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AEV

01.11.2019

Augsburger Panther kassieren Niederlage in Ingolstadt

Der ERC Ingolstadt hat auch das zweite Panther-Duell in dieser Saison gegen Augsburg zu seinen Gunsten entschieden.
Bild: Johannes Traub

Der ERCI gewinnt auch das zweite Panther-Duell in dieser Saison gegen den AEV. Beim 2:1-Erfolg können sich die Ingolstädter vor allem bei ihrem Goalie Reimer bedanken.

Der ERC Ingolstadt hat auch das zweite Panther-Duell in dieser Saison gegen Augsburg zu seinen Gunsten entschieden. Das Team von Cheftrainer Doug Shedden behielt in der mit 4815 Zuschauern ausverkauften Saturn-Arena knapp mit 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) die Oberhand. In der letzten Partie vor der Länderspiel-Pause erwartet der AEV am Sonntag (19 Uhr) Wolfsburg, während der ERCI in Köln (16.30 Uhr) gastiert.

Steffen Tölzer löst Duanne Moeser als AEV-Rekordspieler ab

Derbys bieten – unabhängig von der Sportart – bekanntlich immer eine gute Gelegenheit, sich gerade auch in sportlich eher tristeren Zeiten (wieder) reichlich Kredit bei der eigenen Anhängerschaft zu erspielen. In diesem Fall bildet das zweite oberbayerisch-schwäbische Duell in dieser noch jungen DEL-Saison keine Ausnahme. Während die Ingolstädter bis dato sieben (!) von neun Heim-Partien verloren, lehrten die Schützlinge von Headcoach Tray Tuomie bislang fast ausschließlich der europäischen Konkurrenz in der Champions-Hockey-League (CHL) mit dem Achtelfinal-Einzug das Fürchten. Im DEL-Alltag (vier Siege in 15 Partien) hingegen traten die Panther zuletzt weiter auf der Stelle.

Ungeachtet der aktuellen sportlichen Situation war das Aufeinandertreffen in der Saturn-Arena vor allem für zwei Akteure etwas Besonderes: Zum einen traf der langjährige Augsburger „Hooligan“ Hans Detsch erstmals in einem Heimspiel auf sein Ex-Team (Detsch: „Das ist für mich sicher keine Partie wie jede andere.“). Zum anderen absolvierte Kapitän Steffen Tölzer sein 706. DEL-Match für die Panther und löste damit „Legende“ Duanne Moeser als bisherigen Rekordspieler des AEV ab.

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Wie es um das Selbstvertrauen beider Teams momentan bestellt ist, wurde vor allem zu Beginn dieses Derbys deutlich. Zahlreiche Abspiel- und Stellungsfehler ließen zunächst kaum einmal einen gewissen Spielfluss aufkommen. Bei Augsburg wurde vor allem die verletzte „Zaubermaus“ Drew LeBlanc (fehlte ebenso wie TJ Trevelyan) schmerzlich vermisst. Um überhaupt vier komplette Sturmreihen aufs Eis zu bekommen, feierte der 20-jährige Youngster Dennis Miller sein DEL-Debüt. Auch wenn Daniel Schmölz zunächst die beste Chance in diesem Match liegen ließ (12.), konnten sich die Gäste im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs bei ihrem überragenden Goalie Markus Keller bedanken, dass zunächst die „Null“ stand. Ob Kris Foucault (12.), Fabio Wagner (13.), Mike Collins (16.) oder Wayne Simpson (19.), gegen den Keller eine wahre „Monster-Parade“ auspackte – sie alle scheiterten an Augsburgs Bestem!

Panther-Derby: Augsburg hatte gedrückt, doch Ingolstadt getroffen

Bitter aus Sicht der Panther: Obwohl sie im zweiten Durchgang nach und nach das Kommando auf dem Eis übernommen und sich sogar ein deutliches Chancenplus erarbeitet hatten (Ingolstadts Schlussmann Jochen Reimer hatte sein Team in dieser Phase gleich mehrfach vor Schlimmerem bewahrt), gerieten sie innerhalb von 84 Sekunden durch einen Doppelschlag des ERCI auf die Verliererstraße. Erst bestrafte Mirko Höfflin einen Augsburger Scheibenverlust hinter dem eigenen Kasten mit seinem ersten Saisontreffer (38.). Dann fälschte Verteidiger Henry Haase ein Simpson-Zuspiel unglücklich und unhaltbar für Keller ins eigene Gehäuse ab. Kurzum: Augsburg hatte gedrückt, doch Ingolstadt getroffen!

Auch ihm Schlussabschnitt wurden die Gäste, die trotz des Zwei-Tore-Rückstands eine tolle Moral zeigten, Opfer ihrer schlechten Chancenverwertung. Erst nachdem Matt Fraser (43./Alleingang), Scott Valentine (44.) und Alex Lambacher (46.) erneut in Reimer ihren Meister gefunden hatten, gelang David Stieler endlich der 1:2-Anschlusstreffer (52.). Zu mehr reichte es aus AEV-Sicht jedoch nicht, da unter anderem „Null-Tore-Stürmer“ Mitch Callahan bei seinem Sololauf an Reimer scheiterte (54.).

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht und bis zum Ende gekämpft. Um so bitterer ist es, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren müssen“, resümierte Panther-Coach Tray Tuomie nach der Begegnung.

ERC Ingolstadt Reimer – Wagner, Koistinen; Edwards, Sullivan; Friesen, Jobke; Schütz – Simpson, Olson, Collins; Foucault, Bailey, Mashinter; Smith, Höfflin, D’Amigo; Detsch, Taticek, Wohlgemuth

Augsburger Panther Keller – Lamb, Tölzer; Haase, McNeill; Valentine, Sezemsky; Rogl – Fraser, Callahan, Schmölz; Payerl, Gill, Holzmann; Lambacher, Ullmann, Miller; Sternheimer, Stieler, Hafenrichter

Lesen Sie auch: Tölzer und Moeser im Interview: "Jeder Rekord wird einmal gebrochen" (Plus+)

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