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Panther-Chef Sigl wird an Tuomie festhalten - trotz verpatzten Saisonstarts

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Kommentar Von Andreas Kornes
04.11.2019

Plus Der Trainer trägt die Verantwortung - vor allem, wenn es schlecht läuft. Panther-Chef Lothar Sigl hält jedoch nichts von einfachen Schuldzuweisungen.

Es liegt im Wesen des Menschen, dass er es einfach mag. Wer einfache Antworten hat, findet Gehör – und sei das Thema noch so komplex. Das Problem an einfachen Antworten ist, dass sie nicht zwangsläufig richtig sind. Im Sport ist eine dieser einfachen Antworten, dass der Trainer schuld ist. Das stimmt manchmal sogar. Aber nicht immer.

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Richtig ist, dass der Trainer die Verantwortung trägt. Vor allem wenn es schlecht läuft. Da das jeder weiß, der diesen Beruf ausübt, ist Mitleid fehl am Platz. Die wenigsten Übungsleiter erreichen das Ende ihrer Vertragslaufzeit. Dafür gibts dann aber eine Abfindung und meist schon bald wieder einen neuen Vertrag bei einem neuen Klub.

Bei den Augsburger Panthern hat Lothar Sigl das Sagen

Tray Tuomie

Bei den Augsburger Panthern ist das anders. Dort hat Lothar Sigl das Sagen. Und der Mann hält nichts von einfachen Schuldzuweisungen. Ganz im Gegenteil. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass er gerade dann mit sturer Gelassenheit an einem Trainer festhält, wenn ihm der Wind besonders rau entgegenweht. Momentan weht solch ein Wind durch das Curt-Frenzel-Stadion.

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Auf den Rängen hat der neue Trainer Tray Tuomie nach einem verpatzten Saisonstart viel von seinem Kredit verspielt. Kein System erkennbar. Ständig neue Reihen. Phlegmatisch auf der Bank. So lauten die Vorwürfe. Darüber lässt sich diskutieren. Denn tatsächlich spielt die Mannschaft in dieser Saison um eine Klasse schlechter als in der vergangenen. Dabei hat sich personell nur wenig verändert. Platz 12 nach einem Drittel der Saison ist trotz der Zusatzbelastung CHL viel zu wenig.

Matt White ist für AEV nicht zu ersetzen

Fakt ist aber auch, dass ein Matt White für einen Klub wie die Augsburger Panther nicht zu ersetzen ist. Das Glück, solch einen Mann aus dem Hut zu zaubern, haben sie dort einmal in zehn Jahren. In den anderen neun Jahren holen sie einen wie Mitch Callahan. Engagiert, kampfstark, aber eben kein Matt White. Null Tore nach 17 Spielen ist trotzdem zu wenig.

Fällt dann mit Drew LeBlanc auch noch der beste Spieler über Wochen aus, schiebt das den Abwärtstrend zusätzlich an. Die einfache Lösung wäre, den Trainer auszutauschen. Sigl wird das nicht machen. Er hat vor zwei Jahren an Mike Stewart festgehalten, als es schlecht lief. Der dankte es ihm mit der erfolgreichsten Hauptrunde der Klubgeschichte.

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