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Augsburger Panther

26.11.2019

Sechs Gründe, warum es bei den Augsburger Panthern nicht läuft

Redebedarf: In der Deutschen Eishockey-Liga hinken die Augsburger Panther mit Trainer Tray Tuomie den Erwartungen hinterher.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die Augsburger Panther können die Erwartungen in der Deutschen Eishockey-Liga nicht erfüllen. Dass der AEV so schlecht abschneidet, hat Gründe, und zwar sechs.

In der Liga stecken die Panther in der Krise. Während sich die Mannschaft von Tray Tuomie in der Champions Hockey League glänzend verkaufte und sich im Achtelfinale gegen den EHC Biel erhobenen Hauptes verabschiedete, kämpft der Tabellen-Elfte in der Deutschen Eishockey-Liga mit Problemen. Sechs Gründe für die Krise:

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1. Grund: Die Abwehr

72 Gegentore bedeuten den schlechtesten Wert alle 14 DEL-Teams. Aus den vergangenen sieben Partien gab es nur einen Sieg. Während das 3:4 n. V. am Freitag gegen Bremerhaven unglücklich und unverdient war, enttäuschte der AEV am Sonntag beim 0:4 in Berlin auf der ganzen Linie. Verteidiger Henry Haase suchte erst gar nicht nach Ausreden. Die Eisbären seien gleich um „zwei Klassen besser“ gewesen und die Panther müssten mehr Herz und Charakter zeigen.

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2. Grund: Die Belastung

Viele Einsätze und lange Auswärtsfahrten gehen an die Substanz. In den vergangenen 13 Tagen standen die Panther in der DEL und der CHL sechs Mal auf dem Eis. Die Spieler beklagen, dass die geistige Frische fehlt.

3. Grund: Die Verletzungen

In der vergangenen Saison blieben die Panther von Ausfällen der Stammkräfte weitgehend verschont. Fehlen jedoch Spielmacher und Taktgeber Drew LeBlanc (Gehirnerschütterung) oder Stammtorhüter Olivier Roy (Fingerbruch und Oberschenkelverletzung) kann der AEV das kaum auffangen. Andere CHL-Starter wie Mannheim und München können Ausfälle mit einem breiteren Kader leichter kompensieren.

4. Grund: Der Fehleinkauf

Mitch Callahan ackert und bemüht sich, aber für Europa ist der Stürmer nur bedingt geeignet. Wenn nach 28 Pflichtspielen in der DEL und der CHL eine Null in der Sparte Tore steht, dann ist das zu wenig. Läuferisch ist Callahan schwach. Der 28-Jährige lässt zudem vor dem Gehäuse Torjäger-Qualitäten vermissen. Der Klub versucht mit der Verpflichtung von Scott Kosmachuk den Fehlgriff aus dem Sommer zu korrigieren. Der Neuzugang deutete in seiner DEL-Premiere in Berlin an, dass er eine Verstärkung sein kann. „Er hat Speed in unser Spiel gebracht, aber er benötigt noch Eingewöhnungszeit“, sagt Trainer Tuomie.

5. Grund: Der Trainer

Siege wie das 4:1 gegen Mannheim oder starke CHL-Auftritte zeigen, dass das Potenzial vorhanden ist. Doch es fehlt die Konstanz. Die Heimbilanz mit nur drei Siegen und acht Niederlagen ist miserabel. Letztendlich fallen die schwachen DEL-Auftritte auf den Bandenchef zurück und der ist nach dem Abgang von Mike Stewart nun der ehemalige Assistent Tray Tuomie. Es ist sein zweiter Chefposten nach der Zeit in Nürnberg (2014/15). Der 51-Jährige wechselt, auch durch Verletzungen gezwungen, oft seine Reihen. Mit der nahezu unveränderten Mannschaft hielt Tuomie am Spielsystem von Stewart fest, was nachvollziehbar ist. „Natürlich bin ich gefordert, das ist mir bewusst“, sagt Tuomie vor den Partien am Freitag in Nürnberg und am Sonntag zuhause gegen München.

6. Grund: Die Stützen

Einige Stammkräfte laufen ihrer Vorjahresform hinterher. Wenn Verteidiger Simon Sezemsky mit acht Treffern der torgefährlichste AEV-Spieler ist, dürfen sich alle Stürmer aber auch Abwehrspieler angesprochen fühlen. Patrick McNeill hat die längste Eiszeit (21.53 Minuten) und den schwächsten Plusminus-Wert (- 13).

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