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Augsburger Panther

01.10.2019

Panther-Coach verteidigt Neuzugang Callahan nach schwachen Spielen

Mit drei Treffern war Daniel Schmölz (Mitte) der überragende AEV-Stürmer des Wochenendes. Hier gratulieren David Stieler (links) und Adam Payerl zum 1:0 des Füsseners in Wolfsburg.
Bild: Jan Huebner

Plus In dieser Saison ist der AEV auswärts noch unbesiegt. Jetzt ist auch Spielemacher LeBlanc wieder in Augsburg. Doch einer hat seinen Platz noch nicht gefunden.

Der Jubel am Sonntagabend fiel ein wenig lauter aus als sonst. „Man hat schon gemerkt, dass den Jungs ein Stein vom Herzen gefallen ist, dass sie endlich ein Spiel über 60 Minuten lang durchgezogen haben“, erzählt Sportmanager Duanne Moeser über das erfreuliche Resultat des sechsten Spieltags der Deutschen Eishockey Liga. Nach Treffern von Daniel Schmölz, David Stieler und Simon Sezemsky setzten sich die Augsburger Panther 3:2 in Wolfsburg durch.

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In der Verlängerung und im Penaltyschießen hatte die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie bereits gewonnen, aber noch keinen Dreier gefeiert, also einen Erfolg nach 60 Minuten. Jetzt also die Saison-Premiere in Niedersachsen. „Man hat endlich das richtige Gesicht der Mannschaft gesehen. Sie hat gezeigt, was sie draufhat, wenn sie konzentriert zu Werke geht“, meint Moeser.

Panther-Trainer Tray Tuomie freut sich über viel Disziplin

Entscheidend war, dass die AEV-Profis nicht schon wieder den Start verschliefen. Wie zum Beispiel am Sonntag beim 4:5 gegen Straubing. Oder eine Woche davor beim 3:4 nach Penaltyschießen gegen Düsseldorf. „Es kostet einfach zu viel Kraft, immer einem Rückstand hinterherzulaufen. Das haben wir geändert“, sagte Tray Tuomie, der sich auch über viel Disziplin freute. Trotz eines üblen Crosschecks von Grizzlys-Verteidiger Jeff Likens an AEV-Torjäger Adam Payerl ließen sich die Augsburger nicht zu Revanche-Aktionen hinreißen.

Scott Kosmachuk war zuletzt für die Colorado Eagles im Einsatz. Der 25-jährige Kanadier kommt auf acht NHL-Einsätze für Winnipeg.
28 Bilder
Augsburger Panther: Der AEV-Kader für die Saison 2019/20
Bild: Siegfried Kerpf

Bisher ist der AEV auswärts eine Macht. Sowohl in der Champions Hockey League (3:2 n. P. in Luleå, 3:2 n. V. in Belfast) wie auch in der DEL (4:3 n. V. in Krefeld, 4:3 n. P. in Schwenningen, 3:2 in Wolfsburg) sind die Panther in fremden Stadien noch unbesiegt. Zu Hause wartet die Mannschaft in der Liga allerdings auf den ersten Sieg. Coach Tuomie misst der Statistik keine große Bedeutung bei. „Das hat nicht viel zu sagen. Wir haben die Heimspiele alle mit nur einem Tor Unterschied verloren“, rechnet der Trainer vor.

Mitch Callahan hat seinen Platz beim AEV noch nicht gefunden

Am vergangenen Wochenende mussten die Panther ohne Mittelstürmer Drew LeBlanc auskommen, der aus persönlichen Gründen in die Heimat nach Nordamerika geflogen war. Seit Montag ist der Spielmacher wieder in Augsburg, allerdings nach einer Rückreise mit Komplikationen. „Es ist noch nicht entschieden, ob er am Mittwoch gegen Ingolstadt wieder eingreifen kann“, sagt Tuomie. Doch normalerweise sind die Burschen hart im Nehmen und eine Rückkehr des US-Amerikaners gegen die Oberbayern ist wahrscheinlich. Dann wird der Coach seine Reihen wieder umbauen müssen und vielleicht auch den Kükensturm mit Marco Sternheimer, Alex Lambacher und Jakob Mayenschein auseinanderreißen.

Seinen Platz noch nicht gefunden hat Neuzugang Mitch Callahan. Nach überragenden drei Toren im ersten Testspiel gegen Oslo beim Dolomitencup hängt der Amerikaner kräftig durch. Nach sechs DEL-Spieltagen steht der Stürmer mit lediglich einer Vorlage in der Statistik. Auf den Tribünen murren die Fans. Sportmanager Moeser gibt zu Bedenken: „Es ist sein erstes Jahr in Europa, so vieles ist neu für ihn. Manche Spieler brauchen länger für die Umstellung.“

Tray Tuomie verteidigt ebenfalls den als Ersatz für Torjäger Matt White verpflichteten Angreifer aus der American Hockey League. Callahan müsse sich auf den in Europa größeren Eisflächen erst orientieren. Außerdem macht der 28-Jährige viele Kleinigkeiten richtig. Der Coach beurteilt einen Spieler auch danach, ob er seiner Mannschaft weiterhilft, und das sei bei Callahan der Fall. Zudem habe er in einigen Situationen, auch beim 3:2 gegen Wolfsburg Pech gehabt. „Wir haben noch Geduld mit ihm. Fakt ist aber auch, dass wir Tore von ihm erwarten“, sagt Tuomie, der daran erinnert, dass bei Matt Fraser in der vergangenen Saison erst spät der Knoten platzte.

Schon gehört? AEV-Kapitän Steffen Tölzer war zu Gast in unserem Podcast.

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02.10.2019

Wüsste nicht warum man ihn verteidigen muss. Wer nicht nur auf seine Torschüsse schaut sieht schon, dass er einiges gut macht. Wer aber erwartet hat, dass er keine Eingewöhnungszeit braucht, der meckert natürlich. Mit dem werden wir noch viel Freude haben.

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