EV Landsberg

21.10.2008

Teamkameraden prügeln sich

Teamkameraden, die sich geprügelt haben: Alex White (links) und Jordie Preston.

Gut eine Woche nachdem die beiden EVL-Spieler Alex White und Jordie Preston von der Vereinsführung abgemahnt worden sind, sind jetzt die Hintergründe bekannt: Die Kanadier hatten sich vor dem Spiel gegen Kaufbeuren geprügelt. Von Dominic Wimmer

Landsberg. Gut eine Woche nachdem die beiden EVL-Spieler Alex White und Jordie Preston von der Vereinsführung abgemahnt worden sind, sind jetzt die Hintergründe bekannt geworden: Die beiden Kanadier hatten sich vor dem Spiel gegen Kaufbeuren geprügelt. Angeblich wollten sie Wrestling spielen.

"Grundsätzlich ist es uns egal, was sie zu Hause machen. Aber nachdem es die Öffentlichkeit erfahren hat und die Leistungen auf dem Eis auch nicht berauschend waren, mussten wir handeln", liefert EVL-Chef Oliver Jaser die verspätete Begründung für die Abmahnungen der beiden Kanadier. "Sie haben uns gesagt, dass sie im Spaß gerangelt haben und daheim Wrestling gespielt haben." Jaser hatte zunächst an einen Trainingsunfall geglaubt, White und Preston hatten beide Veilchen im Gesicht.

Bei Preston sind die Spuren vom "Spaßkampf" mit seinem langjährigen Freund noch deutlich zu sehen: eine mehrere Zentimeter lange Wunde unter dem Auge, die sogar genäht werden musste. "Dieses öffentliche Auftreten geht nicht, auch wenn sie gesagt haben, es war nichts Ernstes", sagt Jaser. Für beide Spieler könnte das Kapitel Landsberg bald Geschichte sein. Nach den erneut katastrophalen Leistungen der Mannschaft am Wochenende - jeweils 1:6 gegen Füssen und Peiting - gab es gestern erneut ein Treffen der EVL-Spitze. Dabei ging es sowohl um die Personalien der beiden Kontingentspieler, als auch um die Neubesetzung des Trainerpostens.

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Preuß sucht seinen eigenen Nachfolger

Wie berichtet, war Trainer Günther Preuß am Wochenende zurückgetreten und muss als Sportlicher Leiter seinen eigenen Nachfolger auf der Trainerbank finden. "Es sind bereits drei, vier Bewerbungen seit Samstag eingegangen", so Preuß gestern auf Nachfrage des LT. "Es sind zwei Namen dabei, die man in der Branche gut kennt, die für uns aber finanziell nicht drin sind." Der bisherige Co-Trainer Franz Xaver Ibelherr trainiert die Mannschaft bis auf Weiteres und wird am Freitag gegen Miesbach definitiv die Mannschaft als Trainer betreuen. Als Dauerlösung scheidet er Jaser zufolge allerdings aus, da er bereits zwei EVL-Nachwuchsteams betreut.

"Wir brauchen auf jeden Fall einen, der durchgreift", beschreibt EVL-Vorsitzender Oliver Jaser das Anforderungsprofil an den neuen Trainer, "wir haben hier eine ganz große Baustelle und die heißt EVL." Jaser hatte von den Spielern im Sonntagsspiel in Peiting nach dem Rücktritt von Trainer Preuß eine "klare Reaktion" erwartet. Aber stattdessen war das Team erneut mit 1:6 unter die Räder gekommen und ist somit seit sechs Spielen ohne Erfolg. Das Team hat den Kredit bei der Vereinsführung nun offenbar komplett verspielt: "Ein Teil unserer Spieler muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie überhaupt Landesliganiveau haben", sagt ein zorniger Vereinschef, "die ganze Mannschaft austauschen geht leider nicht."

Vereinschef hofft auf Unterstützung der Fans

Deshalb ruhen die Hoffnungen jetzt auf einem neuen Trainer. Der darf und sollte aufgrund der engen Finanzsituation beim Eishockey-Oberligisten in einen finanziellen Rahmen passen. "Der finanzielle Aspekt ist ganz stark im Fokus", macht Jaser deutlich. Dabei lässt er keinen Zweifel, dass sich die Vereinsführung kräftig ins Zeug legen wird. "Wir tun alles, was wir können, und hoffen, dass die Zuschauer das auch weiterhin honorieren. Denn nur unsere Fans finanzieren uns."

Am Freitag hofft man erneut auf lautstarke Unterstützung im eigenen Stadion. Dann geht es gegen den TEV Miesbach und an den hat man nur gute Erinnerungen: Vor rund einem Monat feierte der EV Landsberg 2000 gegen Miesbach mit 5:2 den ersten Saisonsieg.

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