finale am Sonntag. Und dort kam es zu einem  emotionalen Duell mit dem EHC Biel, der im zweiten Halbfinale am Samstag  den Deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin mit 2:0 bezwungen hatte.

Rückblende: Beide Teams treffen im November 2019 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League in der Schweizer Uhrenstadt aufeinander. Nach 60 Minuten steht es 2:2, Stamm-Torhüter Olivier Roy muss mit einer schmerzhaften Oberschenkel-Verletzung ausgewechselt werden. Auch Ersatzmann Markus Keller hält glänzend, kann jedoch das 3:2 von Biels Star Toni Rajala in der Verlängerung nicht verhindern. Aus, vorbei, die grandiose Reise der Panther und ihrer Fans quer durch Europa ist beendet.

Im Dolomitencup-Finale bot sich die Revanche-Möglichkeit. „Klar haben wir das nicht vergessen“, sagte Torwart Keller, der gegen den Schweizer Spitzenklub seinen ersten Saisoneinsatz bekam. EHC-Star Rajala sowie vier weitere Stammkräfte fehlten dem EHC am Sonntag wegen Verletzungen. Fünf Talente aus dem gewohnt starken Schweizer Nachwuchs schlossen die Lücken problemlos. Es entwickelte sich ein verbissenes Match, das der EHC Biel mit 2:0 (2:0, 0:0, 0:0) verdient gewann. Die Augsburger verpassten ihren sechsten Cup-Erfolg bei dem international wie immer stark besetzten Turnier.

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EHC Biel gegen Augsburger Panther: Harte Checks und ein humpelnder Pechvogel

Beide Mannschaften gingen kompromisslos zur Sache. AEV-Verteidiger Scott Valentine, der neben Lamb wieder die härtesten Checks fuhr, landete bereits in der dritten Minute eine rechte Gerade ansatzlos am Kinn eines Schweizers. Und durfte gleich vier Minuten lang zuschauen. Insgesamt leisteten sich die Panther zu viele Strafen, die Biel humorlos bestrafte. Gaeten Haas traf nach gerade abgelaufener Überzahl zum 1:0. Yannick Rathgeb legte im Powerplay zum 2:0 nach. Augsburgs Verteidiger Henry Haase fasste das Auftaktdrittel zusammen: „Die Bieler sind technisch sehr stark und wir haben unsere Powerplays nicht genutzt.“ In Überzahl kamen die Augsburger nur schwer in den Belagerungszustand. Zwingende Abschlüsse hatten Seltenheitswert, denn Biel ließ den AEV nur von den Außenpositionen abziehen.

Im zweiten Drittel stellten Chef Pederson und seinen Assistent Pierre Beaulieu ihr Team besser ein. Das hieß vor allem: mehr und schneller Schlittschuhlaufen. Auch half, dass die Augsburger kaum noch die Strafbank besuchten. Der Abschnitt verlief ausgeglichen. Michael Clarke hatte die beste Chance für den AEV auf der Kelle, traf den Puck aber nicht voll. Auch Henry Haase zog aus guter Position ab. Bitter für die Panther: In der 24. Minute rutschte T. J. Trevelyan mit den Füßen voraus mit Höchstgeschwindigkeit in die Bande und humpelte wenige Minuten später mit lädierten rechten Bein in die Umkleide. Im zweiten Saisonmatch hat es den Pechvogel der vergangenen Jahre wieder erwischt.

Im letzten Abschnitt mühten sich die Panther nach Kräften, aber Biel blieb kompakt und konzentriert auch im zweiten Match innerhalb von 24 Stunden. Der EHC gewann das Turnier. Der AEV-Kapitän Drew LeBlanc erhielt als Zweiter ebenfalls einen Pokal, was rund 350 Panther-Fans unter den 600 Zuschauern mit Gesängen feierten. Die Anhänger sind schon aus nichtigeren Anlässen nach Neumarkt gereist.

Die Übersicht zum Dolomitencup: Das waren die Spiele der Augsburger Panther

Halbfinale 1 Augsburger Panther -Italien 4:1

Halbfinale 2 EHC Biel - Eisbären Berlin 2:0

Spiel um Platz drei Eisbären Berlin - Italien 4:1

Finale Augsburger Panther - EHC Biel 0:2 (0:2, 0:0, 0:0)

Aufstellung des AEV Keller - Valentine, Lamb; Rogl, Bergman; Haase, Graham; McClure, LeBlanc, Payerl; Clarke, Campbell, Nehring; Trevelyan, Stieler, Kharboutli; Magnus Eisenmenger, Max Eisenmenger; Sternheimer; Miller Tore 0:1 (12.) Haas, 0:2 (14.) Rathgeb

Zuschauer: 600 | Strafminuten 16 -16

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