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AEV

11.03.2019

So gut waren die Panther in der Hauptrunde noch nie - das Team im Check

Augsburgs Cheftrainer Mike Stewart hat mit seinem Team die beste DEL-Hauptrunde in der Vereinsgeschichte gespielt.
Bild: Jan Huebner/martin

Plus Platz drei nach Abschluss der DEL-Hauptrunde - noch nie war ein Team der Augsburger Panther so gut. Wir nehmen die Spieler in unserer Bilanz unter die Lupe.

Torhüter

AEV-Torwart Olivier Roy.
Bild: Siegfried Kerpf

Olivier Roy (36 Spiele /Gegentorschnitt 2,42 / 5 Shutouts) Einer der wichtigsten Gründe für den aktuellen Höhenflug der Panther. Wurde gegen Ende der Saison immer noch besser. Bildet zusammen mit Markus Keller das beste Torwart-Duo der Liga. In den drei wichtigsten Bewertungskategorien unter den Top-5 der DEL.

Markus Keller (21 Spiele /Gegentorschnitt 2,6 / 1 Shutout) Zuverlässiger Ersatzmann, dessen Rückstand auf seinen Kumpel Olivier Roy nur minimal ist. Bekam regelmäßig das Vertrauen von Trainer Mike Stewart, das er genauso regelmäßig mit starken Leistungen zurückzahlte. Als gebürtiger Augsburger ein Liebling der Fans – auch auf der Bank.

Verteidigung

Brady Lamb bleibt den Augsburger Panthern erhalten.
Bild: Ulrich Wagner

Brady Lamb (52 Einsätze / 7 Tore / 17 Assists / 40 Strafminuten) Der Fels in der Brandung, wenn es vor dem Panther-Tor hoch hergeht. Zusammen mit Patrick McNeill ein Vielspieler im Team, steht regelmäßig über 22 Minuten auf dem Eis. Immer wieder schön zu sehen, wenn Gegenspieler versuchen, ihn zu checken – und wirkungslos abprallen.

Scott Valentine (37 Einsätze / 2 Tore / 6 Assists / 53 Strafminuten) Eine Knieverletzung zwang den knochenharten Verteidiger zu einer mehrwöchigen Pause. Pünktlich zu den Play-offs ist er aber wieder in Topform. Bildete über weite Strecken der Saison mit seinem Kumpel Brady Lamb das Top-Verteidiger-Pärchen der Panther.

Arvids Rekis (33 Einsätze / 1 Tor / 8 Assists / 28 Strafminuten) Ist mit 40 Jahren der älteste Spieler in der DEL. Auf dem Eis war davon wenig zu sehen. Spielte dank seiner enormen Erfahrung sehr effizient. Dann rammte ihn Bremerhavens Chris Rumble Anfang Januar mit dem Kopf in die Bande. Seitdem leidet Rekis an den Folgen der Verletzung.

Panther-Verteidiger Simon Sezemsky mit dem Jersey für die spannendste Zeit des Eishockey-Jahres.
Bild: Ulrich Wagner

Simon Sezemsky (49 Einsätze / 10 Tore / 15 Assists / 20 Strafminuten) Hat sich in Augsburg vom Ergänzungs- zum Nationalspieler gemausert. Spielt die beste Saison seiner Karriere. Dank seiner Schusstechnik immer brandgefährlich von der blauen Linie. Körperlich nicht der stärkste im Team, macht das aber mit cleverem Stellungsspiel locker wieder wett.

Am Dienstag treffen die Augsburger Panther beim ersten Spiel der "Best of Seven"-Serie auf die Düsseldorfer EG. Sportredakteur Milan Sako schätzt die Situation vor dem ersten Play-Off-Spiel ein. Sein Fazit: Der AEV wird gewinnen.

Henry Haase (36 Einsätze / 1 Tor / 7 Assists / 26 Strafminuten) Der Mann mit der Berliner Schnauze räumt vor dem eigenen Tor unerbittlich ab. Fällt weniger durch edle Technik, als vielmehr durch beherztes Körperspiel auf. Den Pantherbossen gefällt diese kompromisslose Art, sie verlängerten seinen Vertrag um weitere zwei Jahre.

Steffen Tölzer (40 Einsätze / 3 Tore / 5 Assists / 28 Strafminuten) Wegen eines gebrochenen Knöchels fiel der Kapitän mehrere Wochen aus. Ansonsten aber der gewohnte Stabilitätsfaktor in der Defensive. Spielt nicht auffällig, dafür aber mit geringer Fehlerquote. Hat mit drei Treffern zum fünften Mal seinen Saisonbestwert erreicht.

Patrick McNeill (51 Einsätze / 9 Tore / 20 Assists / 40 Strafminuten) Der Mann mit der Pferdelunge. Laut DEL-Statistik steht er 22:59 Minuten pro Spiel auf dem Eis. Bestwert im Panther-Team und ligaweit der drittbeste Wert. Geschickter und harter Zweikämpfer in der Defensive, zudem torgefährlich bei seinen Ausflügen in die gegnerische Zone.

Sturm

Marco Sternheimer.
Bild: Siegfried Kerpf

Marco Sternheimer (38 Einsätze / 1 Tor / 4 Assists / 5 Strafminuten) Hat alle Nachwuchsmannschaften des AEV durchlaufen. Arbeitet jetzt hart daran, zu einer DEL-Stammkraft zu werden. Erzielte gegen Ingolstadt seinen ersten Treffer in der höchsten deutschen Spielklasse. Musste einige Male als überzähliger Profi auf der Tribüne Platz nehmen.

Jamie Arniel (2 Einsätze / 0 Tore / 0 Assists / 0 Strafminuten) Kam für die heiße Phase der Saison, um dem Kader mehr Tiefe zu verleihen. Sitzt, wenn sich keiner verletzt, nur auf der Tribüne. Hat aber im Training und bisher zwei DEL-Spielen für die Panther angedeutet, dass er jederzeit als gleichwertiger Ersatzmann bereitsteht.

Adam Payerl (49 Einsätze / 13 Tore / 16 Assists / 146 Strafminuten) Ein Stürmer, wie ihn sich Trainer Mike Stewart wünscht. Schießt Tore und teilt kräftig aus. Belegt dank mehrerer teils spektakulärer Faustkämpfe Platz zwei der Strafzeiten-Tabelle. Wurde gegen Ende der Saison friedlicher und glänzt als mannschaftsdienlicher Allrounder.

Thomas Holzmann (47 Einsätze / 3 Tore / 11 Assists / 59 Strafminuten) Wer nur auf die Statistik schaut, sieht eine ernüchternde Bilanz. Drei Tore sind sein schlechtester Wert im Trikot der Panther. Nicht zu sehen sind in der Statistik aber Einsatzwille und Laufbereitschaft. Diese Eigenschaften machen den Stürmer für jedes Team wertvoll.

Drew LeBlanc (vorne) und die Augsburger Panther begeistern in dieser Saison das Augsburger Eishockey-Publikum.
Bild: Siegfried Kerpf

Drew LeBlanc (52 Einsätze / 11 Tore / 37 Assists / 40 Strafminuten) Einmal mehr das Herzstück der Panther-Offensive. Brillierte im Zusammenspiel mit dem kongenialen Matt White. Zudem der Mann mit der besten Kondition, legt regelmäßig die meisten Kilometer zurück. Einer von nur vier Panthern, der alle 52 Hauptrundenspiele absolviert hat.

David Stieler (51 Einsätze / 7 Tore / 17 Assists / 8 Strafminuten) Begann die Saison stark, tauchte dann etwas ab. Hat mit 24 Punkten aber einen neuen persönlichen DEL-Rekord aufgestellt. Verrichtet viel Arbeit fürs Team und macht die kleinen Dinge richtig. Zuverlässig auch am Bully-Punkt: Gewinnt deutlich mehr Anspiele, als er verliert.

T. J. Trevelyan (37 Einsätze / 5 Tore / 10 Assists / 18 Strafminuten) War am Anfang der Saison verletzt und musste zudem auf seinen deutschen Pass warten. Letzteres spart den Panthern eine Ausländerlizenz. Überzeugt auch in seiner achten Saison für die Panther mit großem Einsatzwillen. Strahlt allerdings nicht mehr die ganz große Torgefahr aus.

Daniel Schmölz (51 Einsätze / 12 Tore / 11 Assists / 62 Strafminuten) Bekommt auch in dieser Saison das Prädikat: unverzichtbar. Ackert und rackert – und trifft zuverlässig im zweistelligen Bereich. Der Allgäuer ist dabei kein Kind von Traurigkeit, belegt hinter dem uneinholbar führenden Adam Payerl Platz zwei der teaminternen Strafzeitenstatistik.

Matt Fraser (52 Einsätze / 18 Tore / 16 Assists / 36 Strafminuten) Benötigte eine etwas längere Anlaufphase, ehe er die Torproduktion startete. Inzwischen trifft der Scharfschütze aber regelmäßig. Profitiert dabei von seiner Reaktionsschznelligkeit und Schusstechnik. Geht aber auch gerne dorthin, wo es wehtut: direkt vor das gegnerische Tor.

Sahir Gill (50 Einsätze / 8 Tore / 12 Assists / 35 Strafminuten) Kam aus der AHL und tat sich anfangs schwer mit der Eingewöhnung auf die größere Eisfläche in Europa. Wurde aber pünktlich zur heißen Phase der Saison immer besser. Kein Mann für die spektakulären Aktionen im Spiel, macht dafür die kleinen Dinge richtig. Starkes Stellungsspiel.

Christoph Ullmann fühlt sich in Augsburg sichtlich wohl.
Bild: Ulrich Wagner

Christoph Ullmann (46 Einsätze / 7 Tore / 7 Assists / 20 Strafminuten) Kommt keine Verletzung dazwischen, wird er in dieser Saison sein 100. Play-off-Spiel machen. Durch seine enorme Erfahrung ein wichtiger Faktor auf und neben dem Eis. Vor allem in Unterzahl extrem wichtig. Auch für ihn gilt: selten spektakulär, aber immer effektiv und wertvoll.

Jaroslav Hafenrichter (52 Einsätze / 7 Tore / 10 Assists / 24 Strafminuten) Einer, den man lieber in der eigenen Mannschaft hat. Piesackt den Gegner mit seiner enormen Schnelligkeit schon weit in dessen Drittel. Geht keinem Zweikampf aus dem Weg. War oft für das Körperliche neben Edeltechnikern wie White oder LeBlanc zuständig.

Hans Detsch (48 Einsätze / 2 Tore / 7 Assists / 36 Strafminuten) Steht nicht ganz zu Unrecht im Ruf, ein Raubein zu sein. Kann aber auch feines Eishockey spielen. Stark verbessert im Vergleich zur vergangenen Saison, ließ seine Spielintelligenz immer wieder aufblitzen. Und verdoppelte mal eben seinen bisherigen Torrekord in der DEL.

Matt White ist Topscorer der Augsburger Panther.
Bild: Ulrich Wagner

Matt White (50 Einsätze / 22 Tore / 27 Assists / 28 Strafminuten) Der Mann fürs Spektakel. Feuerte insgesamt 185 Schüsse aufs Tor ab – Ligabestwert. Wollte man ein Haar in der Suppe finden, dann dass dabei „nur“ 22 Tore herauskamen. Gut möglich, dass er im Sommer ins Ausland wechselt. Eine entsprechende Klausel hat er im Vertrag stehen.

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