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Augsburger Panther

22.02.2015

Nur noch Frust: 60 Strafminuten bei nächster Panther-Pleite

Hat die nächste Niederlage als Coach zu verdauen: Panther-Trainer Greg Thomson
Bild: Siegfried Kerpf

Die Augsburger Panther verlieren am Wochenende zweimal. Der Frust sitzt tief: Ein Spieler reagiert sich mit einem Flaschenwurf ab, insgesamt erhält das Team 60 Strafminuten.

Greg Thomson kann in seinen Spielanalysen immer wieder dieselben vier Worte benutzen. „Es ist sehr frustrierend“, muss der Trainer der Augsburger Panther zugeben. Sein Team kann nicht mehr die Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreichen und scheitert auch in dem Bemühen in der Schlussphase der Vorrunde wenigstens Achtungserfolge zu erzielen. Immer wieder fehlen Kleinigkeiten wie an diesem Wochenende. Nach dem 2:3 am Freitag gegen den EHC München brachten am Sonntag in Düsseldorf zwei Gegentreffer in der Schlussphase die Entscheidung zum 1:3 (1:1, 0:0, 0:2).

Die Augsburger fühlten sich dabei von den Schiedsrichtern kräftig benachteiligt und brachten dies sehr nachdrücklich zum Ausdruck. Als mit Andreas Martinsen in der 39. Minuten erstmals ein Düsseldorfer auf die Strafbank musste, „klatschte“ Pantherstürmer Greg Moore mit seinem Schläger Beifall und erhielt dafür eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Es war nicht überraschend, dass auch der DEG-Führungstreffer (58. Minute) zu einem Zeitpunkt fiel, als ein Augsburger in der „Kühlbox“ saß. Travis Turnbull hieß der Torschütze. Der Panthertrainer nahm daraufhin den starken Torhüter Markus Keller vom Eis und versuchte mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen. Stattdessen gelang Mike Collins das 3:1 für die DEG (59:50 Minuten).

Ärger wegen der Schiedsrichter-Leistung

Einige Panther ließen ihren Ärger an den Unparteiischen aus. Spencer Machacek schleuderte sogar eine Plastikflasche auf das Eis. Er bekam dafür eine Spieldauerstrafe und muss möglicherweise mit einer Sperre rechnen. In der Endabrechnung hatten die Augsburger 60 Strafminuten, Düsseldorf kam mit sechs davon. Trainer Thomson meinte dazu: „Wir waren heute nicht in der Lage, alle neun Unterzahlsituationen zu überstehen. Wir haben es nur achtmal geschafft und deshalb verloren. Ich habe Zweifel, dass alle Strafen berechtigt waren. Mehr sage ich dazu lieber nicht, sonst bekomme ich selbst eine Strafe.“

Im Rheinland fehlte den Panthern Philip Riefers, bei dem am Freitag eine Bauchmuskelzerrung wieder aufgebrochen war. Dennoch begann die Begegnung verheißungsvoll. Verteidiger Andy Reiss brachte die Gäste in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Die DEG scheiterte immer wieder am Augsburger Schlussmann. Erst bei einem Schuss von Daniel Kreutzer (17.) war dieser machtlos.

Im Mitteldrittel hatte der Augsburger Louie Caporusso zweimal gute Einschussmöglichkeiten. DEG-Torhüter Tyler Beskorowany konnte klären, zog sich bei seiner akrobatischen Einlage allerdings eine Knieverletzung zu und musste für Lukas Lang Platz machen. Augsburg hielt mit – bis Louie Caporusso raus musste und die DEG traf. Eine Randnotiz: Den Panthern bleibt zumindest der letzte Tabellenplatz erspart. Die Schwenninger Wild Wings können Augsburg nach dem 0:2 in Hamburg nicht mehr einholen. AZ/unz

Augsburger Panther Keller – Reiss, Woywitka; Lamb, Tölzer; Bettauer, Seifert; Jobke – Machacek, Caporusso, DaSilva; Grygiel, Weiß, Ciernik; Breitkreuz, Moore, Hinterstocker; Schäffler

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