Augsburger Panther

18.09.2014

Der Spezialist in Unterzahl

Volle Konzentration auf die Abwehr: Rückkehrer Arvids Rekis, der hier neben Panther-Torwart Chris Mason das eigene Gehäuse abschirmt, kam bisher meist in Unterzahl zum Einsatz.
Bild: Kriger

Was Greg Thomson an Arvids Rekis schätzt und was der Verteidiger-Coach von den Augsburgern am Freitag gegen Düsseldorf erwartet.

Der siebte Mann in der Abwehr eines Eishockey-Teams zu sein, ist normalerweise nicht die beliebteste Spielposition. Weil man keinem festen Verteidiger-Paar angehört. Weil man oft nur sporadisch ins Spiel geschickt wird. Doch für Arvids Rekis ist es im Augenblick die optimale Arbeitsstelle. Assistenz-Coach Greg Thomson sagt: „Als siebten Mann kann ich ihn langsam wieder an die Mannschaft heran führen.“ Denn nach einer langwierigen Fingerverletzung ist der lettische Nationalspieler noch nicht bei einhundert Prozent seines Leistungsvermögens angelangt.

Sein letztes Match vor seiner Panther-Premiere beim DEL-Auftakt gegen die Eisbären Berlin hatte der Augsburger-Rückkehrer beim Olympiaturnier in Sotschi im Februar bestritten. Vor seinem Blitz-Transfer nach Augsburg hatte sich der 35-Jährige mit Riga auf die Saison in der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) vorbereitet, doch er absolvierte kein Testspiel. Von den Qualitäten des lettischen Nationalspielers ist Thomson überzeugt, der bei den Panthern für die Einwechslung der Verteidiger zuständig ist: „Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer und weiß, was man vor dem eigenen Tor machen muss.“ Nämlich Schüsse blocken und den Gegner attackieren, ohne dabei Strafzeiten zu kassieren.

Rekis stark im Unterzahlspiel

Obwohl die Panther gegen Berlin (24 Strafminuten) und in Ingolstadt (22) oft auf der Strafbank saßen, feierten sie zwei Auftaktsiege. Ein Grund: Das Unterzahlspiel funktionierte glänzend, auch Dank Arvids Rekis. Dennoch fordert Thomson künftig mehr Disziplin von seinen Profis. Weil das Unterzahl-Spiel viel Kraft kostet: „Wir werden nicht immer so glimpflich davon kommen. Deshalb sollten wir uns von der Strafbank fernhalten. Am besten gleich gegen Düsseldorf.“

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Die DEG kommt am morgigen Freitag um 19.30 Uhr als nächster Gegner ins Curt-Frenzel-Stadion. Nach einem 0:7-Debakel zum Saisonauftakt in Wolfsburg feierte die Mannschaft des neuen Trainers Christof Kreutzer einen 4:1-Heimsieg gegen den letztjährigen Vorrunden-Ersten Hamburg. Mannschaft und Umfeld atmeten auf. Zum einen verließ der achtmalige Deutsche Meister erstmals nach 304 Tagen den letzten Tabellenplatz, den die DEG am 12. November vergangenen Jahres nach einem 3:4 in Iserlohn eingenommen hatte. Zum anderen wollen die Rheinländer, die die vergangenen beiden DEL-Spielzeiten jeweils abgeschlagen als Schlusslicht beendet hatten, endlich ihr Verlierer-Image ablegen. In die Mannschaft wurde kräftig investiert. Unter zehn Neuzugängen stehen so bekannte Namen wie Tim Conboy, Jakub Ficenec, Travis Turnbull (alle vom Meister ERC Ingolstadt), Rob Collins (Kölner Haie) oder Kurt Davis (Stavanger).

Thomson warnt vor Düsseldorf

Greg Thomson sagt über den nächsten Gegner: „Sie sind definitiv stärker geworden.“ Trotz des perfekten Saisonstarts der Panther wollen beide Trainer nichts von einer Favoritenrolle hören. „Wir haben der Mannschaft nach dem Ingolstadt-Sieg gesagt, dass es fatal wäre, wenn sie glaubt, dass es am Freitag von alleine geht, nur weil Düsseldorf zwei Mal Letzter war“, warnt der Assistenz-Coach.

  • DEL-Konkurrent Hamburg kann künftig Adam Mitchell einsetzen. Der 31 Jahre alte Stürmer hat in dieser Woche seinen deutschen Pass erhalten. Damit wird dem gebürtigen Kanadier eine Spiellizenz ausgestellt, teilte der Verein mit. In der DEL dürfen pro Verein höchstens neun Ausländer spielen. Die Freezers haben das Kontingent ausgeschöpft. Mitchell kann für die Hamburger erstmals am Freitag in der Partie bei den Eisbären Berlin eingesetzt werden. Augsburg empfängt die Norddeutschen erstmals am Sonntag, 28. September, im Curt-Frenzel-Stadion.
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