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Curt-Frenzel-Stadion

13.03.2008

Kabinen-Umbau hat oberste Priorität

Bild: Ulrich Wagner

Es tut sich etwas in den Katakomben des Curt-Frenzel-Stadions. Die ersten Schritte zur Generalsanierung des Kabinentrakts in der betagten Eis-Arena laufen an.

Die wichtigsten Punkte, die so schnell wie möglich realisiert werden sollen: der Neubau eines Kabinentrakts entlang der Bahn II, um künftig die räumliche Trennung zwischen Profi- und Amateursport zu gewährleisten, die Vergrößerung der Gäste- und Panther-Kabinen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes sowie die Schaffung von Räumen für Schiedsrichter, Polizei und Sicherheitsdienste.

All diese Maßnahmen sind sofort - noch vor der Einhausung des Stadions - notwendig. Nur so wird die DEL-Lizenzierung nicht gefährdet und der Spielbetrieb der Augsburger Panther in der Saison 2008/2009, die im September beginnt, gewährleistet. Immer wieder hatten sich Gästeteams in der Vergangenheit über die Zustände im Curt-Frenzel-Stadion beschwert, weshalb die räumlichen Engpässe auf der Prioritätenliste ganz oben stehen und gleich im ersten Bauabschnitt, der in den nächsten Monaten erfolgen soll, in Angriff genommen werden.

Wann der genaue Startschuss für den Umbau fällt, konnte Sportreferent Gerhard Ecker gestern allerdings noch nicht mitteilen. Zuvor müssten noch exaktere Pläne ausgearbeitet werden. Zudem sind einige Bau-Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Auch das Statik-Gutachten - nach ersten Erkenntnissen lässt die Dachkonstruktion die Einhausung zu - liegt noch nicht komplett vor und die Geldmittel müssen trotz des fast einhelligen Stadtratsbeschlusses (50:1) für die Generalsanierung des Stadions noch in den Nachtragshaushalt für 2008 eingestellt werden.

Kabinen-Umbau hat oberste Priorität

Bürgermeister Wengert stellte lediglich in Aussicht, dass die "große Lösung" mit Sanierung und Einhausung in zwei bis drei Jahren fertig sein könnte. "Eine Baumaßnahme mit 16 Millionen Euro kann man nicht in ein paar Monaten erledigen. Nun ist ein raffinierter Bauzeitplan notwendig, der auch auf die Bedürfnisse des Schulsports, des Breitensports und des DEL-Spielplans abgestimmt ist", machte Oberbürgermeister Wengert deutlich, dass den Vereinen im Curt-Frenzel-Stadion eine Zeit der Engpässe und des Zusammenrückens während der umfangreichen Bauphasen bevorsteht.

Erleichtert über die Tatsache, dass es überhaupt endlich vorwärtsgeht, zeigten sich die Nutzer des Eisstadions. "Wir sind zufrieden. Unsere Nöte sind erkannt und Politik und Verwaltung arbeiten jetzt hart an kurzfristigen Übergangslösungen. So bekommen wir für die DEL-Spiele gute Bedingungen in einem vertretbaren Rahmen", sagte Panther-Gesellschafter Lothar Sigl.

Bis alles für den großen Umbau bereit ist, können die Augsburger Panther mit den kurzfristigen "Notlösungen" leben. Hauptsache, das Curt-Frenzel-Stadion bleibe die Heimat der Eissporttreibenden, lautet die einhellige Meinung von Eishockeyspielern und Eiskunstläufern. "Wichtig ist allerdings, dass man alle Änderungen jetzt schon an das spätere Gesamtkonzept anpasst, damit man nicht doppelt Geld in die Hand nehmen muss", gibt Sigl zu bedenken.

Klimaschutz wird berücksichtigt

Auch die ökonomisch-ökologische Vereinbarkeit der Generalsanierung haben die Planer im Blick. Durch den Verzicht auf einen Neubau und durch die Energie-Optimierung bei den Eisbahnen mit Wärmerückgewinnung werde auch der Klimaschutz berücksichtigt, sagte Norbert Reinfuss vom Baumanagement der Stadt.

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