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Augsburger Panther

29.01.2020

Kommt Krisen-Klub Krefeld noch nach Augsburg?

Krefeld gegen Augsburger: Im September erzielte der AEV in der Verlängerung den Siegtreffer.
Bild: Osnapix / Duckwitz (Archiv)

Plus Den finanziell angeschlagenen Pinguinen droht die Insolvenz. Die Panther gehen davon aus, dass das Heimspiel am Sonntag gegen die Rheinländer wie geplant stattfindet. 

Am Donnerstag (19.30 Uhr) tritt die Mannschaft von Tray Tuomie beim EHC Red Bull München an. Am Sonntag um 14 Uhr ist das Heimspiel im Curt-Frenzel-Stadion gegen Krefeld angesetzt. Die Pinguine sorgen seit Wochen für Negativ-Schlagzeilen. Den Rheinländern droht die Insolvenz. 

Ein Rettungsangebot des Gesellschafters Energy Consulting lehnte der Klub am Montag ab und attackierte stattdessen diesen scharf. „Im Grunde möchte niemand mit der Energy Consulting Europe GmbH zusammenarbeiten“, schrieb Geschäftsführer Matthias Roos in einer Stellungnahme mit Bezug auf einen der zwei Haupt-Anteilseigner. Die Pinguine benötigen aktuell rund 400.000 Euro, um Sozialversicherungsbeiträge und andere Abgaben bezahlen zu können. Insgesamt fehlt dem Klub mehr als eine Million Euro für die laufende Saison. Bis zum 15. Februar müsste zudem die Lizenz für die kommende DEL-Spielzeit beantragt werden. Die Nachrichten aus dem Rheinland klingen alarmierend. Laut dem Fachblatt Eishockey News „sprach am Sonntag einiges dafür, dass die Pinguine in Kürze Insolvenz anmelden werden.“ 

Augsburger Panther müssten auf fünf Punkte verzichten

Die Panther gehen davon aus, dass die Rheinländer am Sonntag in Augsburg antreten. Allerdings ist angesichts der drückenden Schuldenlast auch der sofortige Ausstieg ein denkbares Szenario. Nach den Regularien würden alle Spiele gegen Krefeld annulliert und eine neue Tabelle erstellt werden. Die Panther müssten auf fünf Punkte verzichten. Das erste Heimspiel gewann der AEV 3:0. In Krefeld gab es ein 4:7 und ein 4:3 nach Verlängerung. Bei einem sofortigen Ausstieg hätten der DEL-Zehnte nur 50 statt 55 Punkte auf dem Konto.

Direkte Konkurrenten würde Ausstieg härter treffen

Die direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze würde es allerdings härter treffen. Der Tabellen-Achte Wolfsburg, der alle bisherigen drei Partien gegen die KEV gewann, hätte statt 57 nur 48 Punkte. Auch Nürnberg feierte drei Siege gegen die Pinguine und hätte neun Zähler weniger. Köln müsste auf sechs Punkte verzichten.

Doch alle DEL-Verantwortlichen hoffen auf ein Überleben der schwer angeschlagenen Pinguine. Im Sinne der Liga wünscht niemand den Imageschaden und die Turbulenzen im Falle einer sofortigen Pleite.

Ullmann muss nicht operiert werden

Christoph Ullmann fällt nach dem Sonntagspiel gegen Straubing (4:2) länger aus. Nach der Untersuchung steht fest, dass der Stürmer der Augsburger Panther mit einer Knieverletzung rund acht Wochen lang pausieren muss. Mit dem 36-Jährigen fehlt neben Mitch Callahan und Alex Lambacher nun ein weiterer Stürmer für mehrere Wochen. Ullmann muss nicht operiert werden, dennoch trifft ihn die Schwere der Verletzung hart. Im günstigsten Fall dürfte der 36-Jährige erst Ende März in den Kader zurückkehren. Das bedeutet, dass die Panther mindestens in das Play-off-Viertelfinale einziehen müssen, wenn Ullmann noch einmal die Schlittschuhe schnüren will.

Nur wenn die Augsburger Panther das Viertelfinale erreichen, darf Christoph Ullmann auf weitere DEL-Einsätze hoffen.
Bild: Ulrich Wagner

Die Best-of-seven-Serie startet am 17. März. Der Stürmer hofft, dass nach 918 Einsätzen in der höchsten deutschen Liga noch nicht Schluss ist und gibt sich kämpferisch: „So möchte ich nicht von der großen Eishockeybühne abtreten. Mit der Unterstützung unserer Docs und Physios werde ich hart an meinem Comeback arbeiten. Ich möchte diese Saison noch aufs Eis zurückkehren und unserem Team in der heißen Saisonphase helfen.“ Nach der Spielzeit ist allerdings definitiv Schluss. Der gebürtige Altöttinger kehrt nach Mannheim zurück, wo seine Familie lebt. In den nächsten Wochen muss sich der 155-fache Nationalstürmer damit begnügen, seinen Teamkollegen die Daumen zu drücken.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit vier Top-Sportlern an. Mit dabei ist unter anderem AEV-Spieler Simon Sezemsky:

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