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Eishockey
24.02.2020

Kölner Haie trennen sich von Ex-Panther-Coach Mike Stewart

Ging mit den Kölner Haien bei den Krefeld Pinguinen unter: Coach Mike Stewart.
Foto: Roberto Pfeil, dpa

Einst führte er die Augsburger Panther zum Erfolg – dann übernahm er das Trainer-Amt bei den Kölner Haien. Doch nun ist Mike Stewart seinen Job los.

Die Krise der Kölner Haie und der Karneval steuern auf ihre Höhepunkt zu. Doch mitten hinein platzt die Nachricht, dass der taumelnde Riese aus der Deutschen Eishockey-Liga die Reißleine zieht und seinen Trainer entlässt. Mike Stewart muss nach einer Niederlagen-Serie Platz machen und wird ab sofort durch Uwe Krupp ersetzt.

Augsburger Panther in DEL vor Kölner Haien

Der Stanley-Cup-Gewinner, der erst vor kurzem von Sparta Prag vor die Tür gesetzt worden war, kehrt zu seinem alten Klub zurück. „Wieder zurück in Köln zu sein, ist etwas Besonderes für mich. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, danke dem KEC und seinen Gesellschaftern für das Vertrauen und spüre dabei auch eine große Verantwortung. Kurzfristig geht es darum, alle an Bord zu haben, um die aktuelle Saison so gut wie möglich abzuschließen. Der KEC ist generell gut aufgestellt und hat eine riesige Bedeutung für Köln. Ich will mithelfen, dass wir sportlich wieder erfolgreich werden“, so Uwe Krupp über seine Aufgabe bei den Kölner Haien.

Kehrt in seine alte Heimat zurück: Trainer Uwe Krupp.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Der 54 Jahre alte Krupp soll schon am Dienstag gegen die Grizzlys Wolfsburg hinter der Bande stehen. Krupp war zuletzt bei Sparta Prag tätig und unterschrieb bei den Haien einen Vertrag bis April 2022. Die Kölner hatten zuletzt in Bremerhaven die 17. Niederlage in Serie kassiert. Sollte Krupp bei seinem Debüt am Dienstag verlieren, würden die Haie mit dann 18 Niederlagen am Stück den Negativrekord der DEL einstellen, den derzeit die Schwenninger Wild Wings und der frühere Erstligist Freiburg halten.

Die Augsburger Panther liegen auf dem zehnten und damit letzten Play-off-Platz zwölf Punkte vor den Rheinländern auf Rang elf. In der vergangenen Saison hatte Stewart mit dem AEV noch einen der größten Erfolge in der Geschichte des ältesten Eislauf-Vereins gefeiert. Nach Platz drei in der Vorrunde führte Stewart die Augsburger über das Viertelfinale gegen die Düsseldorfer EG ins Halbfinale gegen den EHC Red Bull München, das die Augsburger knapp mit 3:4 verloren. Bereits damals hatten die Kölner den Augsburger Erfolgscoach abgeworben.

Vertrag von Tray Tuomie endet nach dieser Saison

Am Rhein lief es jedoch nie richtig rund für den Freizeit-Cowboy aus Calgary. Ein Grund für die Talfahrt dürften auch die insgesamt schwachen Torhüter-Leistungen von Gustaf Wesslau und Hannibal Weitzmann sein. Beide Schlussmänner verliehen der Hintermannschaft wenig Stabilität.

Der Vertrag von Tray Tuomie, der von einem Teil der Fans in den vergangenen Wochen bei Heimspielen regelmäßig ausgepfiffen wird, endet nach dieser Saison.
Foto: Siegfried Kerpf

Mit Krupp hofft der Traditionsklub auf einen Aufwärtstrend. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Uwe Krupp. Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er Mannschaften erfolgreich führen kann“, sagt Haie-Geschäftsführer Philipp Walter, „nachdem die Entscheidung für Uwe Krupp gefallen war, wollten wir Klarheit. Auch als Signal an unsere Mannschaft und unsere Fans. Deshalb übernimmt er den Cheftrainer-Posten auch direkt und nicht erst nach Saisonende. Es ist uns klar, dass es nicht mehr in unserer eigenen Hand liegt, die Playoffs in dieser Saison zu erreichen. Da müsste schon viel zusammenkommen.“

Und in Augsburg eröffnen sich neue Perspektiven hinter der Bande. Der Vertrag von Tray Tuomie, der von einem Teil der Fans in den vergangenen Wochen bei Heimspielen regelmäßig ausgepfiffen wird, endet nach dieser Saison. Beide Seiten, Trainer Tuomie und Hauptgesellschafter Lothar Sigl, haben verkündet, erst nach den Saisonende miteinander reden zu wollen. Nun könnte die Rückkehr des Erfolgstrainers zu den Panthern eine Option für die Augsburger sein.

Lesen Sie dazu auch: Panther-Trainer Tuomie über Kritik: "Zuschauer hat das Recht zu pfeifen"

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