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DEL

22.09.2020

Saisonstart in Gefahr: Eishockey-Klubs machen Druck

So kann die DEL nicht spielen: Die Eishockey-Liga ist auf Zuschauer angewiesen.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Der Starttermin der Deutschen Eishockey-Liga ist in Gefahr. Prokurist Leonardo Conti von den Augsburger Panthern warnt vor einem großen Minus in der Kasse.

Knapp sieben Wochen bleiben den Klubs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bis zum geplanten Starttermin am 13. November. Doch auch nach der DEL-Gesellschafterversammlung am Montag ist die Zukunft der Eliteklasse offen. Im Augenblick erlaubt die Politik eine Zuschauerauslastung bei sportlichen Großveranstaltungen von bis zu 20 Prozent, sofern es das lokale Infektionsgeschehen zulässt. „Wenn es bei dieser Regelung bleibt, dann hätten wir in Augsburg am Ende der Saison ein siebenstelliges Minus in der Kasse. Das würden einige Klubs nicht überleben“, sagt Leonardo Conti von den Augsburger Panthern. „Das wäre ein Himmelfahrtskommando, wenn man niemanden in der Hinterhand hat, der die Rechnung bezahlt“, fügt der Panther-Prokurist an.

Spielbetrieb in der DEL ist nur mit Zuschauern möglich

Zu viele Einnahmen sind an den Spielbetrieb mit Zuschauern gekoppelt. Mit einer Auslastung von gut 50 Prozent im 6179 Zuschauer fassenden Curt-Frenzel-Stadion könnte der AEV überleben. Allerdings kommen Alleingänge nicht infrage. „Wir benötigen einen Rahmen, der für alle 14 Klubs vertretbar ist“, sagt Conti.

Die staatlichen Hilfen aus dem Sport-Konjunkturpaket haben die Augsburger beantragt. Demnach können fehlende Ticketerlöse der Monate April bis Dezember bis zu 80 Prozent erstattet werden. Der Höchstsatz liegt laut der EU-Beihilfeverordnung bei 800000 Euro. Aber diese Summe genügt nicht, um die entstehenden Löcher zu stopfen. Zum Vergleich: Ohne die Corona-Pandemie hätte die Panther GmbH mit einem Jahresbudget von sieben Millionen Euro geplant.

Bald folgt der nächste wichtige Termin für Eishockey-Fans

Addiert man das Minus aller Standorte, kommt eine stattliche Summe zustande. „Uns fehlen für einen verantwortungsvollen Saisonstart rund 60 Millionen Euro, die wir ohne die Hilfe Dritter allein nicht aufbringen können“, sagt DEL-Aufsichtsratchef Jürgen Arnold aus Ingolstadt.

Am 2. Oktober will die DEL erneut entscheiden, wann und ob es weitergeht. Noch hält man am 13. November fest, aber es ist laut Conti „nicht der letztmögliche Starttermin“.

Kommentar: Ohne Fans geht nichts bei den Augsburger Panthern

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