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Eishockey

04.12.2018

Der AEV feiert, die Gegner verzweifeln

Während der Stürmer Krefelds (links) vor Ärger ins Tornetz beißen will, freuen sich die Augsburger über ein Tor. Das 4:0 am Sonntag gegen Krefeld war der fünfte Sieg in sechs Partien.
Bild: Siegfried Kerpf

Mit fünf Siegen aus sechs Partien beißen sich die Panther hinter den Spitzenteams Mannheim und München fest. Den Trainer interessiert die Tabelle wenig.

In der 49. Minute fährt Matt Fraser ins Tor, um sich den Puck zu schnappen und ihn später an seinen Stürmerkollegen zu überreichen. Besondere Treffer müssen gefeiert werden und das 4:0 von Adam Payerl ist eine außergewöhnliche Marke. Dem Kanadier gelang der dritte Treffer in einem Spiel. „Das ist ein Meilenstein für mich. Zuletzt ist mir das bei den Junioren geglückt, bei den Profis war es meine Premiere. Es war Zeit, dass ich wieder getroffen habe“, meinte der 27-jährige Kanadier nach dem Match gegen die Rheinländer. Zu Saisonbeginn hatte der Außenstürmer zwar recht bald seine ersten drei DEL-Treffer erzielt, danach war der 1,91 Meter große Stürmer in ein kleines Leistungsloch gefallen.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind die Panther nicht von einer Sturmreihe oder gar nur einem Torjäger abhängig. Bezeichnend: Die jüngsten drei Hattricks in der Deutschen Eishockey Liga zauberten Augsburger auf das Eis. Zuerst traf Matt White dreifach beim 6:3 in Schwenningen.

Anschließend feierte Matt Fraser dreimal beim 6:2 gegen Wolfsburg und jetzt ließ Adam Payerl die Jubel-Show gegen Krefeld folgen. Mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Partien beißen sich die AEV-Profis hinter den beiden Spitzenmannschaften aus Mannheim und München in der Tabelle fest. Nach fast der Hälfte der 52 Vorrundenspiele peilt die Mannschaft die sichere Viertelfinale-Qualifikation an, für die Platz sechs oder besser notwendig ist.

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AEV: Noch vor einem Jahr auf dem vorletzten Platz

Vor einem Jahr rangierten die Panther nach dem 25. Spieltag auf dem 13. und vorletzten Platz. Viel weiter arbeiteten sich die Augsburger bis zum Saisonende nicht nach vorne und verpassten als Tabellen-Zwölfter klar den Einzug in die K.-o.-Runde. Offensichtlich zog Trainer Mike Stewart, der im Sommer als General Manager auch für die Kaderzusammenstellung verantwortlich ist, die richtigen Schlüsse und schreckte auch vor unpopulären Entscheidungen nicht zurück. Fast die Hälfte der Mannschaft tauschte Stewart aus und schickte den bei den Fans beliebten Augsburger Aleksander Polaczek in Rente.

Radikal setzte der Coach auf ein neues Torwart-Pärchen. Jonathan Boutin (nach Bad Nauheim) und Ben Meisner (nach Bad Tölz) erhielten keine Verträge für die neue Saison. Mit Olivier Roy und dem aus Kassel verpflichteten Markus Keller verfügen die Augsburger über das stabilste Torhüter-Duo der DEL. Der Kanadier Roy hat mit vier Zu-null-Spielen nun mit Pyeongchang-Silbermedaillen-Gewinner Danny aus den Birken vom dreifachen deutschen Meister Red Bull München gleichgezogen.

Das sind die nächsten Spiele der Augsburger Panther

Angeblich interessiert Mike Stewart das aktuelle Ranking wenig. „Zu zehn Prozent schaue ich auf die Tabelle. Viel wichtiger ist für mich der Punktestand und am wichtigsten ist, wie meine Mannschaft auftritt“, sagt der Austro-Kanadier. Am kommenden Freitag treten die Augsburger zum Bayern-Derby in Ingolstadt an.

Am Sonntag um 17 Uhr kommen die Iserlohn Roosters ins Curt-Frenzel-Stadion. Bis dahin sollten auch der zuletzt angeschlagene Arvids Rekis und Topscorer Matt White wieder einsatzfähig sein. Doch im Moment scheint es fast egal, wen der Kanadier aufstellt – irgendeiner trägt nach einem Hattrick wieder den Puck für die Vitrine nach Hause.

 

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