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AEV

28.10.2018

Augsburger Panther feiern Sieg gegen Köln - und ein Comeback

Beim 4:1-Erfolg der Augsburger gegen die Kölner Haie absolvierte Publikumsliebling Thomas J. Trevelyan sein erstes Saisonspiel.
Bild: Siegfried Kerpf

Beim 4:1-Erfolg der Augsburger gegen die Kölner Haie steht vor allem ein Publikumsliebling im Blickpunkt: Thomas J. Trevelyan absolvierte sein erstes Saisonspiel.

Es war mühsam, gegen Ende auch wenig ansehnlich, aber es war ein Sieg: Augsburg gewinnt verdient gegen die Kölner Haie mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) und bleibt Tabellenfünfter der Deutschen Eishockey Liga. Der Sieg rundete ab, was die Fans schon seit Tagen herbei gesehnt hatten: Publikumsliebling Thomas J. Trevelyan stand zum ersten Mal in dieser Saison in einem DEL-Spiel auf dem Eis - und wurde von den 5527 Zuschauern begeistert begrüßt.

AEV-Stürmer Trevelyan hatte sich im letzten Vorbereitungsspiel die Mittelhand gebrochen

Im letzten Vorbereitungsspiel gegen Linz hatte sich der Stürmer, der seit sieben Jahren in Augsburg spielt, die Mittelhand gebrochen. Die Verletzung verheilte planmäßig. Viel schwerer vorherzusagen war dagegen, wann Trevelyan den deutschen Pass bekommen würde. Beantragt hatte er ihn schon vor Monaten und alle dafür erforderlichen Bedingungen inklusive Sprachtests erfüllt. Dann allerdings kam die Bürokratie auf der anderen Seite des Atlantiks ins Spiel. Die kanadischen Behörden müssen den 34-Jährigen aus der Staatsangehörigkeit seines Geburtslandes entlassen. Ein Vorgang, dessen Dauer völlig offen ist. Sicher war nur, dass die Panther für Trevelyan keine Ausländerlizenz mehr vergeben.

Am vergangenen Donnerstag dann die frohe Kunde: Trevelyan ist ab sofort deutscher Staatsbürger. Gegen München musste er am Freitag noch zuschauen, gegen Köln durfte er an der Seite von Drew LeBlanc und Thomas Holzmann ran. Mit dem ersten Treffer des Tages hatte er allerdings nichts zu tun. LeBlanc staubte einen Abpraller zum 1:0 für die Gastgeber ab (4.). Augsburg dominierte in der Folge, verpasste es aber nachzulegen. Selbst beste Chancen wurden teils kläglich vergeben. Ein Schuss LeBlancs blieb auf der Linie liegen. Köln wirkte vor allem in der Defensive nicht immer sattelfest. Markus Keller, der im Tor der Panther stand, hatte vergleichsweise wenig Arbeit. Umso überraschender fiel der Ausgleich. Kai Hospelt stocherte den Puck zum 1:1 über die Linie (20.).

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Panther-Profis ließen letzten Durchgang eher ruhig angehen

Das zweite Drittel fügte sich zunächst nahtlos in das Bild ein. Überzahl? Schwach. Selbst 50 Sekunden fünf-gegen-drei verstrichen weitgehend ereignislos. Dann aber hatte Hans Detsch einen genialen Moment, passte wunderbar quer und Matt White traf zum 2:1 (30.). Als Matt Fraser zweieinhalb Minuten später auf 3:1 erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen. Köln fiel wenig ein, den Rückstand noch zu drehen.

Das dachten sich wohl auch die Panther-Profis und ließen den letzten Durchgang eher ruhig angehen. Köln dominierte, ohne sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Die Augsburger Mischung aus Phlegma und Abgezocktheit hielt dem, was die Haie als Schlussoffensive bezeichnen würden, stand. Besonders ansehnlich war das nicht mehr, dafür aber erfolgreich. Scott Valentine sorgte kurz vor Ende mit dem 4:1 ins leere Kölner Tor für den Schlusspunkt.
Und Trevelyan? Feierte ein unauffälliges Comeback - durfte sich nach der Schlusssirene aber dennoch von den Fans feiern lassen.

Augsburg Keller - Lamb, Valentine; McNeill, Rekis; Sezemsky, Haase, Rogl - Holzmann, LeBlanc, Trevelyan; Payerl, Gill, Fraser; Schmölz, Ullmann, Hafenrichter; Detsch, Sternheimer, White

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