Newsticker

US-Forscher: Weltweit eine Million Corona-Tote seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. Augsburger Panther
  5. Augsburger Panther: Ein Sieg mit Schattenseiten

Eishockey

19.10.2009

Augsburger Panther: Ein Sieg mit Schattenseiten

Manager Max Fedra
Bild: Ulrich Wagner

Normalerweise müsste bei den Panthern die Welt mehr als in Ordnung sein. Vier Siege in Folge, DEL-Platz vier - Augsburger Eishockeyherz, was willst du mehr? Trotzdem ist Manager Max Fedra sauer. Von Peter Deininger

"Sicher spielen wir besser als zu erwarten war", gibt Manager Max Fedra zu. Aber seine betont leise Stimme lässt darauf schließen, dass es in ihm brodelt. "Ich bin sauer", gibt er zu. "Da feiern wir Siege am laufenden Band und es kommen gegen Krefeld gerade mal 3100 Zuschauer." Vielleicht lag es am Wetter. "Das hat manchen möglicherweise davon abgehalten, aus dem Haus zu gehen", vermutet Fedra. Auch das FCA-Heimspiel einige Stunden zuvor kann ein Grund gewesen sein.

Einige der Profikicker sahen als Zuschauer das 5:1 der Panther. "So eindeutig wie das Ergebnis war das Spiel nicht. Wenn es dumm läuft, können wir im ersten Drittel mit 0:3 in Rückstand geraten", bremst der Panther-Geschäftsführer die Euphorie. "Wir haben im Backchecking einige falsche Entscheidungen getroffen", heißt das im Fachjargon von Trainer Larry Mitchell. Beide Mannschaften stürmten munter drauflos. 34:29 hieß die Schuss-Statistik. Während die Krefelder Pinguine selbst das leere Tor verfehlten, hatten die Panther mehr Erfolg im Abschluss.

Vor allem Connor James trifft derzeit nach Belieben. "Ich habe selten einen so lauffreudigen Spieler wie ihn gesehen. Er scheint überhaupt nicht müde zu werden", ist der Trainer mit seinem Angriff sehr zufrieden. "Die Mischung stimmt", freute sich Mitchell, dem nur eine Szene die Laune verdarb. Es stand bereits 5:1, als Schiedsrichter Georg Jablukov Panther-Angreifer Colin Murphy in die Kabine schickte. Ein Linienrichter hatte einen Stockstich des Kanadiers gesehen. "Sie sollen sich um ihre Aufgaben kümmern und sich nicht in die Arbeit des Schiedsrichters einmischen", kritisierte Mitchell.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Er sieht seinen Angreifer nicht als Täter, sondern als Zielscheibe. "Viele Gegenspieler machen regelrecht Jagd auf ihn." Sie wollen Murphy provozieren, dem aus Übersee der Ruf des Raubeins vorauseilt. Im Internet sind Videos seiner Schlagfertigkeit zu bewundern. "In der DEL hat er sich bisher vorbildlich verhalten", betont der Panther-Trainer und rückte auch am Sonntag nicht von seiner Meinung ab. "Das war kein Stockstich." Aber Murphy ist am Freitag in Hannover gesperrt und zwingt den Panther-Trainer zum Umbau seines Teams. Wie die Panther-Formationen aussehen werden, hängt davon ab, ob sich Florian Kettemer gesund meldet. Der Verteidiger konnte wegen einer Gehirnerschütterung in den vergangenen Tagen nicht trainieren.

Am Wochenende wäre wohl jeder Panther gerne im Einsatz. Denn am Sonntag hat sich der deutsche Meister Eisbären Berlin samt dem Fernsehsender Sky angesagt. Spielbeginn ist um 14.30 Uhr. Schönes Wetter könnte für die TV-Übertragung Probleme bringen. "Mir ist egal, ob wir die Sonne im Rücken haben. Hauptsache die Fans stehen hinter uns", so die Priorität von Mitchell.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren