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Augsburger Panther

21.11.2019

Olivier Roy: "Wissen, dass wir gut genug sind, um die Play-offs zu erreichen"

Neben dem Eis stets zurückhaltend und höflich: Mit seinen Paraden ist der Frankokanadier Olivier Roy der große Rückhalt der Augsburger Panther. Mindestens eine Woche lang fällt er aus.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Panther-Torwart Olivier Roy spricht im Interview über seine Verletzung, die CHL-Auftritte der Panther und die Startschwierigkeiten seiner Mannschaft in der Liga.

Sie verließen in der 57. Minute des Achtelfinal-Rückspiels in der Champions Hockey League beim Stand von 1:1 mit schmerzverzerrtem Gesicht das Eis und humpelten sofort in die Umkleide. Als Beobachter musste man von einer gravierenden Verletzung ausgehen. Was war passiert?

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Olivier Roy: Ich habe plötzlich Schmerzen in meinem rechten Bein verspürt. Ich habe sofort gemerkt, dass da etwas nicht in Ordnung ist und bin aus dem Tor gefahren.

War es die Folge eines Checks?

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Roy: Nein, das war ohne Feindberührung. Die Ärzte haben sich am Tag darauf sehr gut um mich gekümmert. Als ich gehört habe, dass es eine Muskelverletzung an den Adduktoren ist, war ich sehr erleichtert. Wir alle hatten eine schlimmere Nachricht erwartet. Eine Verletzung mitten in der Saison kommt immer zur schlechten Zeit, aber es ist zumindest nichts gerissen und ich muss nicht operiert werden. Das waren gute Nachrichten.

Wie lange werden Sie wohl ausfallen?

Roy: Im Heimspiel am Freitag gegen Bremerhaven und am Sonntag bei den Eisbären Berlin bin ich mit Sicherheit nicht dabei. Danach werden wir von Tag zu Tag weitersehen. Aber es kann auch sein, dass es noch eine weitere Woche dauert, bis ich wieder voll belastbar bin. Das werden wir am Heilungsverlauf sehen.

Es ist Ihre zweite Verletzung in der laufenden Saison. Zu Beginn sind Sie bereits ausgefallen – was war da passiert?

Roy: Ich habe mir vor den Heimspielen der Champions League gegen Lulea und Belfast den Finger gebrochen und bin zehn Tage lang ausgefallen.

Der lange Ausflug der Augsburger Panther war für Sie von einer Sekunde auf die andere beendet. Wenige Minuten später verlor Ihre Mannschaft mit 1:2 gegen Biel und verpasste knapp das Viertelfinale. Wie haben Sie die erste Europa-Teilnahme des ältesten Eislaufvereins Deutschlands erlebt?

Roy: Mir hat es großen Spaß gemacht. In der Deutschen Eishockey-Liga spielt man immer wieder gegen die gleichen Mannschaften, auf jeden Fall vier Mal in der Punktrunde und dann kommen ja noch die Play-offs. In der CHL hat man die Chance, auf wirklich starke Gegner aus ganz Europa zu treffen. Besonders unsere Gegner aus Schweden, Tschechien und zuletzt die Schweizer haben auf hohem Niveau gespielt. Und es macht Spaß, sich mit ihnen zu messen und zu sehen, dass wir durchaus mithalten können. Immerhin zählten unsere Gegner zu den Topteams in ihren Ligen. Und unsere Fans waren ja verrückt und haben jede Auswärtsfahrt zu einem Heimspiel gemacht.

Den begeisternden Auftritten auf der europäischen Bühne stehen bisher eher mittelmäßige Leistungen in der DEL gegenüber. Wie erklären Sie sich die teilweise extremen Leistungsschwankungen Ihrer Mannschaft?

Roy: Wir leisten uns zu oft Fehlstarts und verschlafen das erste Drittel. Meist spielen wir im zweiten und dritten Abschnitt exzellent. Die jüngste 4:7-Niederlage in Krefeld war exemplarisch. Nach den ersten zwanzig Minuten lagen wir 0:5 hinten. Die beiden anderen Drittel haben wir mit 4:2 gewonnen. Wir müssen vom Eröffnungsbully weg konzentriert zur Sache gehen. Wir müssen nichts Besonderes machen, sondern nur konstant unser Spiel 60 Minuten lang durchziehen. Dann können wir jede Mannschaft in der DEL schlagen. Das haben wir in der vergangenen Saison gezeigt. Die Mannschaft ist fast unverändert geblieben und wir haben auch aktuell gezeigt, dass wir vor niemandem Angst haben müssen. Das hat man beim 4:1 gegen den deutschen Meister Mannheim gesehen.

Ist es eine Einstellungssache?

Roy: Schwer zu beurteilen. Wir sagen uns ja alle vor dem Spielbeginn, dass wir am Anfang aufpassen müssen.

Mit dem aktuell zwölften Platz hinkt die Mannschaft den Erwartungen hinterher. Wie sehen Sie die Situation?

Roy: Es ist zwar schade, dass die Reise in der Champions Hockey League nach dem Achtelfinale zu Ende ist. Aber wir müssen es positiv sehen: Jetzt können wir uns ganz auf die Liga fokussieren. Jetzt fällt die Doppelbelastung mit den Reisen und den Spielen unter der Woche weg und wir werden auch etwas frischer in der DEL sein. Wir wissen, dass wir gut genug sind, um die Play-offs zu erreichen. Das wollen wir jetzt unter Beweis stellen.

Zur Person: Olivier Roy kam 2017 vom Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau nach Augsburg. Der Frankokanadier aus Causapscal (Provinz Quebec) war der überragende AEV-Profi der vergangenen Saison. In den Play-offs bissen sich im Viertelfinale die Düsseldorfer EG und im Halbfinale der EHC Red Bull München schier die Zähne an dem 28-Jährigen aus. Aktuell belegt Roy mit einer Fangquote von 91,4 Prozent den zehnten Platz der Deutschen Eishockey-Liga.

Lesen Sie dazu auch: AEV verpflichtet neuen Stürmer: Kanadier soll Offensive verstärken

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