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Augsburger Panther

16.12.2018

Derby-Drama! Payerl schießt den AEV zum Last-Minute-Sieg

Der umjubelte Held: Adam Payerl traf in der Schlussminute für die Augsburger Panther zum 3:2-Sieg gegen München.
Bild: Siegfried Kerpf

Was für ein Derby, was für ein Drama! Die Augsburger Panther siegen auch gegen Meister München. Das entscheidende Tor fiel in der letzten Spielminute.

Duelle mit dem Erzfeind aus München zählen zu den wichtigsten Spielen, nicht nur für die AEV-Fans. Auch die Profis wollen dem dreifachen Deutschen Meister Paroli bieten, zumal die Panther beide vorhergehenden Duelle verloren hatten. Am Sonntagabend feierten die AEV-Profis den ersten Sieg in dieser Spielzeit und begeisterten ihre Anhänger mit einem 3:2 (1:0, 0:2, 2:0) gegen München in einem ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion.

Die Panther begannen mit viel Dampf und vielleicht auch noch Wut im Bauch vom Freitagspiel. In Mannheim waren bis zur 55. Minute mit 3:2 vorne gelegen und vergeigten den Vorsprung in der Schlussphase. Die Adler siegten 5:3. Gestern gingen die Augsburger wie in Mannheim mit 1:0 in Führung. In Überzahl überwand der Füssener Daniel Schmölz Münchens Torwart Danny aus den Birken zum 1:0 in der elften Minute. Sofort waren die AEV-Fans unter den 6139 Zuschauern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion noch lauter und peitschten ihr Team nach vorne. Jeder Befreiungsschlag in eigener Unterzahl wurde bejubelt.

Sezemsky fälschte einen Schuss des Ex-AEV-Torjägers Parkes ins eigene Netz ab

Die Mannschaft von AEV-Trainer Mike Stewart investierte wie so oft viel Laufarbeit, Körperchecks und Schweiß. Der Meister geriet unerwartet ins Schwimmen und die Münchner hatten Glück, dass sie nicht höher zurücklagen. Leider erreichten die Schiedsrichter mit einigen fragwürdigen Entscheidungen nicht das hohe Niveau des Schlagabtauschs. Pech für die Panther in der 50. Minute: Beim 1:1, das Ex-Panther Trevor Parkes gutgeschrieben wurde, fälschte AEV-Verteidiger Simon Sezemsky den Puck ins eigene Netz. Es kam noch arger. Nur vier Sekunden vor der zweiten Pause fälschte Nationalstürmer Yasin Ehliz den Puck zum 2:1 ab. Ein dümmeren Zeitpunkt in Rückstand zu geraten gibt es kaum.

Daniel Schmölz traf zur Führung für die Augsburger Panther gegen Red Bull München.
Bild: Siegfried Kerpf

Die große Chance auf 3:1 zu erhöhen, ließ Maximilian Kastner in der 45. Minute aus, als der EHC-Angreifer mit einem Alleingang an AEV-Torwart Markus Keller scheiterte. Die Panther rannten unermüdlich an und verdienten sich auch deshalb den Ausgleich. In Überzahl spielte Daniel Schmölz vor dem Münchner Tor per Rückhand auf Matt Fraser, der in der 56. Minute zum 2:2 ausglich. Das Unentschieden war hochverdient. 74 Sekunden vor Schluss durften die Panther nach zwei Strafen gegen den Meister sogar mit fünf gegen drei agieren und schafften 21 Sekunden vor der Sirene das 3:2. Adam Payerl mit einem Nachschuss in den rechten Winkel gab das Startsignal für die große Party auf den Rängen.

Augsburger Panther - EHC Red Bull München 3:2 (1:0,0:2,2:0)

Aufstellung: Keller - Sezemsky, Rekis; Lamb, Tölzer; McNeill, Rogl;  - Fraser, Gill, Payerl; Detsch, Ullmann, Schmölz; Hafenrichter, LeBlanc, White; Trevelyan, Stieler, Holzmann

Tore: 1:0 Schmölz (11:46), 1:1 Parkes (30:24), 1:2 Ehliz (39:56), 2:2 Fraser (55:46), 3:2 Payerl (59:39)

Strafminuten: 8/22 + Spieldauer Parkes

Zuschauer: 6139

Schiedsrichter: Markus Schütz (Bad Aibling), Daniel Stricker (Schweiz)

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