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Warum AEV-Stürmer T. J. Trevelyan gegen den Strom schwimmt

Kommentar Von Andreas Kornes
30.10.2018

Im Eishockey geht es nicht nur auf dem Eis schnell. Auch das Personal wird in Windeseile ausgetauscht. Die Treue von einzelnen Spielern ist etwas besonderes.

Eishockey ist nicht nur auf dem Eis eine extrem schnelle Sportart. Fast genauso schnell wechseln die Profis die Arbeitgeber. Nicht wenige haben am Ende der Karriere ein halbes Dutzend Klubs abgeklappert. Dafür gibt es zwei Gründe: Die einen werden aussortiert, die anderen weggekauft.

In Augsburg hat Variante zwei eine lange Tradition. Die besten Spieler werden von der finanzstarken Konkurrenz abgeworben. Panther-Boss Lothar Sigl hat längst aufgehört, sich darüber zu ärgern. So ist das Geschäft, pflegt er dann zu sagen.

Trevelyan lässt auch keine Verletzung aus

Die Fans sehen das etwas anders. Sie honorieren es, wenn Spieler ihrem Verein die Treue halten. Dass diese Treue oft auch mit dem Fehlen von Alternativen zu tun hat, ist unerheblich. Thomas J. Trevelyan, seit 2011 ein Panther, hat sich längst den Ehrentitel Publikumsliebling verdient – weil er immer geblieben ist. Weil er immer mit maximalem Einsatz spielt. Weil er bis zur letzten Sekunde ackert. Weil er dem Verletzungspech stets getrotzt hat.

Rein sportlich betrachtet gibt es bessere. Möglicherweise hat der Stürmer seine besten Zeiten schon hinter sich. Es war vermutlich nicht die blanke Willkür, als ihm die Panther-Verantwortlichen keine Ausländerlizenz mehr geben wollten. Trotzdem ist Trevelyan wichtig für den Klub. Er dient den Fans als Identifikationsfigur. Allzu viele gibt es davon nicht.

Marco Sternheimer als Augsburger Eigengewächs könnte in diese Rolle hineinwachsen. Zuletzt bekam er allerdings wenig Gelegenheit dazu. Mit der Rückkehr Trevelyans verringerte sich seine Eiszeit gegen Köln rapide.

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