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Augsburger Panther
13.08.2021

Wie viele Fans dürfen ins Eisstadion? AEV hofft auf Signal aus München

Testlauf auf der Osttribüne des Curt-Frenzel-Stadions: 546 Besucher sahen das erste Eistraining der Panther. Noch ist völlig offen, wie viele Besucher zum Heimspielauftakt am 17. September in die Halle kommen dürfen.
Foto: Ulrich Wagner

Die Augsburger Panther warten gespannt, wie viele Zuschauer bei DEL-Spielen ins Curt-Frenzel-Stadion dürfen. Eine bestimmte Auslastung wäre überlebensnotwendig.

Mit 546 Fans meldeten die Panther das erste Eistraining, das erste Eishockey-Ereignis seit eineinhalb Jahren vor Zuschauern, als „ausverkauft“. Allerdings hatte der Klub lediglich auf der Ostseite die Tribünen geöffnet. Mit entsprechendem Abstand passen nicht mehr Besucher in das Curt-Frenzel-Stadion. Die spannende Frage lautet: Wie viele Fans dürfen zum Heimauftakt in der Deutschen Eishockey-Liga am 17. September gegen die Iserlohn Roosters in die Eishalle? Auf eine konkrete Zahl kann und will sich Leonardo Conti zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen. „Wir versuchen verantwortungsbewusst und mit Blick auf die Gesundheit unserer Besucher so viele Leute wie möglich ins Stadion bekommen“, sagt der Prokurist des DEL-Klubs. Dabei wäre eine bestimmte Auslastung überlebensnotwendig.

DEL-Spiele im Curt-Frenzel-Stadion: Sind 5000 Zuschauer möglich?

Die Ministerpräsidenten-Konferenz zu Wochenbeginn habe wenig konkrete Regeln für Veranstaltungen in Hallen gebracht, sagt AEV-Prokurist Conti. „Ich interpretiere das Ergebnis so, dass 5000 Zuschauer zu unseren Spielen kommen können“, sagt Conti. Ein Beschluss besagt, dass bei Sport-Großevents ab 5000 Zuschauern die maximale Besucherzahl bei 50 Prozent liegt.

Aber: Gilt das nur für die Fußball-Bundesliga oder auch bei Veranstaltungen in Hallen? Außerdem ist die Verunsicherung riesig, weil jedes Bundesland die Vorgaben aus Berlin anders interpretiert und eigene Regeln vorgibt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist bekannt für seinen rigiden Anti-Corona-Kurs. Söder sieht eine Debatte heraufziehen, ob manche Veranstaltung bald nur noch für 2G, also Geimpfte und Genesene, statt für 3G (Geimpfte, Genesene und Getestete) zugänglich sein dürfen.

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln will nur noch 2G-Zuschauer einlassen. Conti ist kein Freund des Kölner Wegs: „Damit spaltet man die Gesellschaft. Es gibt sinnvolle Konzepte für alle Besucher, ohne eine Gruppe benachteiligen zu müssen.“ Für Conti ist ebenso wichtig, dass eine bestimmte Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern nicht mehr der entscheidende Indikator für schärfere Regeln ist, sondern die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten und der Impffortschritt ebenfalls berücksichtigt werden.

Ohne Fans im Stadion bekommen die Augsburger Panther Probleme

Die Panther hatten bereits vor einem Jahr Pläne für einen beschränkten Zutritt ins Curt-Frenzel-Stadion ausgearbeitet, inklusive einer möglichen Überbauung der Stehwälle mit Sitzplätzen. Es folgte der komplette Zuschauerausschluss und eine verkürzte Saison in leeren Hallen. Dazu darf es nicht wieder kommen, weil sonst Pleiten drohen.

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Das bekräftigte Hauptgesellschafter Lothar Sigl im Interview mit unserer Zeitung: „Wenn im Herbst keine Fans kommen dürfen und die Saison so läuft wie die letzte, dann wird rund ein Dutzend Klubs in massive Schwierigkeiten geraten.“ Die Panther mit eingeschlossen. Mit leeren Hallen rechnet – im Augenblick – niemand. Doch entscheidend ist die zugelassene Zahl im Curt-Frenzel-Stadion mit einer Kapazität von 6179. Die Panther benötigen eine Auslastung von rund 50 Prozent, um zumindest alle Dauerkarten-Kunden und Logen-Mieter einlassen zu können. Leo Conti verweist auf eine „ordentliche Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr“ in der Halle. Zudem steht der Klub seit langem in engem Kontakt mit dem Augsburger Gesundheitsamt, um die bestehenden Konzepte zu verfeinern.

Gebannter Blick nach München: Was macht Bayerns Regierung?

Das erste und einzige Test-Heimspiel am 27. August gegen den DEL-Aufsteiger Bietigheim Steelers wird wohl noch „ein Testlauf mit anderen Regeln“, sagt der Panther-Prokurist. Gespannt blickt nicht nur Conti nach München, wo die Bayerische Staatsregierung Anfang kommender Woche verkünden will, wie die Bonner Beschlüsse in Bayern ausgelegt werden. „Dann werden wir hoffentlich klarer sehen“, sagt der ehemalige Nationaltorhüter. Doch die Ungewissheit dürfte in der neuen Saison zum ständigen und gefürchteten Begleiter werden.

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