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Augsburger Panther

04.03.2021

Der AEV sucht den Knotenlöser für das schwächelnde Powerplay

Panther-Trainer Tray Tuomie ist auf der Suche nach einem Rezept, um dem Powerplay seiner Mannschaft wieder zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen.
Foto: Daniel Karmann, dpa

Plus Das Powerplay der Panther nutzen manche Fans inzwischen für den Gang zum Kühlschrank. Gegen Ingolstadt soll Besserung gelingen, allerdings könnten zwei Leistungsträger ausfallen.

Eine Statistik macht noch keine Mannschaft. Aber viele Statistiken können einen Hinweis auf den Zustand einer Mannschaft geben. Wer sich die aktuellen Bestenlisten der Deutschen Eishockeyliga (DEL) anschaut, findet dort: keine Panther. Zumindest nicht in den oberen Regionen. Seien es Tore, Vorlagen oder Punkte. Die besten Augsburger Profis tauchen erst weiter hinten auf. Eine mögliche Interpretation dieser Zahlen ist, dass sich die Last auf viele Schultern verteilt.

Augsburger Panther zieren in Sachen Powerplay das Tabellenende

Das mag stimmen, aber auch in einer entscheidenden Teamwertung sieht es düster aus. Während das Unterzahlspiel statistisch gesehen stabil funktioniert – dort stehen die Panther auf Platz fünf – zieren sie in Sachen Überzahlquote schon seit geraumer Zeit das Ende des Feldes. Eine Erfolgsquote von unter zehn Prozent verstehen manche Fans inzwischen als Aufforderung, während eines Powerplay der eigenen Mannschaft auf die Toilette oder zum Kühlschrank zu gehen. Man verpasse ja eh nichts, schreibt einer in den sozialen Netzwerken.

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Foto: Www.imago-images.de

Panther-Trainer Tray Tuomie ist das mangelhafte Powerplay seiner Mannschaft natürlich nicht entgangen. Täglich werde im Training daran gearbeitet, aber inzwischen habe sich die Erfolglosigkeit in den Köpfen festgesetzt. „Das führt dazu, dass der eine schießt, wenn er passen soll. Und der andere passt, wenn er schießen soll. Wir brauchen endlich einmal ein Erfolgserlebnis, damit der Knoten platzt“, sagt Tuomie.

Panther-Coach Tray Tuomie hat seine Überzahlformationen umgebaut

Er hat seine Überzahlformationen umgebaut. Zuletzt durften die beiden Spielmacher Spencer Abbott und Drew LeBlanc gemeinsam aufs Eis. Gebracht hat das bisher noch nichts. LeBlanc beispielsweise, ansonsten ein Erfolgsgarant, hat in dieser Saison noch kein Tor und keine Vorlage in Überzahl beigesteuert. Dazu kommt, dass mit Simon Sezemsky der personifizierte Scharfschütze der vergangenen Saison seine Treffsicherheit noch sucht. 15 Tore erzielte er in der vergangenen Spielzeit, 13 davon in Überzahl.

Dieses Jahr hat er bislang zweimal getroffen, beide Male bei numerischer Gleichheit. Die Gegner nehmen den Allgäuer mit dem präzisen Schlagschuss inzwischen regelmäßig aus dem Spiel. Die dadurch entstehenden freien Räume nutzen seine Kollegen bislang aber zu selten. In Straubing ließen die Panther drei Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen. Ein Treffer von David Stieler reichte nicht zum Sieg. Straubing glich spät aus und schoss kurz vor Ende auch noch den Siegtreffer. Dass beiden Gegentoren strafwürdige Fouls voran gegangen waren änderte nichts an der Tatsache, dass es in der Offensive hakte. Vor allem im letzten Drittel war kaum noch Vorwärtsdrang vonseiten der Gäste zu erkennen.

Schwenningen ist an den Augsburger Panthern vorbei gezogen

Durch die Niederlage büßten die Panther den vierten Platz ein, der zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt. Schwenningen zog vorbei, Augsburg ist jetzt fünfter. Dritter Kombattant im Ringen um ein Play-off-Ticket sind die Straubing Tigers. Ingolstadt dagegen, der nächste Gegner am Freitagabend (20.30 Uhr/Magenta Sport) im Curt-Frenzel-Stadion, ist dem Trio als Tabellendritter schon weit enteilt. Trotzdem ist die Bilanz der Panther in dieser Saison positiv. Einer klaren Niederlage ließen sie zwei Siege gegen die Oberbayern folgen. Das vierte und letzte Aufeinandertreffen steht allerdings unter ungünstigen Vorzeichen, denn mit Kapitän Brady Lamb und Abbott sind gleich zwei Leistungsträger angeschlagen.

Noch ist unklar, ob sie gegen Ingolstadt spielen können. Über die Art der Verletzungen gaben sich die Panther gewohnt wortkarg. Sollte Lamb also ausfallen, könnte NeuzugangLayne Viveiros erstmals mit von der Partie sein. Der Verteidiger hat seine häusliche Quarantäne überstanden und trainierte bereits mit der Mannschaft. Gleiches gilt für den neuen Torwart David Kickert. Er könnte am Freitag erstmals als Backup von Markus Keller auf der Bank sitzen. Ein möglicher Ausfall Abbotts könnte zudem das Comeback von Thomas Holzmann forcieren. Der Stürmer ist nach einer Fußverletzung wieder Mannschaftstraining, dürfte aber noch Trainingsrückstand haben. Trotzdem ist er eine Alternative.

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