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Augsburger Panther

16.12.2020

Augsburger Panther gewinnen die Generalprobe in Nürnberg

Augsburgs Neuzugang Wade Bergman (rechts im hellen Trikot) konnte sich mit einem Treffer und einer Vorlage beim 4:3 der Panther in Nürnberg gut in Szene setzen.
Bild: ISPFD

Im letzten Test sieht der AEV nach Penaltyschießen in Nürnberg. Spielentscheidend sind ein starker Torhüter Roy und ein bereits gut funktionierendes Überzahlspiel.

Die Panther scheinen bereit. Vier Tage vor Ihrem Auftaktspiel in der Deutschen Eishockey Liga ( DEL) siegten die Augsburger mit 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen in Nürnberg. Immer wieder holten die Gäste einen Rückstand auf und hatten am Ende etwas mehr Glück, als Jaroslav Hafenrichter den entscheidenden Penalty versenkte.

Eine der vielleicht wichtigsten Erkenntnisse für Toumie, der in seiner Trainerkarriere bereits in Nürnberg an der Bande gestanden hatte: Auf seine Nummer eins im Tor ist Verlass. Trotz der Gegentreffer überzeugte Olivier Roy. Bereits in der vergangenen Spielzeit war der Frankokanadier mit einer Fangquote von über 92 Prozent – ein überdurchschnittlicher Wert – eine zentrale Figur im AEV-Kader gewesen. Nach erst 81 Testminuten musste der Kanadier den Puck zum ersten Mal aus dem eigenen Netz holen. Beim 1:0-Heimerfolg gegen den ERC Ingolstadt hatte der 29-Jährige seinen Kasten sauber gehalten.

Den Start hatten die Augsburger Panthern in Nürnberg verschlafen

Im ersten Abschnitt verließen sich die Panther zu sehr auf Roy. Nürnberg hatte mehr vom Spiel. Sportmanager Duanne Moeser monierte einen verschlafenen Start: „Wir müssen uns selbst motivieren, niemand wird uns anschreien. Heute hat es gedauert, bis wir unsere Beine gefunden haben.“ Noch ist die Geisterkulisse ohne Fans für die Profis offenbar gewöhnungsbedürftig. Nach dem ersten Wechsel tat sich etwas auch auf dem Videowürfel. Brad Pollock erzielte das 1:0 in der 21. Minute für die Franken. Nürnberg machte Druck, leistete sich jedoch immer wieder Strafzeiten. Die Gäste kamen immer wieder zu Überzahl-Chancen. Ein ums andere Mal setzte Offensiv-Verteidiger Simon Sezemsky seine gefürchtete Direktabnahme ein, doch noch traf der Nationalverteidiger nicht. Das dritte Powerplay nutzten die Panther schließlich aus. Der ehemalige Krefelder Verteidiger Wade Bergman schoss von der blauen Linie. Mittelstürmer David Stieler nahm zum einen dem EHC-Torhüter Niklas Treutle die Sicht und fälschte zugleich die Scheibe unhaltbar ins Netz ab. Doch die Freude über den Ausgleich währte nur kurz. Brown traf in der 39. Minute zum 2:1.

Im letzten Abschnitt drängten die Augsburger auf den Ausgleich. Thomas J. Trevelyan, neben Verteidiger Steffen Tölzer einer der dienstältesten AEV-Spieler, versuchte es mit einem Bauerntrick um das Tor herum. Doch Treutle ließ sich nicht düpieren. Bei einer angezeigten Strafzeit gegen Franken gelang Bergman mit einem Schuss von der blauen Linie das 2:2 in Überzahl. Doch nach Klasse-Vorarbeit von Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Patrick Reimer traf Cornel zum 3:2. Trainer Tuomie nahm den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Jetzt zielte Sezemsky genauer und traf acht Sekunden vor der Sirene zum 3:3. Der dritte Überzahltreffer des Abends für den AEV. Das Powerplay funktioniert. 28 Sekunden vor Schluss der Verlängerung vergab Bergman mit einem Solo die große Chance zum 4:3. Der Deutsch-Kanadier setzte den Puck nur an die Querlatte. Im Penaltyschießen trafen zuerst Brown (Nürnberg) und Thomas J. Trevelyan. Den entscheidenden Penalty-Treffer zum 4:3 setzte Augsburgs Hafenrichter.

Am Sonntag geht es für die Augsburger Panther zum Derby nach München

Am Donnerstagabend können die Profis entspannt das DEL-Auftaktspiel zwischen den Kölner Haien und der Düsseldorfer EG im Fernsehen (frei empfangbar in MagentaTV) anschauen. Um Punkte geht es für die Panther erst am Sonntag um 14 Uhr beim EHC Red Bull München. Die Heimspiel-Premiere folgt am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr gegen die Schwenninger Wild Wings. Von Heimvorteil zu sprechen verbietet sich angesichts der Tatsache, dass Zuschauer auf absehbare Zeit nicht in die Stadien dürfen. Die Profis beschweren sich nicht. Sie sind vielmehr dankbar, dass die Politik ihnen die Ausübung ihres Berufs erlaubt.

NürnbergAugsburg 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) n. P.

Tor Roy

Verteidigung Lamb, Rogl, Sezemsky, Valentine; Tölzer, Haase; Bergman

Angriff Hafenrichter, LeBlanc, Holzmann; Payerl, Stieler, Kharboutli; Trevelyan, Clarke, Maximilian Eisenmenger; Sternheimer, Lambacher, Magnus Eisenmenger; Miller

Tore 1:0 (21.) Pollock (Reimer, Cornel),1:1 (36.) Stieler (Bergman, Kharboutli), 2:1 (39.) Brown, 2:2 (53.) Bergman (Lamb, LeBlanc), 3:2 (59.) Cornel (Reimer), 3:3 (60.) Sezemsky (Lamb, LeBlanc), 3:4 Hafenrichter (Penalty) Strafminuten 8 – 2.

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