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Augsburger Panther

15.04.2019

München lässt heute Abend nur 450 Panther-Fans ins Stadion

Rund 1500 Augsburger waren zuletzt zu den Auswärtsspielen der Panther nach München gefahren. Darauf hat der deutsche Meister nun reagiert und das Gästekontingent stark reduziert.
Bild: Burghard Schreyer

Plus Am Dienstag steht das entscheidende Spiel sieben um den Einzug ins Finale an. Im Vorfeld gibt es Zoff um die Ticketstrategie des deutschen Meisters.

Es ist das Finale um das Finale. Am Dienstabend (19.30 Uhr/Sport1) treffen die Augsburger Panther zum siebten Mal in Folge auf den deutschen Meister EHC Red Bull München. Jeweils drei Siege gelangen den beiden Mannschaften bisher.

Wem der vierte Sieg gelingt, der gewinnt die Play-off-Serie und zieht ins Finale ein. In Augsburg herrscht ob der jüngsten Erfolge der Panther Eishockey-Euphorie. Alle Heimspiele in den Play-offs waren in kürzester Zeit mit 6139 Zuschauern ausverkauft. Da störten selbst Topzuschläge von bis zu 70 Prozent nicht.

Bislang waren immer um die 1500 Augsburger in München dabei

Die Begeisterung setzte rund um die ersten drei Auswärtsspiele auch eine regelrechte Massenwanderung nach München in Gang. Rund 1500 sangeslustige Augsburger bevölkerten die dortige Olympia-Eishalle. Die Panther-Profis sprachen von Heimspiel-Atmosphäre, die sie dort erlebt hätten. Das allerdings könnte sich am Dienstagabend ändern. Denn der EHC hat das Kontingent an Gäste-Tickets drastisch reduziert: von zuletzt 1000 auf jetzt 450.

Augsburger Panther - München
18 Bilder
So sahen die Panther-Fans Spiel sechs gegen München
Bild: Siegfried Kerpf

Stephan Praschl, Fanbeauftragter der Panther, bestätigt diese Zahlen. Normal sei, dass die Karten für den Gästeblock komplett abgegeben werden. Das sind in München besagte 450. Eine Verpflichtung gibt es dafür aber nicht – im Gegensatz zur Fußball-Bundesliga, wo das Ticket-Kontingent für Gäste verpflichtend zehn Prozent der gesamten Zuschauerzahl beträgt. In der Deutschen Eishockeyliga (DEL) beruht diese Zahl auf Freiwilligkeit. Möglich wäre folglich, gar keine Karten abzugeben. Oft ist die Nachfrage ohnehin nicht besonders groß. München zum Beispiel hatte von Augsburger Seite für das vergangene Heimspiel rund 400 Tickets für den Gästefanblock im Curt-Frenzel-Stadion erhalten, gab aber etwa die Hälfte wieder zurück.

Wer eine Augsburger Postleitzahl hat, wurde automatisch gesperrt

Ganz anders die Panther-Fans, unter denen nun der Ärger groß ist. Viele fühlen sich vom EHC Red Bull München ausgebootet. Die 450 zur Verfügung stehenden Karten für das Spiel am Dienstag seien in Windeseile vergriffen gewesen, sagt Praschl. Vonseiten der Münchner seien zudem technische Vorkehrungen getroffen worden, Augsburgern den Erwerb von Tickets im Internet zu erschweren. Käufer mit einer Augsburger Postleitzahl wurden automatisch gesperrt. Ein Sprecher des Vereins bestätigte dies auf Anfrage und verwies auf sicherheitsrelevante Aspekte.

Sogar in der Münchner Nordkurve waren zuletzt AEV-Fans aufgetaucht

In der Tat sind auch in unserer Redaktion Beschwerden darüber eingegangen, dass die Blöcke der Augsburger Fans extrem voll gewesen seien. Rettungswege seien kaum noch zu erkennen gewesen, die Menschen dicht an dicht gestanden. Dazu kommt, dass der freie Verkauf im Internet es zusätzlich erschwert, die beiden Fanlager einigermaßen auseinanderzuhalten. Zuletzt sollen selbst in der Nordkurve – dort stehen die treuesten EHC-Fans – AEV-Anhänger aufgetaucht sein. Das soll nun ganz offensichtlich unterbunden werden.

Ob das allerdings gelingt, bezweifelt nicht nur Praschl. "München liegt einfach zu nah. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Augsburger schnell rüber fahren und sich die Tickets holen. Der Hype ist einfach groß, die Leute sind richtig begeistert." Er glaubt, dass vor allem die Lautstärke der AEV-Fans gedrosselt werden soll. "Wer Augsburg kennt, kennt die Begeisterungsfähigkeit der Eishockey-Fans dort. Für uns ist so eine Situation etwas Besonderes. Aus Münchner Sicht ist es durchaus nachvollziehbar, dass die nicht mehr ganz so viele Augsburger in der Halle haben wollen."

Der Fanbeauftragte der Panther geht davon aus, dass zwischen 1000 und 1200 Augsburger da sein werden

Wie viele es am Dienstag tatsächlich werden, ist auch für den Fanbeauftragten schwer vorherzusagen. Er müsse im Vorfeld immer eine Schätzung an verschiedene Stellen melden, unter anderem an die Polizei. "Es ist schwierig bis unmöglich, das einzuschätzen. Niemand weiß, wie viele sich auf irgendwelchen Wegen Karten besorgt haben." Praschl geht aber von einer Zahl zwischen 1000 und 1200 aus, "weil ich glaube, dass es neben den 450 offiziell verkauften Karten auch noch einige andere schaffen werden, sich Tickets zu organisieren. Keine Ahnung, ob ich mit der Schätzung richtig liege."

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16.04.2019

Jetzt erst recht. Gas geben bis zum umfallen und ins Finale einziehen. #450 #nurderaev #übermüncheninsfinale

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16.04.2019

Das ist München! Ich frage mich nur wie sie dann ihr Stadion voll kriegen? Aber auch unsere 450 Fans werden Krach machen wie 2000!! Leute gebt alles. Kämpfen bis zum Ende..

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15.04.2019

Henry Hasse scheint recht zu haben mit "München scheißt sich ein"allerdings mit dem Unterschied das die Verantwortlichen von München dies schon vor dem Spiel praktizieren.

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15.04.2019

Tja, sportlich ist das nicht, aber das ist halt München - die haben echt Angst vor uns :-)

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