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Interview

06.09.2019

Panther-Boss Sigl über die CHL: "Ein beeindruckendes Erlebnis"

Für Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl ist die Champions Hockey League Belohnung und Ansporn zugleich.
Bild: Ulrich Wagner

Plus AEV-Chef Lothar Sigl spricht im Interview über seine Erlebnisse auf den Auswärtsreisen nach Schweden und Nordirland und seine Erwartungen für die nächsten Spiele.

Zum ersten Mal seit Menschengedenken haben Sie die Mannschaft wieder direkt begleitet, saßen mit im Flugzeug nach Schweden und Nordirland. Wie haben Sie dieses lange Wochenende erlebt?

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Lothar Sigl: Solch einen internationalen Auftritt hatten wir ja mit den Panthern noch nie. Das war ein beeindruckendes Erlebnis. Die Reise war perfekt organisiert. Die Mannschaft macht einen sehr disziplinierten und hoch konzentrierten Eindruck.

Und dann gewinnen die Panther auch noch zweimal...

Sigl: Und dann passiert auch noch so was. Wir haben auch einen Eindruck von den Stadien und den Abläufen in anderen Ländern bekommen. Das war gut. Und ich muss sagen, dass sich weder Augsburg noch die ganze DEL da verstecken müssen.

Hätten Sie sich vor zehn Jahren träumen lassen, dass Sie einmal per Charterflug quer durch Europa zu Spielen in einem europäischen Wettbewerb reisen?

Sigl: Das hätte ich mir auch vor einem Jahr nicht träumen lassen. Aber manchmal gelingt so etwas. Das ist eine Belohnung für vieles. Für viele, die im Verein arbeiten. Für die Fans. Wir wissen, wo wir herkommen und dass es auch schon ganz andere Zeiten gegeben hat. Jetzt genießen wir den Augenblick und schauen, was die Zukunft bringt – denn die Saison in der DEL steht ja auch schon unmittelbar vor der Tür.

Welchen Stellenwert hat die CHL für Sie?

Sigl: Für mich hat immer die DEL Vorrang. Wir nehmen die CHL sehr sehr ernst, weil wir Augsburg und Deutschland anständig vertreten wollen. Aber wir haben auch noch 52 Spiele in der DEL zu machen und diesen gilt mein persönlicher Fokus. Denn es hilft dir ja nichts, wenn du in der CHL einen guten Eindruck machst und dann in der Liga alles schiefgeht.

Aber hätten Sie gedacht, dass hier eine solche Euphorie entsteht, dass über 1000 Fans nach Belfast reisen, um ihre Mannschaft dort zu sehen?

Sigl: Nein. Mir war zwar schon klar, dass das für Augsburg, für die Spieler, für den Klub, für die Sponsoren etwas ganz Besonderes ist. Aber dass eine solche Völkerwanderung in Betrieb kommt – damit war nicht zu rechnen. Die Fans haben große Mühen und Kosten auf sich genommen. Hut ab, da muss man wirklich applaudieren.

Stichwort Kosten: Wie groß ist das Minus, das die CHL momentan den Panthern beschert?

Sigl: Das können wir sagen, wenn die drei Heimspiele vorbei sind. Vorher wissen wir es nicht, denn das hängt direkt mit der Einnahmesituation zusammen. Ich habe noch gar kein griffiges Gefühl, wie viele Zuschauer kommen werden. Ich glaube schon, dass am Wochenende ein bisschen was in Bewegung kommt. Denn die Daheimgebliebenen wollen sicherlich das CHL-Erlebnis schnuppern und genießen. Wir haben aber starke Konkurrenz mit dem Plärrer, einem Fußball-Länderspiel am Freitag und Sommerferien sind auch noch.

Können die Augsburger Panther (hier Patrick McNeill und Matt Fraser) auch zu Hause weiterfeiern? Am Freitag empfangen die Augsburger im CHL-Rückspiel das schwedische Team aus Lulea, am Sonntag die Giants aus Belfast.
Bild: Siegfried Kerpf

Wie schätzen Sie die sportlichen Chancen aufs Weiterkommen in der Gruppe C ein?

Sigl: Wir haben auf jeden Fall vier Punkte auf dem Konto und zwei Auswärtsspiele hinter uns. Ich glaube nach wie vor, dass Lulea sich durchsetzen wird in der Gruppe. Wenn wir jetzt auch eine gewisse Heimstärke entwickeln können, dann haben wir es zumindest in der Hand, dass wir vielleicht den zweiten Platz schaffen können. Es ist noch nichts entschieden. Wir haben uns aber sportlich bewiesen, was gut für das Selbstvertrauen der Mannschaft ist. Wir haben es selbst der Hand.

Wie erwarten Sie die Schweden am heutigen Freitag (18 Uhr) im Curt-Frenzel-Stadion?

Sigl: Ich glaube, die haben etwas gutzumachen gegen uns. Vielleicht waren sie ein bisschen überrascht, dass es eine gewisse Gegenwehr von unserer Seite gab. Angefangen haben sie ja wie die Feuerwehr und jeder weiß, dass das in Europa eine absolute Top-Mannschaft ist. Wir werden es aber natürlich trotzdem probieren, es geht immer bei 0:0 los.

Und am Sonntag gegen Belfast?

Sigl: Da braucht keiner glauben, dass das einfach wird. Das hätten wir uns schon beim Auswärtsspiel ein bisschen leichter vorgestellt. Belfast hat gezeigt, dass es keine Laufkundschaft ist.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit dem AEV-Kapitän an: Steffen Tölzer erzählt – über Dorfleben, Faustkämpfe und die CHL

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