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Eishockey

17.11.2017

Augsburger Panther schlagen Kölner Haie in Zitterspiel mit 7:4

Panther-Stürmer Michael Davies feiert das entscheidende Tor zum 6:4 für den AEV. Das Tor fiel in die Drangphase der Kölner, die beinahe ein 0:5 aufgeholt hätten.
Bild: Siegfried Kerpf

Was für eine Dramatik! Nach einer 5:0-Führung für den AEV kommt Köln noch auf einen Treffer heran. Im letzten Drittel gelingt den Panthern aber die Erlösung.

Im Curt-Frenzel-Stadion gibt es viele Traditionen. Eine hat mit den Kölner Haien zu tun, die am Freitag in Augsburg gastierten. Immer, wenn die Panther ein Tor schießen, sagt der Stadionsprecher erst den Torschützen und dann den Spielstand durch. Wieviele Treffer die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon geschossen haben ist unerheblich. Hingebungsvoll brüllt das Publikum auf die Frage des Sprechers nach dem Torestand des Gegners "Null! Viel, viel zu viel - sch... Kölner Haie".

Dabei ist auch völlig egal, ob der Gegner tatsächlich die Kölner Haie sind. Der Refrain stimmt immer und am Freitagabend gab es reichlich Gelegenheit, ihn anzustimmen: Die Panther schlugen die Haie vor 5889 Zuschauern in einem begeisternden Spiel mit 7:4 (2:0, 3:2, 2:2).  

Thomas J. Trevelyan machte den Auftakt, als er einen Abpraller zum 1:0 über die Linie drückte (4.). Mark Cundari traf mit einem fulminanten Schlagschuss zum 2:0 (17.).  Zwei Tore, die in Zahlen ausdrückten, was von der ersten Sekunde an zu sehen war. Die Panther traten mutig auf. Verschafften sich mit harten Checks Respekt und zeigten den unbedingten Willen, den jüngsten Negativtrend mit drei Niederlagen in Folge zu stoppen. Auch im zweiten Drittel änderte sich daran zunächst nichts. Cundari mit seinem zweiten Treffer (26.), Trevor Parkes in Überzahl (27.) und Drew LeBlanc (31.) erhöhten auf 5:0.

Ex-Panther Justin Shugg läutete die Kölner Aufholjagd ein

Köln versuchte es mit einem neuen Torwart, für Justin Peters kam Daniar Dshunussow. Und tatsächlich: Ex-Panther Justin Shugg (36.) und Felix Schütz (37.) verkürzten auf 2:5. Als dann Ryan Jones im letzten Drittel auch noch das 3:5 erzielte (46.) geriet der sicher geglaubte Sieg plötzlich zur Zitterpartie. Philipp Gogulla traf gar zum 4:5 (49.). Die Verunsicherung war auf einmal mit Händen zu greifen. Doch selbst in dieser Situation funktionierte das, was die Panther wie keine andere Mannschaft in der DEL beherrschen: das Überzahlspiel. Michael Davies fälschte einen Schuss von Brady Lamb zum 6:4 ab (51.). Das Kölner Zwischenhoch war endgültig in dem Moment beendet, als Daniel Schmölz auf 7:4 erhöhte (55.).

Zum letzten Mal erklang der Refrain, dessen Entstehung auf folgende Legende zurück geht: Einst soll der Stadionsprecher vergessen haben, das Mikrofon auszuschalten, nachdem er einen Kölner Gegentreffer durchgesagt hatte. Voller Ärger habe er dann das eingangs erwähnte Zitat über die Lautsprecher ins weite Rund des damals noch offenen Curt-Frenzel-Stadions gerufen. Der Ärger von damals ist längst verraucht. Am Freitag schwappte stattdessen La Ola durch das Curt-Frenzel-Stadion. Denn auch das hat dort Tradition: Siege gegen Köln gehören zu den schönsten.

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