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Augsburger Panther

25.02.2020

Blitz-OP: Olivier Roy fehlt dem AEV in der heißen Phase

Olivier Roy, Stammtorwart der Augsburger Panther, hat sich am Oberkörper verletzt. Er musste operiert werden - und wird in den nächsten zehn Tagen nicht am Training teilnehmen können.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Der Torwart der Augsburger Panther wurde am Montag operiert und kann mindestens zehn Tage nicht trainieren. Warum der AEV ein Geheimnis um die Verletzung macht.

Hiobsbotschaft für die Fans der Augsburger Panther: Torwart Olivier Roy fällt mindestens zehn Tage lang aus. Der Schlussmann unterzog sich bereits am Montag aufgrund einer Oberkörperverletzung, die er sich vergangene Woche zuzog, einem kleinen, aber aufgrund der Beschwerden unausweichlichem operativen Eingriff in der Arthroklinik. Dieser ist ohne Komplikationen verlaufen. Roy wird für rund zehn Tage nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen können.

Olivier Roy verletzt: Der Torwart fehlt den Augsburger Panthern in wichtiger Phase

Mit einer Rückkehr der Augsburger Nummer eins an seinem Platz im Gehäuse dürfte wohl erst in der ersten Play-off-Runde zu rechnen sein. Rechnerisch sind die Augsburger zwar noch nicht durch, doch der Vorsprung auf den Tabellenelften Kölner Haie ist groß. Wahrscheinlich wird die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie auf dem zehnten Platz in die erste k.o.-Runde einziehen. Die Serie best-of-three, in der zwei Siege zum Einzug ins Viertelfinale notwendig sind, startet am 11. März. Das Rückspiel steigt am 13. März (wahrscheinlich das Heimspiel für den AEV).

Sollte es danach 1:1 stehen folgt am 15. März das entscheidende Duell. Als Grund für den Ausfall gibt der Klub lediglich an: „Oberkörperverletzung“. Der Kanadier kämpfte bereits seit Tagen mit Problemen und ist wohl auch nicht komplett gesund beim 4:2 am vergangenen Sonntag gegen Mannheim im Tor gestanden. Danach tauchten wieder körperliche Probleme auf und die Teamleitung entschied sich für einen operativen Eingriff.

Blitz-OP: Olivier Roy fehlt dem AEV in der heißen Phase

Warum die Augsburger Panther ein Geheimnis um die Verletzung von Olivier Roy machen

Die Geheimniskrämerei hat im Eishockey Tradition und wird vor den Play-offs auf die Spitze getrieben. Der Grund: Der Gegner soll keine Informationen über mögliche Schwachstellen bekommen. Der frühere AEV-Trainer Mike Stewart beschrieb die Problematik aus seiner Zeit als Verteidiger (Spitzname: Iron Mike) so: „Wenn ich wusste, das ein Gegenspieler an der rechten Hand eine Verletzung hatte, dann war das doch wie ein Hinweisschild: Hier bitte Draufhauen!“

Deshalb hüllt sich der Klub in Schweigen über das wahre Ausmaß der Verletzung. Auf jeden Fall ist es ein Schwächung auf der wichtigsten Position. Olivier Roy weist mit 92,40 Prozent aller gehaltenen Schüsse die viertbeste Fangquote der Liga auf. Sein Stellvertreter Markus Keller steigerte sich zwar nach einem labilen Saisonstart immer weiter. Doch sowohl bei der Fangquote wie auch dem Gegentorschnitt ist der gebürtige Augsburger nicht unter den besten 20 DEL-Torhütern vertreten.

In den nächsten Partien am Freitag in Ingolstadt und im Heimspiel am Sonntag um 16.30 Uhr gegen Iserlohn rückt auf jeden Fall Keller ins Tor. Roy, der als einziger Ausländer aus dem aktuellen Team einen Vertrag für die kommende Saison besitzt, erlebt ein wechselhafte Saison. Kurz vor Saisonbeginn setzte den 28-Jährigen eine Blinddarm-Operation außer Gefecht. Später folgte ein Fingerbruch und in der letzten Partie der Champions Hockey League in Biel erwischte es den Schlussmann an den Adduktoren. Jetzt folgt die vierte Verletzung in der laufenden Saison.

Derby gegen ERC Ingolstadt: Augsburger Panther müssen auf Olivier Roy und Henry Haase verzichten

Ob auch Verteidiger Henry Haase zum Aufgebot am Freitag in Ingolstadt zählt ist noch offen. In seinem ersten Eiseinsatz gegen Mannheim ging der Verteidiger-Hüne nach 5:20 Minuten unsanft zu Boden. Mannheims Stürmer Phil Hungerecker erwischte mit seiner Schulter den AEV-Profi am Kopf. Hungerecker kassierte für das Foul fünf Strafminuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und musste sofort in die Kabine. Üblich ist, dass die Liga Checks gegen den Kopf noch härter bestraft und eine Sperre ausspricht. Haase ging auf wackeligen Beinen und einer stark blutenden Nase ebenfalls sofort in die Umkleide: „Ich habe ja schon ein paar harte Checks in meiner Laufbahn kassiert. Aber das war einer von der übleren Sorte, weil ich die Scheibe längst abgespielt hatte und dann voll erwischt worden bin.“

Äußerlich sind die Verletzungen nicht dramatisch. „Die Nase ist gebrochen und verschoben, aber ansonsten geht es mir den Umständen entsprechend gut“, sagt Haase. Erst Belastungstests am Mittwoch werden Hinweise geben, wie stark die Gehirnerschütterung, eine bei Eishockey-Profis häufige Verletzung, ausgefallen ist. Trainer Tray Tuomie wird im Derby mit den Oberbayern wohl weiterhin mit nur sechs Verteidigern auskommen müssen. Die Stürmer Alex Lambacher, Christoph Ullmann und Mitch Callahan fallen ebenfalls weiterhin aus.

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