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Augsburger Panther

15.03.2019

Play-offs: Panther kassieren 1:4-Niederlage in Düsseldorf

Ausgerutscht: Im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie gegen Düsseldorf kassierten die Augsburger Panther (unten Drew LeBlanc) die erste Niederlage.
Bild: Horst Müller

Das Viertelfinale zwischen Augsburg und der DEG ist nach der Niederlage in Düsseldorf wieder völlig offen. In der Best-of-Seven-Serie steht es jetzt 1:1.

So richtig glaubten offenbar die Fans der traditionsreichen Düsseldorfer EG nicht an ihr Team. Denn im ersten Viertelfinal-Heimspiel blieben im ISS Dome in Düsseldorf-Rath die Oberränge mit schwarzen Vorhängen gesperrt. Statt der 13.205 möglichen Zuschauer kamen gestern Abend lediglich 8387 Anhänger, darunter rund 500 Fans aus Augsburg, zum zweiten Play-off-Duell gegen die Augsburger Panther.

Augsburger Panther verlieren 1:4 in Düsseldorf

Nach 60 Minuten setzte sich Düsseldorf mit 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) durch und es steht in der Best-of-Seven-Serie zwischen dem Vorrunden-Dritten Augsburg und der DEG 1:1. Nach insgesamt 150 Strafminuten im ersten Spiel hatten die Akteure ihre Emotionen besser im Griff. 32 Strafminuten verteilten die Schiedsrichter. Das dritte Match zwischen beiden Teams folgt am Sonntag um 14 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion.

„Wir setzen wieder auf unser Power-Eishockey. Das hat uns die gesamte Saison bereits ausgezeichnet“, umschrieb Augsburgs Trainer Mike Stewart die taktische Vorgabe für die dritte Auflage der traditionsreichen deutschen Eishockey-Klubs.

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Nach dem grandiosen Auftakt vom Dienstag fanden sich die Augsburger am Freitag-Abend zu Beginn wie erwartet meist im eigenen Drittel beschäftigt. Stewart hatte seine Mannschaft noch gewarnt: „In den ersten zwanzig Minuten müssen wir wach sein, die Düsseldorfer werden richtig heiß sein.“

Zwar schaffte es der AEV-Coach immer wieder, sein bestes Verteidiger-Paar Brady Lamb und Scott Valentine gegen die DEG-Paradereihe mit Jaedon Descheneau, Torjäger Philip Gogulla und Alexander Barta zu bringen. Doch ganz kaltstellen lässt sich eine der besten Sturmlinien der Deutschen Eishockey-Liga nicht. Der Kanadier Descheneau schloss einen Konter in der 8. Minute zum 1:0 ab. Nach dem 2:0 (13.) durch Manuel Strodel gaben die Düsseldorfer und ihr lautstarker Anhang den Ton an.

Die Panther hatten ihre besten Szenen mit einem Lattenschuss von Verteidiger John Rogl (12.) und Drew LeBlanc. Der AEV-Spielmacher lief in der 19. Minute alleine auf DEG-Schlussmann Mathias Niederberger zu, doch der Nationalkeeper parierte den Schuss. Trotz der sieben Gegentore von Augsburg hatte DEG-Coach Harold Kreis wieder Niederberger vertraut.

Häufig in Unterzahl: Panthern gelingt die Wende am Ende nicht mehr

Zu Recht, denn der Keeper stoppte gleich nach der ersten Pause einen Sololauf von AEV-Torjäger Matt White. Anschließend mühten sich die Augsburger und versuchten immer wieder Druck aufzubauen. Allerdings leisteten sich die Gäste im zweiten Durchgang zu viele Strafzeiten oder die Schiedsrichter legten die Regeln allzu kleinlich aus. Die Panther spielten über weite Strecken des zweiten Abschnitts in Unterzahl und hatten es Torwart Olivier Roy zu verdanken, dass sie nicht höher als 0:2 hinten lagen.

Eine angezeigte Strafe gegen Augsburg nutzte Descheneau mit seinem zweiten Treffer gestern Abend zum 3:0 (48.). Doch die Panther steckten nicht auf und eine Minute später verkürzte AEV-Verteidiger Lamb in Überzahl auf 3:1. Zu mehr reichte es nicht. John Henrion traf ins leere Tor zum 4:1.

War das erste Match von mit Wucht anstürmenden Panthern geprägt, setzten sich die Düsseldorfer am Freitag-Abend mit guten Kombinationen besser in Szene. Im dritten Aufeinandertreffen innerhalb von sechs Tagen am Sonntag in Augsburg werden auch Kraft und Kondition eine Rolle spielen. Die Panther gelten Dank der Arbeit von Fitnesscoach Sven Herzog als eines der körperlich am besten präparierten Teams der Deutschen Eishockey-Liga.

Augsburger Panther Roy - Lamb, Valentine; Sezemsky, Haase; McNeill, Tölzer; Rogl - Trevelyan, LeBlanc, Hafenrichter; Schmölz, Ullmann, Detsch; Holzmann, Gill, Fraser; White, Stieler, Payerl

 

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