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Augsburger Panther

15.03.2021

Panther-Chef gibt Tuomie und dem AEV-Team 14 Spiele Bewährung

14 Spiele haben die Augsburger Panther noch Zeit, den Sprung in die Play-offs zu schaffen.
Foto: Ulrich Wagner

Plus Der AEV steckt in der Krise. Für viele Fans ist der Schuldige längst klar: Trainer Tray Tuomie. Doch dessen Chef spricht nun ein Machtwort. Und erwartet eine Gegenleistung.

Coronabedingt ist die Deutsche Eishockeyliga (DEL) für diese Saison in zwei Gruppen unterteilt worden: sieben Teams im Süden, sieben im Norden. Am Sonntag unterlagen die Augsburger Panther gegen Mannheim mit 2:4 und schlossen damit die 24 Partien der Süd-Gruppe ab. Viermal hatten sich die Mannschaften gegenüber gestanden. Ab dem Wochenende warten 14 Duelle gegen die Teams aus dem Norden (jeweils Hin- und Rückspiel). Genau jetzt stecken die Panther in der Krise. Zwei Punkte aus den vergangenen sieben Partien sind zu wenig, um den Schwenninger Wild Wings auf den Fersen zu bleiben. Die belegen derzeit Rang vier im Süden, was zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen würde. Augsburg ist Sechster.

Niederlagen der Augsburger Panther: AEV-Fans laden ihren Frust in den sozialen Medien ab

Die jüngsten Niederlagen, vor allem das 0:5 gegen Schwenningen, haben die Diskussionen um Panther-Trainer Tray Tuomie befeuert. Da die Fans ihren Unmut derzeit nicht im Stadion bekunden können, weichen viele in die sozialen Medien aus und laden dort ihren Frust ab. Für Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl stellt sich die Frage nach dem Trainer aber nicht. Gegenüber unserer Redaktion sagte er, dass Tuomie schon viel für die Panther geleistet habe – erst als Assistent von Mike Stewart, dann seit der vergangenen Saison als Cheftrainer. „Auch er ist eine der Personen, die mit einem erheblichen Gehaltsverzicht unsere Teilnahme an dieser Saison erst ermöglicht haben. Es war noch nie die Art der Augsburger Panther, so mit verdienten Mitarbeitern umzugehen. Das wird sich im Verlauf dieser Spielzeit auch nicht mehr ändern.“

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Foto: Www.imago-images.de

Klare Ansage vom AEV-Boss Lothar Sigl: 14 Spiele Bewährung für Tuomie und das Team

Doch die Ansage von Sigl ist klar: Tuomie habe, wie die Spieler auch, die Chance, sich in den verbleibenden 14 Spielen zu beweisen. „Nach der Saison werden wir uns die Zeit nehmen, die Saison Revue passieren zu lassen, alles im Detail zu analysieren und dann in Ruhe Entscheidungen für die Zukunft treffen. Noch ist die Türe für jeden im Team offen.“ Alle Beteiligten spielen also auf Bewährung, denn Tuomie und auch die meisten Spieler haben Verträge, die nach dieser Saison enden.

Das könnte früher passieren als erhofft, denn die Chancen, den Sprung in die Play-offs noch zu schaffen, sind zuletzt stark geschrumpft. Schwenningen, das es noch zu überholen gilt, hat sich bislang als sehr stabil präsentiert, was unter anderem an dessen überragenden Torwart Joacim Eriksson liegt. Der 30-jährige Schwede kam im Sommer von Brynäs IF und ist mit einer Fangquote von 93,1 Prozent aktuell Spitzenreiter unter den DEL-Torhütern.

Die Hoffnung stirbt auch bei den Augsburger Panthern zuletzt

Die Hoffnung stirbt aber auch bei Sigl zuletzt: „Die Leistungen sind seit einigen Spielen nicht mehr das, was wir alle uns vorstellen. Wobei man dem Team zum Beispiel gestern gegen starke Mannheimer kämpferisch überhaupt keinen Vorwurf machen kann. Wir müssen jetzt gegen die Teams aus dem Norden trotzdem die Kurve kriegen, wollen wir unser Ziel Play-offs noch erreichen.“ Immerhin 42 Punkte seien ja noch zu vergeben.

Der Auftakt der Nord-Süd-Duelle beschert dem Augsburger Trainer am kommenden Sonntag gleich das Duell mit seinem Sohn Parker, der seit dieser Saison in Berlin unter Vertrag steht. Die Eisbären spielen bisher eine überragende Saison und sind der denkbar schwerste Gegner für den Auftakt der erhofften Aufholjagd.

Auf familiäre Bande wird Tuomie keine Rücksicht nehmen können. Er steht unter großem Druck, der Gegenwind aus den Reihen der Anhängerschaft ist stark. Für Sigl ist deren Ärger verständlich. „Auch ich bin nach Niederlagen verärgert und möchte erfolgreich sein. Ich bin froh, dass unsere Fans auch in einer Geistersaison mit vollem Herzen bei uns sind, sich freuen, ärgern und Emotionen zeigen.“ Die handelnden Personen dürften sich aber nicht von Emotionen leiten lassen. Sigl: „Ich trage die Verantwortung, alle Entscheidungen müssen überlegt und mit Weitsicht getroffen werden. Und bei jeder Entscheidung steht im Vordergrund, dass sie das Bestmögliche für unseren Klub bewirken soll.“ Sigl stärkt seinem leitenden Angestellten also den Rücken – und gibt ihm 14 Spiele Zeit, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen.

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